Giga-KatFountaine Pajot zeigt neues Flaggschiff

Uske Berndt

 · 04.09.2026

Der FPY120S von hinten, alle drei Decks sind gut zu erkennen. Die äußeren Teakplattformen auf dem Wasser können hochgeklappt werden.
Foto: Fountaine Pajot
Fountaine Pajot stellt den FPY 120S vor, einen 35,5 Meter langen Segelkat mit 657 Quadratmeter Am-Wind-Segelfläche. Gegenüber dem im letzten Jahr angekündigten FPY 110S sind die Maße leicht gewachsen, zudem ist die Motorisierung anders definiert. Und eine Version ohne Mast gehört ausdrücklich zum Programm.

Die wichtigste Einordnung zuerst: Die Werft bezeichnet den FPY 120S bislang nicht ausdrücklich als Nachfolger des überarbeiteten FPY 110 S. Die neue Ankündigung zeigt aber, dass sich Kat-Konzept und technische Angaben innerhalb eines Jahres sichtbar verschoben haben. Aus dem 35-Meter-Entwurf mit der Bezeichnung 110S wird ein 35,5-Meter-Modell, das Fountaine Pajot als Y120S führt.

Größer und breiter als der Vorgänger

MerkmalFPY 110S, Ankündigung 2025FPY 120S, Vorstellung 2026
Länge35,0 m35,5 m Rumpflänge
Breite14,50 m14,81 m
Tiefgang2,81 m2,80 m
Segelfläche am Wind657 m²657 m²
Antrieb2 x 1.400 kW2 x 671kW, optional 2 x 969kW

Die auffälligste Differenz steckt in den Antriebsangaben. Für die 110S standen zwei Motoren mit je 1.400 Kilowatt Leistung in den Daten. Für die neue Segelversion nennt Fountaine Pajot dagegen zwei mal 671 Kilowatt als Standard und zwei mal 969 Kilowatt als Option.

Wohnen auf drei Decks

Beim Layout wird der FPY 120S konkreter. Die offizielle Modellseite nennt 613 Quadratmeter Wohnraum für bis zu zwölf Gäste und acht Crewmitglieder. Vorgesehen ist ein über drei Ebenen durchgehender Panoramablick nach vorn, ein geschlossener Flybridge-Bereich, ein Salon mit nach oben öffnenden Schmetterlingsfenstern, sowie ein Beachclub am Wasser. Die über die gesamte Breite reichende Eignersuite soll 77 Quadratmeter groß sein.

Damit bleibt der Zweirumpfer klar in der von der Thira 80 eröffneten FP Yacht-Linie, setzt deren Maßstab aber um mehr als elf Meter nach oben. Anders als beim 2025er-Projekt steht die Motoralternative nun nicht nur als Möglichkeit im Raum, sondern ist ein eigenes Konzept. Fountaine Pajot listet den FPY 120 parallel zur Segelyacht als eigenes 36-Meter-Modell.

Offen bleiben zentrale Punkte: Verdrängung, Reichweite, Fahrleistungen, Preis und Bauzeit nennt die Werft aktuell noch nicht. Für den FPY 110S war der Stapellauf seinerzeit für Anfang 2028 avisiert. Ob dieser Termin auch für den nun präsentierten FPY 120S gilt, ist noch unklar.

Buchtipp

Katamaran segeln erklärt, wie sich Zweirumpfboote von Einrumpfyachten unterscheiden. Von Konstruktionen und Aufbau bis zu Manövern, Segeltrimm und High-Performance-Technik. Die beschriebenen Boote liegen zwar weit unterhalb der Dimensionen eines FPY 120S. Dennoch ordnet der Titel ein, welche seglerischen Eigenschaften, Lastverteilungen und Manöverprinzipien hinter dem Grundkonzept Katamaran stehen.

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Uske Berndt

Uske Berndt

Redakteurin News & Panorama

Uske hat eine Schwäche für die ganz Großen und schreibt vor allem Geschichten über motorisierte Superyachten: Neubauprojekte, Wasserungen und detaillierte Porträts. Dabei nimmt sie die Leser über alle drei bis sechs der schwimmenden Etagen mit, erklärt die Antriebstechnik und die Finessen des Interieur-Designs. Je exklusiver und spezieller, desto besser.

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