MarktübersichtAlternativen zum Teakdeck

Hauke Schmidt

 · 17.01.2022

Marktübersicht: Alternativen zum TeakdeckFoto: YACHT/Ben Scheurer

Modifizierte Hölzer, Nachbildungen aus PVC und Polyurethan oder Kork – für den Ersatz des Edelholzes gibt es diverse Optionen: 26 Beläge im Überblick

Durch die forcierte Abholzung der tropischen Regenwälder in Myanmar ist Teakholz seit Jahren in Verruf geraten. Zudem zeigen die von der Europäischen Union beschlossenen Einfuhrbeschränkungen endlich Wirkung (siehe YACHT 23/2021). Damit dürfte der Nachschub für den begehrten Decksbelag sehr schwierig werden; Alternativen sind also gefragter denn je. Die naheliegendsten sind andere Hölzer. Iroko, auch Kambala genannt, oder Oregon Pine sind prinzipiell geeignet, sie bieten aber nicht die gleichen Eigenschaften wie Teak. Zumindest teilweise natürlichen Ursprungs sind modifizierte Hölzer wie beispielsweise Kebony, dabei handelt es sich um Nadelholz der Radiata-Kiefer, das mit Furfuryl-Alkohol getränkt und anschließend getempert wird. Dabei polymerisiert der Alkohol und stabilisiert die Zellwände dauerhaft, gleichzeitig wird das Holz hydrophob, weshalb es kaum noch fault und die Beständigkeitsklasse von Teak erreicht.

  Die technischen Eigenschaften machen Kork zu einem idealen Decksbelag, zudem ist das Naturprodukt nachhaltigFoto: YACHT/J. Kubica
Die technischen Eigenschaften machen Kork zu einem idealen Decksbelag, zudem ist das Naturprodukt nachhaltig

Eine weitere natürliche Option ist Kork. Die robuste Rinde hat bei der Nachhaltigkeit einen großen Vorteil. Zur Gewinnung des Rohstoffs wird der Baum nicht gefällt, sondern regelmäßig, etwa alle neun Jahre, die Rinde geschält. Rein rechnerisch bekommt das Deck damit sogar eine negative CO2-Bilanz. Allerdings handelt es sich beim fertigen Belag nicht um ein reines Naturprodukt, sondern um einen Verbund aus Korkgranulat und synthetischem Gummi.

Soll der Belag vor allem pflegeleicht sein, stehen Holznachbildungen aus Kunststoff bereit. Die umfassenste Auswahl bieten Produkte auf PVC-Basis. Allein davon sind in Deutschland ak­tuell acht unterschiedliche Decksbeläge verfügbar. Hinzu kommen noch Beläge aus Polyurethan und Rollenware.

  Teakimitate aus Kunststoff werden in Paneelen vorgefertigt, entweder von Hand ...Foto: YACHT/N. Günter
Teakimitate aus Kunststoff werden in Paneelen vorgefertigt, entweder von Hand ...
  ... oder mittels CNC-FräseFoto: Hersteller
... oder mittels CNC-Fräse

Auch ohne Teakholz bietet der Markt also reichlich Auswahl. Was die Beläge im Einzelnen auszeichnet, wie es mit der Haltbarkeit aussieht und was sie kosten, lesen Sie in unserer Marktübersicht in YACHT 4/22.

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