Cyclades CupAntiparos im Superyacht-Regattafieber

Martin Hager

 · 16.06.2026

Cyclades Cup 2026
Foto: Quinn Bisset/Studio Illume, Cyclades Cup
Die Superyacht-Regatta Cyclades Cup fand letztes Wochenende zum dritten Mal auf der griechischen Insel Antiparos statt. 21 Segelyachten – von modernen Carbon-Racern bis hin zu klassischen Schonern – segelten drei Tage lang in den Gewässern zwischen Antiparos, Paros und den umliegenden Kykladen-Inseln um den Gesamtsieg.

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Vier Wallys an der Starlinie

Zu den bekanntesten Yachten der Flotte zählten „Perseus“, „Mari-Cha III“, „Windrose of Amsterdam“, „Galma“ und „Almyra II“. Ein besonderes Highlight war die Präsenz von gleich vier Wallys – „Galma“, „Barong D“, „Vantanera“ und „Wally B“ – eines der stärksten Aufgebote der italienischen Marke bei einer Mittelmeer-Regatta in dieser Saison. Die größte Yacht der Flotte war die 49,8-Meter-Ketsch „Perseus“ von Perini Navi.

Wenig Wind beim Cyclades Cup

Der erste Renntag verlief nicht wie geplant: Obwohl die Regattaleitung einen westnordwestlichen Wind von 8 bis 12 Knoten prognostiziert hatte und die Flotte auf zwei Kursen aufgeteilt wurde, ließ der Wind im Laufe des Rennens deutlich nach. Daraufhin fiel die Entscheidung, das Rennen abzubrechen, da ein großes Windloch die hintere Flotte lahmlegte und eine faire Wertung nicht möglich gewesen wäre.

Kurze Kurse, intensive Duelle

Am zweiten Renntag startete die Flotte nach einer morgendlichen Verzögerung kurz nach 13 Uhr mit einem verkürzten Kurs. Trotz Leichtwind-Bedingungen lieferte das Rennen intensive taktische Duelle, da kurze Schenkel viele Manöver und Wendemanöver erforderten. „Perseus“ setzte sich in der Apollo-Klasse durch, „Nostromo“ gewann in Cyclades,“ Barong D“ holte den Sieg in Meltemi, „Windrose of Amsterdam“ triumphierte in Nireas und „Aiolos“ gewann in Skyphian.

Endlich Meltemi!

Der abschließende dritte Renntag brachte endlich klassische Ägäis-Bedingungen: Bei 15 bis 25 Knoten nördlichem Wind wurden deutlich längere Kurse von 23 bzw. 27 Seemeilen gesegelt. „Almyra II“ sicherte sich den Tagessieg in Apollo vor „Perseus“ und „Fivea“, während „Nommo“ in Cyclades die Oberhand über „Nostromo“ behielt. Das engste Rennen des Tages lieferte die Meltemi-Klasse: „Barong D“ bezwang „Mari-Cha III“ um lediglich 1 Minute und 28 Sekunden auf korrigierter Zeit, gefolgt von „Galma“ mit weniger als zwei Minuten Rückstand. In Nireas gewann „La Belle“ vor „Windrose of Amsterdam“, und in Skyphian setzte sich „Aiolos“ vor „Sentinel“ und „Cool Turabi“ durch – nur drei Minuten trennten die ersten vier Yachten.

“Barong D” sichert sich die “Head of the Fleet”-Trophäe

Beim abschließenden Festakt wurde die 33,51-Meter lange „Barong D“ als Siegerin der gesamten Regatta ausgezeichnet. Die Wally hatte in beiden gewerteten Rennen der Meltemi-Klasse gesiegt und sich damit durch Beständigkeit den höchsten Titel der Regatta gesichert. Neben dem sportlichen Programm bot die Veranstaltung ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Beach-Barbecues, kulturellen Touren und exklusiven Dinnerabenden – und bestätigte damit seinen Ruf als eine der gesellschaftlichen und sportlichen Höhepunkte der Superyacht-Regatta-Saison im Mittelmeer.

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Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

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