A100Futuristischer 100-Meter-Zweimaster

Martin Hager

 · 02.04.2026

Das 100-Meter-Konzept A100 ist 100 Meter lang und überrascht mit einem fast vollständig geschlossenen Hauptdeck mit sehr schmalen Seitendecks aufs Vorschiff.
Renderings:  Van Geest Design / Rob Doyle Design
Van Geest Design und Rob Doyle Design präsentieren mit ihrer A100 einen 100 Meter langen Dyna-Rigg-Zweimaster, der mit viel Innenraumvolumen punktet. Im Zentrum des innovativen Entwurfs steht eine Neugestaltung des Deckslayouts, bei der die Seitendecks deutlich reduziert wurden. Nun geht es auf die Suche nach einem potentiellen Kunden.

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Van Geest Design und Rob Doyle Design zeigen mit ihrer A100 ein Yachtkonzept , das traditionelle Grenzen im Segelyacht-Design neu definieren soll. Der 100-Meter-Entwurf verfolgt laut den niederländischen und britischen Designern einen Ansatz, der Innenraumvolumen maximiert, ohne die Segelperformance zu beeinträchtigen. Das maximierte Volumen wird durch eine Hauptdeck-Anordnung möglich, die von der vollen Breite des Schiffes profitiert. Die Designer geben an, das Konzept stelle einen neuen Maßstab dar, indem es Innenräume biete, die mit denen ähnlich großer Motoryachten vergleichbar seien.

Raumkonzept und Hauptdeck der A100

Die Hauptdeck-Anordnung über die volle Breite schafft großzügige Innenbereiche. Die Eignersuite nimmt den gesamten Bereich ein und bietet deutlich mehr Platz als bei konventionellen Segelyachten dieser Größe, von denen es aktuell nur eine Handvoll gibt. Mit ihren 100 Meter Länge würde A100 aktuell auf Platz 4 der größten Segelyachten der Welt landen. Ein lichtdurchfluteter Salon mit formellem Speisebereich bildet die zentrale Wohneinheit. Zusätzlich ist ein eigener Bereich für eine Bibliothek oder Kino vorgesehen. Die durchgehende Verglasung der Aufbauten sorgt für natürliches Licht und Panoramablicke auf das Meer. Das Design betont die Verbindung zwischen Innen- und Außenbereichen. Die klaren und von großen gebogenen Glaspaneelen dominierten Linien prägen die äußere Erscheinung und schaffen eine aerodynamische Optik.

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Unterdeck und Gästebereich

Das Unterdeck ist den Gästen gewidmet und bietet Räume für Freizeit und Erholung. Ein Tauchraum und großzügiger Stauraum für Wasserspielzeug wie E-Foils und Jetskis sind integriert. Das Interieurdesign setzt auf zeitgenössisches Styling mit Offenheit, reichlich natürlichem Licht und einer starken Verbindung zum Meer. Die Gestaltung folgt dem Konzept einer komfortablen und funktionalen Innenausstattung. Die Designteams legen Wert darauf, dass die Räume fließend ineinander übergehen und gleichzeitig klar definierte Bereiche für verschiedene Aktivitäten bieten. Die Anordnung ermöglicht es, dass Gäste sowohl gemeinschaftliche als auch private Rückzugsorte finden.

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Oberdeck und Außenbereiche

Das Oberdeck beherbergt Steuer- und Navigationsbereichen sowie flexible Lounge- und Wellnesszonen. Am Heck befindet sich ein Beach Club über die volle Breite, der direkten Zugang zum Wasser und großzügige Sitzbereiche zum Entspannen bietet. Im Bug der A100 finden Beiboote und Toys Platz, die in das Deckslayout integriert sind. Die Anordnung der verschiedenen Wohnzonen ermöglicht es, unterschiedliche Aktivitäten gleichzeitig durchzuführen, ohne dass sich die Bereiche gegenseitig beeinflussen.

Segelsystem und Energiekonzept

Die Segelperformance der A100 wird durch zwei freistehende DynaRig-Masten unterstützt, wie sie auch auf der 106-Meter-”Black Pearl” und 88-Meter-”Maltese Falcon” zu finden sind. Die Segel lassen sich bei diesem System per Knopfdruck aus den geschwungenen Rahen fahren und sorgen für effiziente Segelperformance. Die freistehenden rotierenden Masten sind darauf ausgelegt, die Handhabung zu vereinfachen. Die Kombination aus Segelsystem und Energiekonzept zielt darauf ab, eine umweltfreundlichere Alternative im Superyacht-Segment zu bieten.

Designphilosophie und Zusammenarbeit

Van Geest Design und Rob Doyle Design verfolgen mit der A100 das Ziel, eine neue Perspektive auf Segelyacht-Design zu präsentieren. Das optisch aus der Masse hervorstechende Konzept balanciert laut den Studios technische Innovation mit einer verfeinerten Bordumgebung aus, wobei der Fokus auf Volumen, Effizienz und Lifestyle liegt. Die Zusammenarbeit der beiden Studios baut auf früheren gemeinsamen Projekten auf.

Martin Hager

Martin Hager

Chefredakteur YACHT und BOOTE Exclusiv

Martin Hager ist Chefredakteur der Magazine YACHT und BOOTE EXCLUSIV. Er segelt seit seiner Kindheit, Surfen, Kitesurfen und Wingfoilen ergänzen seit vielen Jahren seinen sportlichen Horizont. Die Liebe zum Wassersport führte ihn zum Schiffbaustudium und von dort im Jahr 2004 in die Hamburger Redaktion des Delius Klasing Verlages. Seine Leidenschaft für den Bootsbau, die Yachtbranche und die spannenden Charaktere, die das Yachting prägen, gibt er mit Freude weiter – sei es in seinen Artikeln, als auch im Gespräch mit Lesern und der Branche.

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