La Boulangère Mini TransatSpitze souverän, Konkurrenz von Bruch gebeutelt

Max Gasser

 · 06.11.2023

La Boulangère Mini Transat: Spitze souverän, Konkurrenz von Bruch gebeuteltFoto: La Boulangère Mini Transat/V. Olivaud
Auf Kurs Gesamtsieg: Carlos Manera bei den Protos
Weniger als 1.000 Seemeilen bis zum Ziel beim Mini-Transat – zumindest für die Führenden. Während Carlos Manera auf Kurs Proto-Gesamtsieg liegt, arbeitet sich auch Mitfavoritin Carolin Boule endlich weiter nach vorn

Fünf Tage lang waren die Segler der 24. Auflage des La Boulangère Mini Transat mit Nordostwind gesegelt, bevor es gestern Nacht zu einem radikalen Dreher kam. Von der jetzt herrschenden südöstlichen Strömung profitieren vor allem die Solisten weiter nördlich im Feld. Sie machen bei direktem Kurs auf Guadeloupe mit einem besseren Winkel deutlich mehr Speed. Die Spannung im Klassement bleibt damit weiter hoch, war doch zuvor die Süd-Route im Vorteil gewesen.

Die ersten, die von dieser Windumstellung profitierten, waren Federico Waksman als Führender bei den Protos und Carlos Manera, derzeit an zweiter Position und auf Kurs Gesamtsieg. Mit der drittplatzierten Französin Marie Gendron, die als erste und einzige Frau in den Top Ten ein sehr starkes Rennen segelt, ist die nächste Konkurrenz jedoch über 150 Meilen südlich von ihnen positioniert. Durch den strategischen Vorteil der Nord-Gruppe wird sich ihr derzeitiger Rückstand von 94 Seemeilen auf Platz eins daher voraussichtlich weiter ausweiten.

Auch aufgrund von technischen Problemen wird es für viele schwer, die Spitze nochmals anzugreifen. Die Bedingungen mit mehreren Squalls täglich sind anspruchsvoll und beanspruchen das Material. Unter anderem kommt es dabei häufiger zu Sonnenschüssen. Im besten Fall bleibt alles unbeschadet, es kann allerdings auch der Bugspriet brechen und das Tuch reißen. Unter anderem hat auch Uros Krusevac, der mit einem sehr alten Design weit nach vorn gestürmt war, seinen Bugspriet verloren. Auch der Franzose Gaby Bucau auf Platz sieben ist nicht nur durch einen Ruderbruch gehandicapt, auch ihm ist der Bugspriet gebrochen. Das gleiche Schicksal ereilte auch den jetzt zehntplatzierten Victor Mathieu.

Mini-Transat 2023: Geht noch was für Carolin Boule?

„In der unmittelbaren Zukunft besteht das Ziel des Spiels vor allem darin, schnell voranzukommen und das Beste aus diesem schönen Passatwind zu machen, der gut etabliert ist“, vermutet Christian Dumard, der Wetterberater der Veranstaltung. Er spricht zudem von beinahe perfekten Bedingungen. Von diesen profitiert derzeit auch Carolin Boule mit dem einzigen Voll-Foiler im Feld. Sie ist die aktuell Schnellste im Feld – seit mehr als vier Stunden loggt sie über 13 Knoten Bootsgeschwindigkeit. Damit holt sie nach ihren technischen Problemen kurz nach dem Start derzeit gut auf, bleibt mit Platz 13 jedoch weiter hinter den Erwartungen zurück.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Ähnlich wie Waksman und Manera bei den Protos, ist auch der Anführer der Serien-Wertung, Luca Rosetti, für die verbleibenden 1.000 Meilen nahezu ideal positioniert. Auch er wird voraussichtlich weiter Boden gutmachen, allerdings liegt das Feld hier deutlich kompakter beisammen. Unter anderem hat der Schweizer Felix Oberle weiterhin Chancen auf den Etappensieg, derzeit ist er Dritter. Hoffnung bleibt der Konkurrenz in beiden Klassen allerdings vor allem für den Schlussspurt bei der Annäherung ans Ziel, wenn sich die Karten noch mal neu mischen könnten. Wie bereits auf der ersten Etappe weiterhin nicht in Fahrt kommt derweil die Österreicherin Lisa Berger, sie liegt auf Rang 49.

Das La Boulangère Mini Transat im LIVE-Tracker verfolgen:

Empfohlener redaktioneller Inhaltminitransat.geovoile.com

An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt, der den Artikel ergänzt. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.

Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogenen Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unseren Datenschutzbestimmungen.


Das könnte Sie auch interessieren:

Max Gasser

Max Gasser

Social Media Redakteur

Nur wenige Meter von den Ufern des Bodensees entfernt aufgewachsen, fand Max Gasser schon früh an Bord des familieneigenen 15er Jollenkreuzers. Nach aktiver Regattalaufbahn erfüllte er sich mit dem Kauf einer foilenden Motte einen Kindheitstraum, den er heute mit einem neueren Boot lebt. Journalistisch trat er als freier Mitarbeiter erstmals bei einem lokalen Wasserportmedium in Erscheinung und absolvierte dann ein Praktikum bei der YACHT, welches ihm zunächst sein Volontariat und darauffolgend den Job als Redakteur in der Wasserport Digital Redaktion verschaffte.

Meistgelesen in der Rubrik Regatta