Seenot
Motorsegler auf der Nordsee gesunken

Dramatische Rettungsaktion für einen Einhandskipper. Dessen Boot war neun Seemeilen nordöstlich von Wangerooge gekentert und sank

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 23.06.2021
Im Einsatz: Seenotrettungskreuzer und Rettungshubschrauber der Marine (Symbolbild) Im Einsatz: Seenotrettungskreuzer und Rettungshubschrauber der Marine (Symbolbild) Im Einsatz: Seenotrettungskreuzer und Rettungshubschrauber der Marine (Symbolbild)

Die Seenotretter/DGzRS Im Einsatz: Seenotrettungskreuzer und Rettungshubschrauber der Marine (Symbolbild)

Es war buchstäblich eine Rettung in letzter Minute: Ein 77-jähriger Einhandskipper konnte gestern Abend gegen 19 Uhr von einem ADAC-Hubschrauber mittels Seilwinde von seinem gekenterten und auf der Seite in der Nordsee treibenden Boot abgeborgen werden. Kurz darauf sank das Schiff, bei dem es sich nach Angaben der Seenotretter um einen rund neun Meter langen Motorsegler handelte, nordöstlich der Insel Wangerooge.

Vorausgegangen war eine großangelegte Suchaktion, an der mehrere Seenotrettungskreuzer, diverse Behördenschiffe sowie zwei Hubschrauber beteiligt waren. Auch die Berufs- und Freizeitschifffahrt in dem betreffenden Seegebiet nahe der Nordergründe war gebeten worden, sich an der Suche nach dem Havaristen zu beteiligen.

Dessen Position war zunächst unklar. Ein anderer Segler hatte um 18.15 Uhr die Seenotleitung Bremen über einen schwach aufgefangenen Mayday-Funkruf informiert. Der war dann auch von weiteren Schiffen bestätigt worden. Daraufhin wurde umgehend die Suchaktion eingeleitet.

Gegen 19 Uhr meldete der ADAC-Hubschrauber schließlich rund neun Seemeilen nordöstlich von Wangerooge Sichtkontakt mit dem Havaristen. Der Skipper hatte sich nach der Kenterung offenbar auf dem Boot halten und auch noch den Notruf absetzen können. Bis zu seiner Rettung sank sein Boot langsam immer weiter.

Der Hubschrauber nahm den Schiffbrüchigen mit der Seilwinde an Bord und flog den nur leicht bekleideten, unterkühlten Skipper ins Krankenhaus. Als der Seenotrettungskreuzer "Herrmann Marwede" wenig später am Unglücksort eintraf, war das havarierte Boot bereits gesunken. Die Seenotretter entdeckten noch einige wenige Wrackteile und informierten die Verkehrszentrale über die genaue Position.

Warum der Motorsegler kenterte, ist bislang nicht bekannt. Zum Einsatzzeitpunkt herrschten nördliche Winde mit einer Stärke zwischen 4 und 5 Beaufort. Die Wassertemperatur betrug etwa 14 Grad Celsius. Die Wasserschutzpolizei Wilhelmshaven hat die Ermittlungen zur Unglücksursache aufgenommen.


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