Osculati hat mit EasyUp eine neue teleskopierbare Badeleiter im Programm, die besonderen Komfort in mehrerer Hinsicht bieten soll. Zuerst sind die Stufen stabil, breit und reichen weit hinunter ins Wasser, dazu kommen zwei seitliche Griffe, die auch die oberste Stufe und den Schritt an Bord sicher gestalten sollen. Hier wäre sonst ein gesondert installierter Griff am Heck nötig.
Der eigentliche Clou ist aber, dass die Leiter nach oben klappt, wenn die Griffe von der Badeplattform aus nach unten gedrückt werden. So lässt sich die Leiter einfach einklappen, zusammenschieben und in die Kassette aus Edelstahl schieben. Die kann direkt in der Badeplattform oder im Spiegel installiert werden. Vollständig verstaut, schließt eine Blende an der untersten Stufe den Stauraum flush ab. Ein Vorreiber hält es dort in Position. Sobald der Riegel zur Seite geschoben wird, kommt die EasyUp heraus.
Wird die Leiter in der Badeplattform angebracht, ist sie nicht erreichbar, wenn die Klappe beim Segeln geschlossen ist. Das heißt auch, dass die Leiter im Notfall nicht direkt zur Verfügung steht. Bei Seegang die Badeplattform herabzulassen, kann für eine Person im Wasser gefährlich werden. Daher ist in dieser speziellen Einbausituation dennoch eine gesonderte Rettungsleiter ratsam. Die Badeleiter kostet ab 2000 Euro.

Redakteur Test & Technik
Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.