Anchor EasySegler entwickeln neue App für Ankerwache

David Ingelfinger

 · 20.02.2026

Das Logo der neuen Ankerwachen App Anchor Easy. Sie ist erst seit Februar 2026 auf dem Markt.
Foto: Anchor Easy

Seit Mitte Februar ist die neue App Anchor Easy für Segler auf dem Markt. Das Angebot an digitalen Ankerwachen ist mittlerweile ziemlich groß, doch viele Anwendungen sind unausgereift oder haben technische Mängel. Die neue App soll durch spezielle Funktionen ein funktionierendes Gesamtpaket liefern.

Hinter dem Projekt steht das Segler-Ehepaar Dagmar und Marc Schröder, die ihre Praxiserfahrungen in die Entwicklung eingebracht haben. Für die Umsetzung der App setzten sie auf die Expertise eines ehemaligen Google-Ingenieurs.


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Landgang mit Anker App

Anchor Easy bietet mehrere nützliche Funktionen. Neben Warnungen bei Ankerdrift meldet die App auch Signalverlust oder einen niedrigen Akkustand des Handys. Den Ankerpunkt kann man manuell, per Peilung oder via Karte auf dem Endgerät setzen. Technisch soll die App auch im Hintergrundbetrieb verlässlich arbeiten und hat über einen speziellen Modus für Landleinen, der zusätzlich den Kurs überwacht.

Die Fernüberwachung des eigenes Booten funktioniert über eine “Bootsgruppe”: Dabei kann lässt die Crew ein Endgerät im Boot und bekommt die Fehlermeldung direkt auf ein anderes Gerät geschickt, was jedoch eine Internetverbindung voraussetzt. Im Apple App Store wird ein 30-Tage-Abo für 5,99 Euro angeboten. Der dauerhafte Vollzugriff liegt regulär bei 29,99 Euro, wird für frühe Unterstützer jedoch aktuell zum Sonderpreis von 14,99 Euro geführt.

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​Anchor Easy: Ein muss für Segler?

Anchor Easy liegt preislich im gehobeneren Segment. Schließlich bieten etablierte Apps auf dem Markt wie Ankeralarm für einmalig 19,99 Euro und Anchor Pro für einmalig 6,99 Euro erweiterten Zugriff auf ihre vollen Funktionen an. Ein zentrales Versprechen der Entwickler von Anchor Easy ist die optimierte Hintergrundaktivität, die eine besonders verlässliche Positionsüberwachung auch bei aktiven Energiesparmodi des Mobilgeräts sicherstellen soll. Grundfunktionen wie die Überwachung von Schwoikreises oder die Benachrichtigung per Endgerät auch wenn man nicht an Bord ist, sind jedoch keine Alleinstellungsmerkmale.


Weit entfernt von den Küsten im Rhein-Main-Gebiet aufgewachsen, fand David Ingelfinger erst im Alter von elf Jahren auf den niederländischen Gewässern zum Segelsport. Was als Familienurlaub ohne großartige Vorkenntnisse begann, mündete in einer steilen Lernkurve, aus der die dauerhafte Leidenschaft fürs Segeln entsprang. Seine praktischen Erfahrungen festigte er über die Jahre mit dem Erwerb des SKS und zahlreichen Meilen als Skipper auf Charteryachten im Ijsselmeer, der Nordsee sowie im Mittelmeer. Nach seinem Studium der Publizistik schlägt er nun die Brücke zwischen dem journalistischen Handwerk und der Praxis auf dem Wasser und bringt seine Begeisterung für den Sport als Volontär in die Redaktion der YACHT ein.

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