Boris HerrmannErster Härtetest für „Malizia – Seaexplorer“

Lars Bolle

 · 14.09.2022

Boris Herrmann: Erster Härtetest für „Malizia – Seaexplorer“Foto: Antoine Auriol/Team Malizia
Boris Herrmanns „Malizia – Seaexplorer“ bei den ersten Seetests

Für drei Teams mit Deutschen an Bord hat ein wichtiger Test begonnen. Für Boris Herrmann mit neuer Crew und neuem Boot, für Robert Stanjek ebenso wie für Isabelle Joschke

Ein deutsches Team und eines mit deutscher Beteilung starten beim Défi Azimut, einem einwöchigen Imoca-Wettrennen vor der Küste von Lorient, Frankreich. Die Regatta läuft an sechs Tagen (13. bis 18. September) vor der Küste von Lorient in der Bretagne. Sie umfasst Speed Runs und längere Rennen. Bei dieser 12. Auflage wird eine beeindruckend große Flotte antreten: 30 Imocas werden an der Startlinie stehen, denn die Défi Azimut ist der letzte Wettkampf zwischen Booten der Imoca-Klasse vor der Route du Rhum 2022 und dem Ocean Race 2023. Alle Imoca-Rennyachten, die im nächsten Jahr an der Weltumsegelung teilnehmen, sind auch bei der Veranstaltung in dieser Woche dabei.

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Foto: Team Malizia
Weitere Bilder der „Malizia - Seaexplorer“

Boris Herrmann ist am Start

Darunter Boris Herrmann mit „Malizia – Seaexplorer“. Es wird die erste Regatta für ihn, seine neue Crew und das neue Boot sein, das erst am 6. September in Hamburg getauft wurde.

„Malizia – Seaexplorer“ nimmt heute an den Speed Runs teil, bei denen Gäste und Partner des Teams zum ersten Mal das Segeln auf dem neuen Boot erleben können. Während des 48-stündigen Azimut-Rennens am Donnerstag wird das Team Malizia einen Rundkurs im Atlantik im The-Ocean-Race-Crew-Modus segeln, mit Boris Herrmann (41, deutsch) als Skipper, Will Harris (28, englisch), Rosalin Kuiper (27, niederländisch) und Nico Lunven (39, französisch) als Co-Skipper und Antoine Auriol (37, französisch-deutsch) als Onboard-Reporter.

Die Défi Azimut ist der letzte Wettbewerb als Crew vor dem Ocean Race, das am 15. Januar 2023 in Alicante, Spanien, beginnt. Bis dahin wird das Team bei Trainingseinheiten wie in Port-La-Forêt und bei Überführungen wie aus Guadeloupe nach der Route du Rhum Ende November in Crew-Konfiguration trainieren.


Robert Stanjek mit bewährtem Boot und neuer Crew

Das ehemalige deutsche Offshore Team Germany, das mit Robert Stanjek, ehemaliger Starboot-Weltmeister, Benjamin Dutreux, Phillip Kasüske und der britischen Weltumseglerin Annie Lush The Ocean Race Europe gewonnen hatte, hat sich im Mai dieses Jahres mit dem Team des Franzosen Dutreux zusammengeschlossen. Dutreux’ nächstes Ziel war eigentlich die Teilnahme an der Vendée Globe 2024, mit dem Zusammenschluss kam nun The Ocean Race hinzu. Für das deutsche Team bedeutet der Zusammenschluss auch ein neueres Boot als die bisherige „Einstein“, bereits für die Vendée Globe 2012 gebaut und noch nicht mit Foils ausgerüstet.

Das neuere Schiff des französischen Teams ist vier Jahre jünger, wurde bei der Vendée Globe 2016/17 als „Hugo Boss“ Zweite. Es wurde bereits mit Foils ausgerüstet und diente dem Team 11th Hour Racing als Trainingsboot für The Ocean Race. Das Team heißt jetzt Guyot Environnement – Team Europe.


Isabelle Joschke am Start

Auch die Deutsch-Französin Isabelle Joschke ist mit „MACSF“ am Start. Wir haben gerade ein Interview mit ihr veröffentlicht.



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