YACHT-TestClubSwan50: Nautors neuer Schwan

Jochen Rieker

 · 21.07.2016

YACHT-Test: ClubSwan50: Nautors neuer SchwanFoto: YACHT/Eva-Stina Kjellman
Schräg macht schnell. Bei 3 Beaufort segelt die ClubSwan 50 schon auf ihrem Chine
Wie die derzeit kleinste und heißeste Yacht von Nautor segelt und wie sie gebaut ist – Einblicke vom Exklusivtest in Finnland

Als erstes Magazin weltweit hatte die YACHT Anfang Juli Gelegenheit, Nautors Neue zu testen. Drei Tage standen uns das spektakuläre Boot und die Werft offen. Und auch wenn es im Bottnischen Meerbusen nur mit 8 bis 12 Knoten wehte, stellte die für eine Serienyacht radikale Konstruktion von Juan Kouyoumdjian ihr Potenzial eindrucksvoll unter Beweis.

Schon eine schwache Brise reicht aus, um die ClubSwan 50 unter Groß und kaum überlappender Genua 2 ins Gleiten zu bringen. Unter Masttopp-Gennaker segelt sie beständig im zweistelligen Bereich und produziert den dafür nötigen Druck, der atmosphärisch fehlte, einfach selbst.

Mindestens ebenso beeindruckend ist ihr Am-Wind-Speed: An der Kreuz wandelt sie 10 Knoten Wind mühelos in 8,2 bis 8,5 Knoten Fahrt um – bei Wendewinkeln um die 80 Grad, was für die Bedingungen und den achtern sehr breiten Rumpf erstklassig ist. Umso mehr, als dies die allerersten Ausfahrten waren.

Die Basis für die enorme Power ist eine Vollcarbon-Konstruktion, bei der von der Maststütze bis zu den Kojenauflagen alles aus sehr leichtem Kohlefaser-Sandwich besteht – was wiederum Spielraum ergab für einen tatsächlich warmen, wohnlichen und hochwertigen, mit aufwändigen Lederapplikationen der italienischen Interior-Designer von Poltrona Frau veredelten Innenausbau.

Alles über die neue ClubSwan 50 und Nautor's Zukunftspläne in der großen Titelgeschichte von YACHT 18 (ab 17. August am Kiosk und als Digitalausgabe erhältlich) – und erste Einblicke in der exklusiven Bildergalerie hier auf YACHT online.

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Kaum Wind, aber selbst an der Kreuz mächtig Fahrt – die Club Swan 50 ist eine Spaßmaschine
Foto: YACHT/Eva-Stina Kjellman
Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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