PERFORMANCE CRUISERErste Bilder der neuen Pogo 30

Jochen Rieker

 · 12.01.2012

PERFORMANCE CRUISER: Erste Bilder der neuen Pogo 30Foto: Pogo Structures
Pogo 30
Breit, leicht, schnell – die mit Transat- und Class-40-Racern bekanntgewordene Werft Pogo Structures baut ein neues, heißes Einsteigerboot
  Pogo 30: gerader Steven, markante Kimmkante, bis in den Bugbereich hinein, viel Auftrieb im VorschiffFoto: Pogo Structures Pogo 30: gerader Steven, markante Kimmkante, bis in den Bugbereich hinein, viel Auftrieb im Vorschiff

Sie soll im Dezember ihr Debüt beim Salon Nautique in Paris geben. Aber schon jetzt elektrisiert die Konstruktion, mit der Pogo das Cruising-Programm nach unten abrunden will. Als Ersatz für die 8.50 konzipiert, folgt die Pogo 30 im Design den größeren Schwestern 10.50, 12.50 und Pogo 50.

Das heißt: viel Lebensraum unter Deck, minimalistischer Ausbau, aber volle Fahrtentauglichkeit – und wegen der sehr hohen Segeltragezahl ein fantastisches Leistungspotenzial. Dabei erfüllt der 30-Fußer sogar die CE-Kategorie A (Hochsee) – ein Prädikat, das nicht viele Boote gleicher Länge vorweisen können.

  Decksansicht Pogo 30Foto: Pogo Structures Decksansicht Pogo 30

Um einen niedrigen Einstiegspreis realisieren zu können, wird es die kleine Pogo wohl auch mit Festkiel geben. Eine Option, die schon bei der 10.50 und der 12.50 für Einsparpotenzial sorgt. Eigentlich aber ist sie auf den Schwenkkiel hin konzipiert, der Gewicht spart und den Schwerpunkt nach unten bringt. Er klappt bei Kollisionen mit Treibgut oder beim Auflaufen automatisch nach hinten weg. Hydraulisch hochgeholt, verringert er den Tiefgang auf nur ca. einen Meter. Gut beim Ankern in flachen Buchten oder auf Binnenrevieren.

Die Länge gibt Pogo Structures mit 9,14 Metern an, die Breite mit 3,70 Metern. Weitere Daten sollen in den kommenden Wochen folgen. Beim Preis wird man sich auf mindestens 80.000 Euro einstellen müssen – ohne Ausbau und Segel. Aber auch hierzu gibt es noch keine Informationen. Wettbewerber? Eigentlich keine. Am nächsten kommt der Pogo 30 vom Konzept her die ungleich schmalere und einen Meter kürzere Seascape 27.

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  Doppelruder hat sie immer, aber statt Schwenk- gibt's auch den günstigeren FestkielFoto: Pogo Structures Doppelruder hat sie immer, aber statt Schwenk- gibt's auch den günstigeren Festkiel
Jochen Rieker

Jochen Rieker

Herausgeber YACHT

Aufgewachsen in Süddeutschland, hat Jochen Rieker das Segeln auf Bodensee, Ammersee und Starnberger See gelernt. Zunächst war er auf Pirat, H-Jolle und Tempest unterwegs, später auf Hobie Cat, A Cat und Dart 16. Aber wie das so ist: Je weiter entfernt das Meer, desto größer die Leidenschaft danach. Inspiriert durch die Bücher von Bobby Schenk und Wilfried Erdmann, folgte in den 90ern der erste Dickschifftörn im Ionischen Meer auf einer Carter 30, damals noch ohne Segelschein. Danach war’s um ihn geschehen. Als YACHT-Kaleu und Jury-Vorsitzender des European Yacht of the Year Award hat Rieker in den vergangenen mehr als 25 Jahren gut 500 Boote getestet. Sein eigenes, ein 36-Fuß-Racer/Cruiser, lag zuletzt in der Adria. Diesen Sommer verholt er es an die Schlei, wo er inzwischen lebt.

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