​Kieler Woche 2026Flaute bremst FD-WM, Polen führt im 29er

Lars Bolle

 · 26.06.2026

Am frühen Donnerstagnachmittag erlöste eine leichte Nordostbrise den 29er-Nachwuchs und erlaubte farbenfrohe Eurocup-Rennen vor den Toren von Kiel-Schilksee.
Foto: Sascha Klahn/Kieler Woche
Die Kieler Woche 2026 ist im internationalen Teil mit viel Warten und wenig Wind gestartet. Im 29er-Eurocup übernahmen Blanka Sójkowska und Julia Nagórska aus Polen die Führung, in der FD-WM kam erst am Abend überhaupt ein Rennen zustande. Für Freitag ist deutlich mehr Wind angekündigt.

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Kieler Woche 2026 beginnt mit Warten auf Wind

Die Kieler Woche 2026 forderte am Donnerstag, 25. Juni, in Schilksee zunächst vor allem eines: Geduld. Weniger als die Hälfte des Regattaprogramms kam zustande, weil der Wind lange ausblieb. Erst eine leichte Nordostbrise brachte am Nachmittag etwas Bewegung auf die Bahnen.

Polen setzt im 29er-Eurocup den ersten Akzent

Am besten nutzte diese Bedingungen im 29er-Eurocup das polnische Duo Blanka Sójkowska und Julia Nagórska. Die beiden gewannen alle drei Rennen ihrer Gruppe und gehen damit als Führungscrew in den zweiten Regattatag am Freitag, 26. Juni.

Dicht dahinter folgen die Argentinier Felix Llauro und Lucas Cozar mit zwei Rennsiegen und einem vierten Platz. Auf Rang drei liegen die Australierinnen Mia Austin und Zara Marks. Der 29er-Auftritt vor Kiel ist für viele Crews mehr als nur ein Eurocup. Direkt im Anschluss steht an gleicher Stelle die Weltmeisterschaft an.

Auch aus deutscher Sicht gab es einen gelungenen Auftakt. Quirin Waizenhöfer und Cassian Bötsch gelang ein erster Wettfahrtsieg. Die beste deutsche Gesamtplatzierung nach dem ersten Tag hielten aber David Plettner und Moritz Aigner aus Bayern als Zwölfte.

FD-WM kommt erst am Abend in Gang

Noch zäher verlief der Auftakt für die Flying-Dutchman-Weltmeisterschaft. Erst nach einem Bahnwechsel und rund sieben Stunden Wartezeit bekam die FD-Flotte überhaupt ein Rennen. Am Ende setzten sich Jørgen und Jacob Bojsen-Møller aus Dänemark durch. Die Ungarn Szabolcs Majthenyi und András Domokos belegten Rang zwei, Markus und Joshua von Lepel aus Berlin wurden Dritte.

Für zusätzliche Schärfe sorgt, dass in der FD-Klasse gleich mehrere prominente Namen im Feld stehen. Zu den Favoriten zählen auch die Titelverteidiger Kilian König und Johannes Brack aus Hannover. Den passenden Hintergrund zu ihrer WM-Mission gibt hier: Kieler Woche 2026: Kilian König vor der Flying-Dutchman-WM.

Auch J/70 und J/24 kommen in Fahrt

In der J/70-Klasse lagen nach zwei Wettfahrten deutsche und dänische Teams vorn. Kai-Uwe Holweg aus Bremen führte punktgleich vor Sten Mohr. Dahinter reihten sich Willy Sörensen, Kim Gardø Christensen und Severin Gericke ein.

In der J/24 erwischte der Niederländer Dirk Olyslagers mit den Plätzen eins und zwei den besten Start. Frank Schönfeldt und seine Hamburger Crew hielten mit den Rängen fünf und drei den Anschluss an die Spitze.

Ohne zählbares Ergebnis blieben mehrere andere Klassen. Wingfoiler, OK-Jollen und Contender kamen am Donnerstag ebenso wenig zum Zug wie ILCA 4 und ILCA 6 open, die zwar ausgelaufen waren, aber ohne abgeschlossenes Rennen zurückkehren mussten.

Freitag könnte das Bild schon wieder drehen

Für Freitag, 26. Juni, sind die Vorzeichen deutlich besser. Nach Angaben der Kieler Wetterwelt soll das Hochdruckgebiet rasch abziehen und auf seiner Rückseite eine frische Südostbrise bringen. Das könnte der beste Kieler-Woche-Tag werden, bevor zum Wochenende bereits Gewitterstörungen drohen.

Die Highlights vom Donnerstag


Ist ein Flautentag bei einer Großveranstaltung einfach nur frustrierend oder gehört genau dieses Warten zur Kieler Woche dazu? Kommentiere gern unter dem Artikel.

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Lars Bolle

Lars Bolle

Chefredakteur Digital

Lars Bolle ist Chefredakteur Digital und Gründer von YACHT-Online. Viele Jahre war der Diplom-Sportwissenschaftler als Redakteur der YACHT in den Bereichen Sport und Seemannschaft tätig und hat die größten Segelsport-Veranstaltungen der Welt begleitet, vom America's Cup bis zu Olympischen Spielen. Seine persönliche Segel-Vita reicht vom Leistungssport in der Jolle (Deutscher Meister 1992 im Finn Dinghi) über historische und moderne Jollenkreuzer bis hin zu europaweiten Charter-Törns.

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