Nach dem olympischen Auftakt gehört die zweite Halbzeit der 132. Kieler Woche den internationalen Bootsklassen. Einer ihrer Höhepunkte ist 2026 die Weltmeisterschaft der Flying Dutchman. Mitten im Feld: Kilian König und Johannes Brack, die als amtierende Weltmeister nach Kiel kommen.
Der amtierende Weltmeister im Flying Dutchman kommt vom Steinhuder Meer zur Kieler Woche. 2025 waren der 44-jährige Segelmacher Kilian König und sein zwei Jahre jüngerer Vorschoter Johannes Brack aus Kassel am Ziel ihrer Träume, als sie in Andalusien WM-Gold gewannen. Auf der Förde ist die Crew vom Hannoverschen Yacht-Club und vom Segelclub Edersee nun wieder gefordert, denn die „Fliegenden Holländer“ zelebrieren ihre WM 2026 zur Kieler Woche. „Natürlich würden wir gerne unseren Titel verteidigen. Das wird aber nicht einfach! Wir hoffen auf guten Wind, denn da sind wir eigentlich stärker“, sagt König.
Die Kieler Woche ist für mich ein Highlight, viele Top-Leute sind da. Man muss seglerisch und mental stark sein, um dort zu bestehen.” Kilian König
Dem Gipfeltreffen der früheren olympischen und heutigen internationalen Bootsklasse blickt Segelmacher König voller Vorfreude entgegen. Seine größten Rivalen kennt er gut: „Die Ungarn Majthényi/Domokos waren schon mehrfach Weltmeister. Mit GER 88, Kai-Uwe Lüdtke und Kai Schäfers, ist immer zu rechnen. Dazu Champions wie Jørgen und Jacob Bojsen-Møller und die Niederländer Enno Kramer und Ard Geelkerken. Und natürlich Jörn und Bodo Borowski.“ Jörn Borowski hatte 1980 mit Egbert Svensson Olympia-Silber im 470er gewonnen und ist heute auch im FD eine Größe.
Nicht weniger als 73 Teams aus elf Nationen wollen zum Kampf um WM-Gold auf der Förde aufkreuzen und den Höhepunkt der internationalen Halbzeit prägen. „Wir dürfen sogar schon in der olympischen Hälfte kommen, haben ein eigenes Areal für die Vermessungen und später auch Social Events. Die Kieler Woche ist uns sehr entgegengekommen“, schwärmt König, der am 18. Juni kurz vor dem WM-Start Geburtstag feiert. Sein Wunsch? Er lacht: „Das mit der erfolgreichen Titelverteidigung wäre natürlich toll! Aber wir haben mal das Treppchen ins Visier genommen, wünschen uns einfach eine schöne Regatta, faires Segeln und keinen Bruch.“
Die Mehrheit der FD-Segler wird mit Mader-Booten aufkreuzen. König und Brack, die ihre langjährige Freundschaft als größte Stärke sehen, satteln ihren goldenen Planatech-FD von 2025 für den WM-Ritt. 32 Jahre nach seiner ersten Kieler Woche im 420er kann König seine Starts nicht mehr zählen. „20 Male vielleicht“, sinniert er, während ihm FD-Siege 2013 und 2016 einfallen. Vor dem Großereignis verneigt er sich: „Ich mag das schöne Gefühl, dass die ganze Segelwelt einmal im Jahr in Kiel zusammenkommt.“
Kilian König steht für die internationalen Klassen der Kieler Woche. In der zweiten Halbzeit ermitteln sie ihre „KiWo“-Besten. 2026 zählt die Flying-Dutchman-WM mit 73 Teams aus elf Nationen zu den Höhepunkten.

Freie Reporterin Sport
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