Vendée GlobeZwei Tage vor dem Stapellauf – Boris bereit für neue Ära

Tatjana Pokorny

 · 04.07.2026

Hier zeigt an der letzten Verkehrkreisel hinunter zum Hafen ein riesiges Container-Schild die Richtung zu Lorients La Base an. Dort ist auch Boris Herrmanns Rennstall Malizia zuhause. Und dort wird am Montag die neue "Malizia 4" vom Stapel laufen.
Foto: tati
In Lorient steigt mit den Temperaturen auch die Spannung vor dem Stapellauf der neuen “Malizia 4”. Noch sind die Türen auf der Werft CDK für die Öffentlichkeit verschlossen. Dahinter hat die neue “Malizia 4” am Samstag schon ihren Kiel bekommen. Die letzten Vorbereitungen für den ersten “Splash” am Montagmorgen laufen auf Hochtouren.

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Bald hat das Warten ein Ende. Nach mehr als zwei Jahren Planung, Design, Konstruktion und Bootsbau ist die neue Imoca für Boris Herrmann und sein Team fast bereit für die erste Begegnung mit ihrem Element. Zwei Tage bleiben im Countdown zum Stapellauf am Montag in Lorients La Base. 1448 Tage nach dem Stapellauf der Vorgängerin “Malizia Seaexplorer” wird die Neue am 6. Juli früh morgens im 7.30 Uhr vom Stapel laufen.

Team Malizia öffnet mit dem Stapellauf ein neues Kapitel

Ein Kran wird das Boot in einem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Bereich innerhalb der geschützten Hafenanlagen von Keroman behutsam ins Hafenbecken setzen. Team Malizia setzt mit dem Stapellauf der Neuen einen weiteren großen Meilenstein in der zehnjährigen Teamgeschichte. Zwölf Tage später finden am 18. Juli die offizielle Taufe und die Party zum zehnjährigen Jubiläum des 2016 gegründeten Teams ebenfalls in Lorients La Base statt.

“Malizia 4” wird – das ist schon klar – ein völlig neues Kapitel öffnen. Boris Herrmann hat es angekündigt: “Es ist unser Ziel, mit diesem Boot das Ocean Race 2027 zu gewinnen und eine großartige Vendée Globe zu segeln.” Das den Neubau begleitende Motto: schnell, schneller, “Malizia 4”. Beim CDK-Team und der eigenen Landmannschaft hat sich Boris Herrmann schon am Freitag bei einer internenen Zusammenkunft in der CDK-Werfthalle mit einer kleinen Ansprache, vielen Mercis und einem Lunch bei allen bedankt.

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Merci an alle. Die Zusammenarbeit war inspirierend. Der Stapellauf wird ein besonderer Moment für das ganze Team sein.” Boris Herrmann

Eine schlankere Rumpfform, weniger Gewicht und mehr Speed waren Boris Herrmanns Maßgaben, die den Neubau von Beginn an begleitet haben. An der Erfüllung dieser Aufgaben haben alle Beteiligten über zwei Jahre hart gearbeitet. Erstmals in Fotos und Clips zu sehen sein wird “das Biest”, das aktuell noch bei CDK Technolgies auf seinen großen Tag vorbereitet wird, am kommenden Montag. Nach dem Stapellauf soll “Malizia 4“ zum Quai Papin gebracht, wo im Laufe des Vormittags der Mast gestellt wird.

Als Fan den Stapellauf erleben

Zu diesem letzten Schritt hat Team Malizia alle Fans eingeladen, an den Quai Papin zu kommen und das Maststellen mitzuverfolgen. Weil es sich dort um einen aktiven Arbeitsbereich handelt, hat Team Malizia Besucher bereits vorsorglich gebeten, die Sicherheitsanweisungen des Hafenpersonals und des eigenen Teams zu beachten.

