ICE 80 SportMaxi-Modell auf Diät

Martin Hager

 · 24.04.2026

Felci Yacht Design Felci verordnete den leichten 24 Metern härtere Rumpfkanten als bei der ICE 80 Blue Water Sport, einen fülligen Steven mit Knick, einen langen Bugsprit und ein eingeschnürtes Heck ohne harte Chines.
| Renderings: ICE Yachts
ICE Yachts setzte sein Flaggschiff-Modell auf Diät und präsentiert die ICE 80 Sport. Bei der 24 Meter langen Vollcarbon-Slup ist der Name Programm. Die Werft aus Salvirola entwickelte das Modell in Zusammenarbeit mit Felci Yacht Design als sportlichstes und schnellstes Boot der Marke. Die Yacht soll Regatta-Performance mit Langfahrt-Komfort kombinieren.

Themen in diesem Artikel

Mit der ICE 80 Sport stellt die italienische Werft eine neue Maxi-Yacht vor, die Regattaambitionen mit Cruising-Qualitäten verbindet. Die 24 Meter lange Yacht entstand in Kooperation mit Felci Yacht Design und markiert einen weiteren Entwicklungsschritt für die Bootsbauer. Das Projekt zielt auf Eigner ab, die internationalen Regattasport betreiben wollen, ohne auf Langfahrt-Tauglichkeit zu verzichten. Die Konstruktion setzt auf Vollcarbon für Rumpf und Deck, kombiniert mit einem Kohlefaser-Rigg. Mit einer Verdrängung von nur 31.8 Tonnen ist das neue Modell ganze 5,8 Tonnen leichter als die vor zwei Jahren vorgestelle ICE 80 Blue Water Sport, auch Mitbewerber in dem Segment wie die Swan 80 (42,6 Tonnen) und die Y8 aus Greifswald (38,8 Tonnen) bringen deutlich mehr auf die Waage.

Vollcarbon-Konstruktion für minimales Gewicht

Rumpf und Deck entstehen als Sandwich im Vakuuminfusionsverfahren mit geschlossenzelligem PVC-Kern. Die Optimierung der hydrodynamischen Anhänge und der Gewichtsverteilung hält das Gesamtgewicht bei 31.8 Tonnen. Die Carbonkonstruktion erstreckt sich über alle tragenden Elemente. Mast und Baum bestehen ebenfalls aus Carbon, so auch Bugspriet und stehendes Gut. Die Materialwahl zielt auf maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht ab.

Segelplan für Regattaeinsätze und zwei Thruster

Der Segelplan soll den Renncharakter der Yacht widerspiegeln, konkrete Details zu den möglichen Segelflächen und Konfigurationen sind bis dato allerdings noch unter Verschluss. Die Konstruktion und das Deckslayout wurden für schnelle Segelwechsel und effiziente Trimmarbeit ausgelegt. Anders als bei der ICE 80 Blue Water Sport ist das Arbeitscockpit der reinen Sport-Variante nach hinten offen und das Gästecockpit schließt sich nahtlos an den Cockpitbereich an. Vier Deckswinschen nehmen die Schoten und Fallen auf.

Ein Cummins B4.5L mit 250 PS liefert Vortrieb und Zuverlässigkeit. Der Mase VS10.5 Generator sichert die Energieversorgung an Bord. Bei Hafenmanövern unterstützt ein Sleipner ERV300-Bugstrahlruder und auf Wunsch ein ERV210-Heckstrahlruder. Die Stromversorgung übernimmt ein Victron LFP 51.2/100 Batteriepaket. Alle Systeme interagieren laut Hersteller integriert und garantieren leisen Betrieb, einfache Bedienung und Komfort auch auf langen Passagen. Das Energiemanagement optimiert Autonomie und Verbrauch.

Wie gefällt Ihnen dieser Artikel?

Individuelle Anpassung

Jede ICE 80 Sport entsteht als Custombau nach Eignerwunsch. Die Werft bietet eine vollständige Individualisierung des Layouts und Interieurgestaltung. Eigner können die Yacht an ihr bevorzugtes Einsatzprofil anpassen, von reinem Regattabetrieb bis zu komfortorientierten Langfahrten.

Technische Spezifikationen:

  • Länge über alles: 24,00 Meter plus Bugspriet (2,10 Meter)
  • Maximale Breite: 6,52 Meter
  • Tiefgang: 3,10 Meter / 4,80 Meter (Hubkiel)
  • Verdrängung: 31.8 t
  • Motor: Cummins B4.5L 250 PS
  • Generator: Mase VS10.5
  • Bugstrahlruder: Sleipner ERV300
  • Heckstrahlruder: Sleipner ERV210
  • Batterien: Victron LFP 51.2/100
  • Rumpf und Deck: Carbon
  • Mast und Baum: Carbon
  • Design und Konstruktion: Felci Yacht Design
Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

Meistgelesen in der Rubrik Yachten