Airmar TriSonicLogge ohne Schaufelrad

Michael Rinck

 · 08.09.2026

Airmar TriSonic: Logge ohne SchaufelradFoto: Airmar
Die Logge ihne Schaufelrad von Airmar.
Der neue Airmar TriSonic Smart Sensor kombiniert Logge, Lot, Wassertemperatur sowie Krängungsdaten. Sein entscheidendes Merkmal: Die Fahrt durchs Wasser wird per Ultraschall gemessen. Ein Schaufelrad gibt es nicht.

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Airmar hat den TriSonic Smart Sensor vorgestellt. Der Sensor richtet sich an Segel- und Motoryachten mit NMEA-2000-Netzwerk, die Tiefen-, Temperatur- und Geschwindigkeitsdaten in einem Durchbruchgeber bündeln wollen. Die Besonderheit liegt nicht in der Zahl der Messwerte, sondern in der Art der Loggenmessung: Statt eines mechanischen Rades arbeitet der TriSonic mit Ultraschall.

Keine Reinigung des Schaufelrads

Wer eine klassische Logge kennt, kennt meist auch die Kehrseite: Das Schaufelrad muss frei drehen. Muscheln, Algen oder Schmutz können die Anzeige verfälschen oder ganz stoppen. Beim TriSonic gibt es keine beweglichen Teile. Nach Angaben von Airmar passt die Signalverarbeitung die Messung an Fahrt, Wassertiefe und Wasserqualität an.

Der Sensor misst Fahrt durchs Wasser von 0,1 bis 35 Knoten. Dazu kommen Tiefenwerte von 0,6 bis 100 Metern, Wassertemperatur und Lageinformationen für Krängung und Trim. Die Messwerte werden über NMEA 2000 an Plotter und weitere Instrumente im Bordnetz ausgegeben. Damit ergänzt der Geber Systeme, wie sie etwa bei modernen Kartenplottern im Cockpit eingesetzt werden.

Kalibrierung per Smartphone

Über Bluetooth verbindet sich der TriSonic mit der Airmar-App CAST für iOS und Android. Dort lassen sich Tiefen-Offsets einstellen, etwa für die Anzeige unter Kiel oder ab Wasseroberfläche. Auch die Logge kann geführt kalibriert werden.

Für eine weitergehende Anpassung lassen sich laut Airmar-Produktseite bis zu vier Krängungswinkel und zehn Geschwindigkeitswerte hinterlegen. Das ist für Segelyachten interessant, weil sich Lage und Strömung am Rumpf auf die Geschwindigkeitsmessung auswirken können. Die Einstellungen werden im Sensor gespeichert und stehen anschließend im gesamten NMEA-2000-Netz zur Verfügung.

Der TriSonic ist ein versenkbarer Kunststoff-Durchbruchgeber für GFK- und Metallrümpfe. Er benötigt eine Bohrung von 51 Millimetern und soll in die meisten vorhandenen Airmar-Zoll-Gehäuse passen. Das kann einen Austausch erleichtern, ersetzt aber nicht die Prüfung von Einbaulage, Rumpfmaterial und vorhandener Hülse.

Für Nachrüstungen interessant

Seine Stärke spielt der TriSonic vor allem dort aus, wo die regelmäßige Pflege einer Schaufelrad-Logge etwa in Revieren mit starkem Bewuchs erschwert wird. Der Ultraschallgeber bündelt vier Messfunktionen in einem versenkbaren Durchbruchgeber und überträgt die Daten direkt ins NMEA-2000-Netz. Das reduziert die Zahl einzelner Sensoren am Rumpf nicht zwingend in jedem System, kann eine Nachrüstung aber übersichtlicher machen.

Für Yachtbesitzer, die ihre Instrumente ohnehin vernetzen oder Daten in ein Smartboat-System zur Fernüberwachung einbinden, ist der TriSonic vor allem wegen seiner wartungsarmen Geschwindigkeitsmessung eine interessante Nachrüstoption.

Buchtipp

Theorie und Praxis der Bordelektrik erklärt die elektrische Ausrüstung einer Yacht von Batterie und Ladetechnik bis zur Installation und Fehlersuche. Dabei behandelt das Buch auch Logge, Lot und Plotter. Für Yachtbesitzer, die einen neuen Sensor ins NMEA-2000-Netz einbinden oder die Bordelektrik bei einer Nachrüstung besser verstehen wollen, liefert es Grundlagen zur Planung, Materialwahl und sicheren Ausführung.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Schaufelrad-Loggen und Bewuchs gemacht, und wäre ein Ultraschallgeber für Ihre Yacht eine Alternative?

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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