Nicht an jedem Steg gibt es frei zugängliche Wasserschläuche. Um auf Törn dennoch das kühle Nass bunkern zu können, haben wir einen eigenen Schlauch dabei. Das hat weitere Vorteile: Wir können dafür sorgen, dass diese mobile Wasserleitung gut gepflegt und möglichst sauber bleibt. Bei öffentlich am Steg hängenden Schläuchen weiß man nicht so genau, wie es um die Hygiene bestellt ist. Einen Nachteil gibt es aber auch: Nach dem Bunkern läuft im Schlauch verbliebenes Wasser aus und in den Stauraum.
Um unschöne Wasserpfützen in der Backskiste zu vermeiden, haben wir uns eine einfache Möglichkeit ausgedacht, um das Restwassser aus dem Schlauch zu bekommen. Wir haken ungefähr mittig das Spifall ein und ziehen die schlaffe Leitung nach oben in den Mast. Sobald die Enden rechts und links einigermaßen gerade herunterhängen, läuft alles zurückgebliebene Wasser heraus. Wenige Augenblicke lassen wir es abtropfen, dann wird der Wasserschlauch abgefiert, eingerollt und verstaut. Ein schöner Nebeneffekt: Da die Leitung jedes Mal lang gestreckt im Mast hängt, entstehen auch nicht so schnell Kinken, die das Abrollen und später den Wasserfluss behindern.
Markus Sturn, per E-Mail
Bei der allgemein üblichen Positionierung des Abflussstutzens in der Duschwanne kann das Duschwasser nicht vollständig abgepumpt werden, bei uns bleibt jedenfalls immer eine lästige Pfütze im Sumpf zurück. Abhilfe lässt sich schaffen, indem ein kleiner Schlauch mit abgeschrägtem Ende in den Ablaufstutzen gesteckt wird. Mit diesem kann das Restwasser wie mit einem Staubsauger einfach abgepumpt werden.
Christoph Walther, per E-Mail
Wasserschläuche am Steg sind immer mit Vorsicht zu genießen. Besonders im Frühjahr ist die Sorge groß, dass sich in der langen Zeit ohne regelmäßigen Betrieb an der Innenwand möglicherweise Algen, Schimmel oder andere Organismen vermehrt haben. Unser Stegnachbar nutzt jedes Mal ein etwa zehn Zentimeter langes Stück Tauwerk mit acht Millimeter Durchmesser zur Reinigung des Schlauchs: Der Gardena-Anschluss wird am Wasserhahn getrennt, das Stück hineingeschoben, der Schlauch wieder verbunden und das Wasser aufgedreht. Der Druck schiebt das Tauwerkstück durch den Schlauch. Schleimig-grünliche Ablagerungen lassen den Zustand der Innenwand erahnen. Ein paar Mal wiederholen.
Ullrich Döbler, Kiel
Der Aluminiumabrieb und Dreck aus der Mastnut sammeln sich an den Kunststoffteilen und kommen schnell ans Segel. Um beim Abschlagen den Kontakt der Rutscher mit dem Tuch möglichst zu unterbinden, schnitten wir einen alten Wasserschlauch in fünf Zentimeter lange Stücke und schlitzten diese der Länge nach auf. Die Abschnitte werden beim Abschlagen des Segels auf die Rutscher gesteckt. So können beim Auftuchen und dem anschließenden Transport des Segels keine Verunreinigungen entstehen.
Falko Mattner, Oberkrämer
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