Branchen-NewsElvström will in Deutschland durchstarten

Jochen Rieker

 · 30.09.2010

Branchen-News: Elvström will in Deutschland durchstartenFoto: YACHT-Archiv

Frank Simoneit soll für die dänische Segelmacherei, eine der größten weltweit, das Geschäft ankurbeln

Wie Elvström-Chef Jesper Bank am Freitag mitteilte, wird es in Kürze eine eigene Niederlassung geben: die Elvström Sails Deutschland GmbH. Ziel ist, das derzeit weitmaschige Netz der Servicebetriebe auszubauen.

"Mit der Entscheidung wird unsere Präsenz in Deutschland weitaus besser werden", sagt Frank Simoneit, der mit Simoneit Sail & Service bereits seit langem den größten Elvström-Sailpoint betreibt. Er habe "15 Jahre auf diesen Moment hingearbeitet", so der 50-jährige designierte Geschäftsführer der zum 1. Januar 2011 neu zu gründenden Firma.

Nach Informationen von YACHT online ist die Gründung einer deutschen Niederlassung bereits vom Elvström-Verwaltungsrat beschlossen. Das Unternehmen im dänischen Apenrade sieht großes Potenzial im deutschen Markt. Nicht nur das Geschäft mit Bootseignern soll ausgebaut werden; auch die Betreuung und Belieferung von kleineren Sportbootwerften werde künftig von der Deutschland GmbH übernommen und intensiviert.

Zurzeit hat die Segelmacherei drei Vertretungen hierzulande: neben Simoneit im schleswig-holsteinischen Neustadt nur noch Haubold/Berlin und die Segelmanufactur/Friedrichshafen. Dazwischen bleiben viele Reviere auf der Karte weiß wie frisch gewebtes Dacron-Tuch.

"Wir waren mal neun, zehn Betriebe im Zeichen der roten Krone", so Frank Simoneit. "Jetzt geht es darum, weitere gute Partner zu finden." Um sein Ziel zu erreichen, gibt der ehrgeizige Unternehmer die Führung seines eigenen Lofts an seine Frau Katrin ab, die bisher gemeinsam mit ihm die Geschäfte geleitet hat. An der Elvström Sails Deutschland wird er die Mehrheit halten.

Die jüngste Entscheidung ist Teil von Jesper Banks Strategie, Europas größte Segelmacherei neu aufzustellen. Der ehemalige Skipper des deutschen America's-Cup-Syndikats und zweifache Olympiamedaillengewinner hatte das Unternehmen vor zwei Jahren von einem Investor übernommen und es gemeinsam mit dem Alteigentümer Claus Olsen wieder auf Kurs gebracht.

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