BekleidungHenri-Lloyd bringt Base- und Midlayer aus Merinowolle

Der Halfzip aus der Airwool-Kollektion von Henri Lloyd ist aus Merinowolle gestrickt.
Foto: Henri Lloyd
Henri-Lloyd erweitert sein Bekleidungssortiment um zwei Merino-Linien. AirWool setzt auf eine gestrickte, innen angeraute Konstruktion des norwegischen Woll-Spezialisten Janus und richtet sich als dünne Wärmeschicht an Segler bei kühlen Bedingungen. Die Merino-160-Serie ergänzt das Programm um leichtere Oberteile für Hafen, Reise und Alltag.

Mit AirWool bringt Henri-Lloyd eine Unisex-Kollektion aus Merinowolle auf den Markt, die vor allem als wärmende Zwischenschicht unter dem Ölzeug gedacht ist. Kern des Konzepts ist die AirWool-Technologie des norwegischen Wollbekleidungsherstellers Janus. Sie kombiniert Merinowolle mit einer speziell gestrickten, dreidimensionalen Struktur: Auf der Innenseite bildet ein angerautes Gestrick kleine Luftpolster. Diese eingeschlossene Luft liefert die Isolierung, ohne dass die Schicht stark aufträgt.

Die offene Strickkonstruktion soll zugleich überschüssige Wärme und Feuchtigkeit nach außen leiten. Erst das Zusammenspiel aus Faser und Aufbau ist dabei entscheidend: Merino kann Temperatur und Feuchtigkeit auf natürliche Weise ausgleichen; die gestrickte, innen angeraute Struktur schafft den Luftraum, der die Wärme am Körper hält. Damit zielt AirWool auf die typische Situation zwischen Manöver und Ruhephase, wenn eine zusätzliche, aber nicht zu voluminöse Isolationsschicht gefragt ist.

Zum AirWool-Programm gehören ein Hoody, ein Halfzip und eine Weste. Nach Angaben des Herstellers gibt es die Modelle in Schwarz sowie Navy/Schwarz und in den Doppelgrößen XS/S und M/L. Unter einer Segeljacke für kühle und windige Tage soll die Serie Wärme ergänzen, ohne die Bewegungsfreiheit oder das Schichtenprinzip an Bord unnötig einzuschränken.

Merino 160: T-Shirts zwischen Baselayer und Freizeitbekleidung

Die zweite Neuheit heißt Merino 160. Henri-Lloyd verwendet dafür Merinowolle mit einem Flächengewicht von 160 Gramm pro Quadratmeter und bietet die Shirts mit kurzen oder langen Ärmeln für Damen und Herren an. Die Linie soll die Lücke zwischen eng anliegender Funktionswäsche und klassischer Freizeitbekleidung schließen: leicht genug für aktive Tage an Bord, aber bewusst so gestaltet, dass sie auch im Hafen oder auf der Anreise getragen werden kann.

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Merinowolle kann Feuchtigkeit aufnehmen, ohne sich sofort klamm anzufühlen, und nimmt Gerüche meist langsamer an als viele reine Kunstfasern. Das macht ein solches Shirt gerade auf mehrtägigen Törns interessant, wenn es nicht nach jedem Einsatz gewechselt werden soll. Ob Merino die bessere Wahl ist, hängt jedoch von Temperatur, Belastung und persönlichem Wärmeempfinden ab. In einem YACHT-Test von Thermounterwäsche spielte Merino vor allem bei kalten Bedingungen und langen Tragezeiten seine Stärken aus; für sehr schweißtreibende Einsätze bleiben leichte Synthetik-Baselayer eine Alternative.

Henri-Lloyd betont bei beiden Kollektionen die Temperaturregulierung, den Feuchtigkeitstransport und die geruchshemmenden Eigenschaften der Naturfaser. Die Produkte sind laut Herstellerinformation bereits online und im Handel erhältlich. Für Segler ist AirWool vor allem als zusätzliche Wärmeschicht unter technischer Außenbekleidung interessant; Merino 160 zielt stärker auf den Bereich zwischen Bordgarderobe und Freizeitkleidung.

Preise und Größen

Die AirWool-Modelle sind in den Farben Schwarz und Navy/Schwarz sowie in den Doppelgrößen XS/S und M/L erhältlich. Der Hoody kostet 160 britische Pfund, das Halfzip 150 Pfund und die Weste 125 Pfund. Das entspricht etwa 187, 175 beziehungsweise 146 Euro einschließlich Mehrwertsteuer.

Die Merino-160-T-Shirts gibt es für Damen und Herren mit kurzen Ärmeln oder langen Ärmeln. Henri-Lloyd nennt aktuell 65 Pfund für das kurzärmlige und 75 Pfund für das langärmlige Shirt. Das entspricht etwa 76 beziehungsweise 88 Euro einschließlich Mehrwertsteuer. Eine verbindliche Euro-Preisempfehlung für den deutschen Markt weist der Hersteller derzeit nicht aus.

Welche Erfahrungen haben Sie mit Merino als Base- oder Midlayer beim Segeln gemacht – und wo bevorzugen Sie weiterhin Synthetik?

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