Copa del Rey MapfreEin Königsvergnügen und ein Zwei-Sekunden-Sieg

Tatjana Pokorny

 · 05.08.2026

Königlich: Felipe de Borbon ist Skipper der ORC 52 "Hispania", die nach den ersten beiden Regattatagen in ORC 0 auf Platz zwei lag.
Foto: Nico Martinez/Copa del Rey Mapfre
99 Yachten machen auch die 44. Edition des Spanien-Klassikers Copa del Rey Mapfre zum Top-Ereignis im Mittelmeer. Dass Spaniens König Felipe de Borbon als Skipper auf der “Hispaniola” im Einsatz ist und gleich zum Auftakt ein Rennen gewonnen hat, macht den Wettbewerb zusätzlich spannend. In einer der sechs Wertungsgruppen haben “Earlybirds” die Bugspitze vorne.

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Beim Spanien-Klassiker Copa del Rey Mapfre sind die ersten drei Rennen bestritten. Nach zwei Kurzwettfahrten und dem Mittwoch-Coastal in heißen Temperaturen und leichteren Winden musste in ORC-Klasse 0 die Crew um Spaniens König Felipe de Borbon auf der ORC 52 “Hispaniola” die zum Auftakt eroberte Führung zunächst wieder abgeben. Übernommen hat sie nach der leichtwindigen Mittelstrecke am Mittwoch Mauro Gestris italienische TP52 “Vudu”. Rang drei besetzt in ORC 0 vorerst Jeremy Weirs Wallyrocket 51 “Kilara II”.

​Copa del Rey: “Red Bandit”-Crew will zurück auf die Erfolgswelle

Die Crews auf den beiden deutschen Booten müssen sich in ORC 0 strecken: Carl-Peter Forsters TP52 “Red Bandit” und Michael Berghorns Mills 45 “Halbtrocken 4.5” vom Verein Halbtrocken Sailing lagen nach den beiden Kurzrennen am Dienstag und dem 32-Seemeilen-Coastal auf den Plätzen sieben und acht. Dabei hatte “Red Bandit” vom Bayerischen Yacht-Club mit einem dritten Rang zum Auftakt schon zeigen können, dass in der hochkarätigen Flotte mehr möglich ist. Die Crew will nach dem unglücklichen Mastbruch beim Admiral’s Cup 2025 und dem Ruderbruch beim Sardinia Cup in diesem Jahr zurück auf die Erfolgswelle.

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“Red Bandit”-Projektmanager Moriz Forster sagte: Mit dem neuen Mast arbeiten wir weiterhin daran, das Boot wieder auf Hochtouren zu bringen. Das ist jedoch ein etwas langwierigerer Prozess, da es sich um ein komplett neues Rigg handelt. Das alte Rigg war noch die Originalausführung. Jetzt haben wir ein Rigg, das fast dem modernen Niveau der 52 Super Series entspricht, was aber einfach nicht zu unseren Segelschnitten passt. Deshalb arbeiten wir gerade daran, all das weiterzuentwickeln, die Segel anzupassen und die Art und Weise zu ändern, wie wir das Rigg nutzen. Aber wir haben nur begrenzt viele Segeltage. Jeden Tag lernt man viel dazu.“

Der Spaß am Wettkampf mit dem König

Für die Crew auf “Red Bandit” markiert die Copa de Rey Mapfre auch die erste Regatta mit dem neuen Ruder. Dazu erklärte Moriz Forster: „Es unterscheidet sich definitiv vom alten. Das vorherige war ein ziemlich veraltetes Design, ebenfalls das Originalruder. Und das neue ist wiederum ein modernes Design, das hoffentlich für einen Leistungsschub sorgt.“ Und auch das sagte der junge Forster zum Sport in ORC 0: “Wir lieben es, gegen den König anzutreten. Insbesondere jetzt, da er ein wettbewerbsstarkes Boot hat.”

In ORC A kämpft wie schon oft in der Vergangenheit Christian Plumps Swan 42S “Elena Nova” um einen Podiumsplatz. Nach den drei ersten Wettfahrten lagen mit der estnischen “Nola” und der schwedischen “Ran” von Niklas Zennström aber zunächst zwei 40er-Carkeeks vor der deutschen Dauerbrennerin. Johannes Wackerhagens Knierim 49 “Desna” behauptete sich auf Platz neun in den Top Ten. Auf den Plätzen elf und 13 folgten Sascha Schröders Neo 430 Roma “Neomind” und Jan Opländers Swan 45 “Katima”.

In ORC B duellieren sich ohne deutsche Boote mit der X-41 “Maximo” und der XR 41 “Teatro Soho San Miguel” zwei spanische Yachten im Kampf um die Führung. Die XR 41 gehört Javier Banderas. Der Bruder von Schauspieler und Regisseur Antonio Banderas hat die Copa del Rey bereits acht Male gewonnen und ist dieses Mal mit einem neuen Boot im Einsatz.

“Earlybird” führt in ORC C, “Niramo” nur einen Punkt zurück

Gleich fünf deutsche Boote mischen in ORC C mit. Und das tun sie im Fall von Hendrik Brandis “frühen Vögeln” auf der Cape 31 zum Auftakt sehr erfolgreich. Nach den Rängen 5, 3 und 2 führt “Earlybird” (Norddeutscher Regatta Verein/Bayerischer Yacht-Club) das Klassement punktgleich vor der italienischen Klassenschwester “Django” (beide 10 Punkte) von Vittorio Lombardi an. Der viermalige Copa-Gewinner Hendrik Branis sagte lächelnd: “Wir sind zufrieden. Die Hauptsache war, dass wir ‘Django’ nach fünf Stunden Segeln heute nach berechneter Zeit um zwei Sekunden geschlagen haben. Wir müssen ihnen ein bisschen was geben, waren auf dem Wasser 19 Sekunden schneller.”

Die spanische Vrolijk 37 “Project Work” (11 Punkte) ist dem Cape-Duo bei nur einem Punkt Rückstand ebenso dicht auf den Fersen wie Sönke Meier-Sawatzkis Kieler-Woche-Siegerin “Niramo” – auch eine Cape 31, die nach dem ersten Tag noch die Bugspitze vorne hatte. Da liegt in ORC C einige Spannung in der Luft. Erfolgreichstes Copa-Boot ist bislang Pedro Vaquers ClubSwan 42 “Nadir”, die in der Einheitsklasse mit sieben Startern alle vier ausgetragenen Rennen gewinnen konnte. Hier wurde das Coastal der anderen durch weitere zwei Kurzrennen ersetzt.

Auftakt! Diesen Clip zeigten die Gastgeber der 44. Copa de Rey nach Tag eins. Einige der Spitzenreiter vom Vorabend waren es nach dem Coastal am Mittwoch nicht mehr:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Freie Reporterin Sport

Tatjana „tati“ Pokorny ist Autorin von neun Büchern. Sie arbeitet als Reporterin für die YACHT, berichtete unter anderem von neun Olympischen Spielen, als Korrespondentin für die Deutsche Presse-Agentur (DPA), das Hamburger Abendblatt sowie weitere nationale und internationale Medien. Kernthemen sind der America's Cup, das Ocean Race, die Vendée Globe, SailGP und weitere nationale und internationale Regatten und ihre Protagonisten. Lieblingsdisziplin: Portraits von und Interviews mit Segelsportpersönlichkeiten.

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