Ein Team der YACHT ist seit vergangener Woche vor Ort, hat bereits mit Designer Antoine Koch, Team Malizias Technischem Direktor Pierre-François “Pifou” Dargnies und Boris Herrmann gesprochen und begleitet die Stapellaufgeschichte am Montag via Social-Media-Kanälen und bei YACHT online.

Das Team selbst selbst wird über seine Social-Media-Kanäle Einblicke hinter die Kulissen geben, über den gesamten 6. Juli hinweg Fotos und Video-Clips veröffentlichen. “Wir wollen Fans in aller Welt so die Möglichkeit geben, jeden wichtigen Moment des Stapellaufs mitzuerleben”, hieß es in einem Pressestatement. Begleitet hatte der Rennstall die Neubaugeschichte in den vergangenen Monaten auch mit der Filmserie “Born to race”, deren Folgen bei YouTube im Malizia-Kanal zu finden sind.

Der Malizia-Moment, auf den alle warten

Ein gesonderter Filmbeitrag zum Stapellauf der neuen Imoca wird am Tag danach (7. Juli) erscheinen und ist ebenfalls bei YouTube im Teamkanal zu finden. “Wir haben jede Etappe dieser Reise mit Euch geteilt – von den ersten Skizzen und Design-Entscheidungen bis hin zur Lackierung. Nun kommt der Moment, auf den wir alle gewartet haben: zu sehen, wie die ‘Malizia 4’ zum ersten Mal das Wasser berührt.”

Wir können es kaum erwarten, diesen unvergesslichen Tag mit Euch zu teilen.” Team Malizia

Lange Zeit zum Genießen der Früchte harter Arbeit bleibt den Malizianern aber nicht. Die Inbetriebnahme beginnt sofort. Die kommenden Wochen sind angefüllt mit Stabilitätstests, Systemprüfungen, ersten Segeleinsätzen auf dem Wasser und unzähligen Anpassungen. Es ist der klassische Weg mit einer neuen Rennyacht zum Rennbetrieb.

Dazu wird die letzte Folge der Serie Born to Race seine Zuschauer mit hinter die Kulissen der entscheidenden Phase der Inbetriebnahme nehmen und zeigen, wie das Team “Malizia 4” feinabstimmt und auf ihre kommenden Aufgaben vorbereitet. Sportlich wird in den kommenden Monaten nicht gekleckert, sondern geklotzt. Der Überführung nach New York folgt die Teilnahme am Ocean Race Atlantic ab 1. September. Im Solo bestreitet Boris Herrmann ab 1. November die Route du Rhum.

Im Inneren des “Raumschiffs” – zum technologischen Öksystem einer Imoca:

Zur Erinnerung – der Stapellauf von “Malizia – Seaexplorer” am 19. Juli 2022:

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Tatjana Pokorny

Tatjana Pokorny

Giornalista sportivo

Tatjana “tati” Pokorny è autrice di nove libri. Giornalista per la principale rivista di vela europea YACHT, lavora anche come corrispondente per l'Agenzia di stampa tedesca (DPA), l'Hamburger Abendblatt e altri media nazionali e internazionali. Nell'estate del 2024, Tatjana sarà in collegamento da Marsiglia per la sua nona Olimpiade consecutiva. Altri temi centrali sono l'America's Cup dal 1992, l'Ocean Race dal 1993, la Vendée Globe e altre regate nazionali e internazionali e i loro protagonisti. Disciplina preferita: ritratti e interviste a personaggi della vela. Quando ha iniziato a fare giornalismo sportivo, si occupava ancora intensamente di basket e di altri sport, ma la vela è diventata ben presto il suo obiettivo principale. Il motivo? L'ottimista dichiarato dice: “Non esiste un altro sport come questo, uno sport con personalità così interessanti e intelligenti, uno sport così vario, uno sport così pieno di energia, forza e idee. La vela è come una dichiarazione d'amore per la vita sempre rinnovata".

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