America's CupTeam New Zealand ist zurück in Auckland

David Ingelfinger

 · 07.08.2026

Rückkehr auf heimische Gewässer: Der AC75-Foiler „Taihoro" auf dem Golf von Hauraki vor der Skyline Aucklands.
Foto: Emirates Team New Zealand

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Das America’s Cup Team Emirates New Zealand hat das sommerliche Training in Neapel abgeschlossen und ist zurück auf dem Hauraki Gulf in Neuseeland. Während die Crew in Italien war, stand ihr Schiff „Taihoro" in Auckland und wurde gründlich überarbeitet. Jetzt haben sie zwei Wochen Zeit, um sich mit den Neuerungen vertraut zu machen

Erst 40 Grad in Süditalien, jetzt Trockenanzug in Neuseeland. Das Emirates Team New Zealand hat den Sommerblock in Neapel auf dem AC40 abgeschlossen und sitzt nun wieder im Cockpit ihres Foilers „Taihoro". Für das Team ist es der erste Praxistest von den verbauten Änderungen.

Jeder Tag zählt

Das Zeitfenster in Auckland ist knapp. Bevor es im September zurück nach Neapel zur nächsten Vorregatta geht, hat das Team nur zwei Wochen Zeit, die erneuerte „Taihoro" auf dem Wasser zu testen. Das Regelwerk des 38. America’s Cup sieht bis Mitte Januar 2027 insgesamt 45 Segeltage vor.

Pilot Andy Maloney zog nach der ersten Ausfahrt ein positives Fazit. „Toll, wieder auf Taihoro zu sein", sagte er. „Es war ein wirklich schöner Wintertag, acht bis zwölf Knoten aus Süd. Perfekte Bedingungen, um alle Änderungen zu überprüfen, die am Boot während der Zeit in der Halle gemacht wurden. Zu sehen, wie weit die Entwicklung vorangeschritten ist, ist wirklich cool."

„Schön, wieder auf unserer AC75 zu sein“

Nicht nur das Wetter ist ein anderes als in Neapel, auch das Boot. Nach Wochen auf dem kleineren AC40 sitzt die Crew jetzt wieder im AC75. „Das Segeln auf den AC40s fühlt sich an wie Go-Kart-Fahren. Schön, wieder auf unserer AC75 zu sein." sagt Steuermann Chris Draper.

Die „Taihoro" hat sich von außen kaum verändert. Das ist eine Folge des aktuellen Regelwerks. Der 38. America’s Cup steht stärker als frühere Austragungen im Zeichen von Kostenkontrolle und Planbarkeit. Deshalb dürfen die Teams keine komplett neuen AC75-Rümpfe entwickeln. Sie müssen mit den vorhandenen Plattformen weiterarbeiten und dürfen diese nur innerhalb eines genau definierten Rahmens modifizieren. Was das Regelwerk im Detail erlaubt und wie der Rollout von „Taihoro" verlief, haben wir ausführlich erklärt.

Chefdesigner Dan Bernasconi benannte beim Rollout klar, wo er den größten Leistungsgewinn erwartet. „Der größte Unterschied bei der Leistung wird ein früheres Abheben sein", sagte er. Den zentralen Hebel sieht er in der Gewichtsreduktion. „Wir haben ordentlich Gewicht aus dem Boot herausgenommen." Bei viel Wind sei das Boot auf dem Papier zunächst langsamer, so Bernasconi. Das gleiche das Team aber mit besseren Foils, Segeln und Kontrollsystemen aus. Die Höchstgeschwindigkeit werde vermutlich ähnlich bleiben oder leicht steigen, im Leichtwindbereich dürfte der Unterschied größer sein. Bernasconi erwartet zudem, dass das Racing diesmal zwischen allen Teams des America’s Cup deutlich enger wird.

Neue Regeln, neue Crew

Das Regelwerk hat auch die Crew-Architektur verändert. Die Athleten, die in früheren Cups mit den Beinen hydraulische Energie für das Boot erzeugten, sind nicht mehr erlaubt. Ein standardisiertes Batteriesystem übernimmt diese Aufgabe. Die Kerncrew besteht jetzt aus fünf aktiven Seglerinnen und Seglern plus einem Gastsegler.



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Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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