Regattayachten

Testbericht: Kann die neue RS 21 den Sportboot-Bestseller J/70 ablösen?

Jochen Rieker

 · 29.03.2019

Testbericht: Kann die neue RS 21 den Sportboot-Bestseller J/70 ablösen?Foto: EYOTY/R. Tomlinson

Sie ist modern, innovativ und sieht mit ihren Decks-Chines im Vorschiff äußerst sportlich aus. Dabei segelt die Neue nicht so extrem. Der Test im PDF-Download

  Riss der RS 21Foto: YACHT/N. Campe
Riss der RS 21

Mit der Etablierung von Einheitsklassen kennen sich die Briten von RS Sailing aus. Selbst gegen den seit Jahrzehnten fest etablierten Laser gelang ihnen mit dem RS Aero ein großer Erfolg. Wenn auch die Nominierung als olympische Klasse noch aussteht, so verkauft er sich dennoch vielhundertfach.

So einen Coup erhofft sich die Marke, die auf eigene Entwickler, aber externe Fertigung setzt, jetzt auch von der RS 21, einem Sportboot mit aufholbarem T-Kiel, das dem Blockbuster J/70 Konkurrenz im Liga-Segeln und bei Club-Regatten machen soll.

... und in einen Standard-Container verladen. Das senkt die Kosten bei Auslieferung oder Transporten weltweitFoto: RS Sailing
... und in einen Standard-Container verladen. Das senkt die Kosten bei Auslieferung oder Transporten weltweit
Schick: Die Linien der RS 21 wirken äußerst dynamischFoto: EYOTY/R. Tomlinson
Schick: Die Linien der RS 21 wirken äußerst dynamisch
Sportplatz: Die Plicht bietet reichlich Strippen und beschäftigt bis zu vier CrewmitgliederFoto: EYOTY/R. Tomlinson
Sportplatz: Die Plicht bietet reichlich Strippen und beschäftigt bis zu vier Crewmitglieder
Standfest: Für Rudergänger und Crew bietet das Boot genug AbstützmöglichkeitenFoto: EYOTY/R. Tomlinson
Standfest: Für Rudergänger und Crew bietet das Boot genug Abstützmöglichkeiten
Sortiert: Fallen und Strecker sind gut organisiert. Das Podest mittschiffs dient als Trimmzentrale und hebt den SchachtmotorFoto: EYOTY/R. Tomlinson
Sortiert: Fallen und Strecker sind gut organisiert. Das Podest mittschiffs dient als Trimmzentrale und hebt den Schachtmotor
Querschnitt: Hier ein virtueller Blick unter Deck, der die Funktion des Schachtmotors verdeutlichtFoto: RS Sailing
Querschnitt: Hier ein virtueller Blick unter Deck, der die Funktion des Schachtmotors verdeutlicht
Klappe zu: Unterm Torqeedo-Propeller schließt im Segelbetrieb eine Blende den Rumpfschacht, sodass kaum Verwirbelungen auftretenFoto: YACHT/B. Scheurer
Klappe zu: Unterm Torqeedo-Propeller schließt im Segelbetrieb eine Blende den Rumpfschacht, sodass kaum Verwirbelungen auftreten
Doppelpack: Noch so ein cleverer Zug von RS Sailing – die RS 21 lässt sich stapeln, was Transporte vereinfachtFoto: RS Sailing
Doppelpack: Noch so ein cleverer Zug von RS Sailing – die RS 21 lässt sich stapeln, was Transporte vereinfacht
Dreier: Für die Fernverschickung lassen sich auf einem Gestell auch drei RS 21 übereinander packen...Foto: RS Sailing
Dreier: Für die Fernverschickung lassen sich auf einem Gestell auch drei RS 21 übereinander packen...
... und in einen Standard-Container verladen. Das senkt die Kosten bei Auslieferung oder Transporten weltweitFoto: RS Sailing
... und in einen Standard-Container verladen. Das senkt die Kosten bei Auslieferung oder Transporten weltweit
Schick: Die Linien der RS 21 wirken äußerst dynamischFoto: EYOTY/R. Tomlinson
Schick: Die Linien der RS 21 wirken äußerst dynamisch
Schick: Die Linien der RS 21 wirken äußerst dynamisch
Sportplatz: Die Plicht bietet reichlich Strippen und beschäftigt bis zu vier Crewmitglieder
Standfest: Für Rudergänger und Crew bietet das Boot genug Abstützmöglichkeiten
Sortiert: Fallen und Strecker sind gut organisiert. Das Podest mittschiffs dient als Trimmzentrale und hebt den Schachtmotor
Querschnitt: Hier ein virtueller Blick unter Deck, der die Funktion des Schachtmotors verdeutlicht
Klappe zu: Unterm Torqeedo-Propeller schließt im Segelbetrieb eine Blende den Rumpfschacht, sodass kaum Verwirbelungen auftreten
Doppelpack: Noch so ein cleverer Zug von RS Sailing – die RS 21 lässt sich stapeln, was Transporte vereinfacht
Dreier: Für die Fernverschickung lassen sich auf einem Gestell auch drei RS 21 übereinander packen...
... und in einen Standard-Container verladen. Das senkt die Kosten bei Auslieferung oder Transporten weltweit

Die Voraussetzungen dafür sind, technisch zumindest, gut. Anders als die deutlich konservativere Rivalin wirkt die RS 21 optisch wie konzeptionell frischer und frecher. Sie ist kleiner, leichter, ähnelt mit ihrem nicht eingedeckten Vorschiff mehr einer Jolle als einer Yacht. Dennoch bietet sie Stauraum für Segel, Klamotten und Verpflegung.

Richtig innovativ zeigt sie sich beim ökologischen Fußabdruck. Der Schaumkern des im Vakuum-Infusionsverfahren gebauten Rumpfes besteht zu weiten Teilen aus recycelten PET-Flaschen. Das Vinylesterharz ist aus Biomasse gewonnen. Und der elektrische Hilfsantrieb, der in einem Schacht steckt und komplett aufholbar ist, stammt von Torqeedo. Die RS 21 ist damit selbst auf sensiblen Binnenrevieren problemlos einsetzbar.

Segeln kann sie auch ganz prima. Am Carbonmast von Seldén stehen am Wind fast 25 Quadratmeter Segelfläche zur Verfügung, was einer Segeltragezahl von 5,7 entspricht. Raumschots macht ihr ein 40 Quadratmeter großer Gennaker Beine. Beim YACHT-Test in Westschweden zeigte sich die RS 21 damit flink, wenn auch nicht explosiv, zugleich blieb sie stets gut kontrollierbar. Das passt zur Gesamtausrichtung, die moderater ist als die markante Erscheinung des Sportboots.

Reicht das, um die J/70 vom Thron zu stoßen? Bisher noch nicht. Den fast 1500 Booten der US-Marke stehen erst fünf Dutzend verkaufte RS 21 gegenüber. Was die schlanke Britin kann, was sie sonst noch besonders macht?

Im fünfseitigen Test der YACHT 6/2019, direkt hier online bestellbar, oder Sie laden sich den Test direkt über den Link unten herunter.

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