WerftporträtDehler – der Neustart in Greifswald

Jochen Rieker

 · 15.01.2013

Werftporträt: Dehler – der Neustart in GreifswaldFoto: YACHT/N. Krauss
Die neue Dehler 38 entstand komplett bei Hanseyachts und wird am großen Band gefertigt
Im September ging für die bekannteste Yachtmarke Deutschlands eine Ära zu Ende. Jetzt entstehen die Dehler-Modelle bei Hanse. Reportage
  From Hanse with Love: Gefrästes Logo im Kartentisch der Dehler 38Foto: YACHT/N. Krauss From Hanse with Love: Gefrästes Logo im Kartentisch der Dehler 38

Seit 1966 kamen Dehler-Yachten stets aus Freienohl, einem kleinen Ort im Sauerland, weit weg vom Meer. Der Stammsitz war einmal einer der erfolgreichsten und innovativsten Bootsbaubetriebe in Europa, geprägt vom Ideenreichtum Willi Dehlers, anerkannt für seine hohe Bauqualität. Auch wenn die Eigentümer häufig wechselten, drei Mal allein in den vergangenen zehn Jahren – am Standort der Werft wurde nie gerüttelt.

Vorigen Herbst aber war Schluss. Die Hanseyachts-Gruppe musste aus Rentabilitätsgründen die Fertigung in Freienohl schließen. Formen, Pläne, Teile – alles zog nach Greifswald um. Von der alten Belegschaft aber, rund 100 Mitarbeiter, ging nur ein Mann mit.

  Die neue Dehler 38 entstand komplett bei Hanseyachts und wird am großen Band gefertigtFoto: YACHT/N. Krauss Die neue Dehler 38 entstand komplett bei Hanseyachts und wird am großen Band gefertigt

Die YACHT beschreibt in einer großen Reportage, wie Hanse die Identität der Marke wahren und schärfen will, welche Rolle Entwicklungsingenieur Karl Dehler dabei spielt und wie die neue Dehler 38 entstand. Sie feiert auf der boot Düsseldorf Weltpremiere. Wir haben die Entstehung des Erstlings am Band in Greifswald begleitet.

YACHT 3/13 ist von Mittwoch, 16. Januar, an am Kiosk. Darin: alle Neuheiten im Überblick und der kompakte Messe-Guide mit Hallenplänen.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?
Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

Meistgelesen in der Rubrik Yachten