SKA 650Neuer Mini 6.50 von Archambault

Michael Good

 · 16.09.2014

SKA 650: Neuer Mini 6.50 von ArchambaultFoto: Archambault Yachts

Archambault Yachts will mit dem Serien-Mini SKA 650 von Sam Manuard gegen die Pogo 3 antreten. Für Spannung in der Szene ist gesorgt

  Archambault SKA 650Foto: Archambault Yachts
Archambault SKA 650

Die französische Werft unter der Leitung ihres neuen Präsidenten Thomas Duhen will die ersten Minis bereits im Dezember 2014 ausliefern. Die Pläne stammen von Sam Manuard, selbst ein erfolgreicher Mini-Segler und als Konstrukteur für seine schnellen Entwürfe insbesondere für die Class 40 bekannt. Auch hat der Franzose schon zahlreiche Minis für die Proto-Wertung gezeichnet, jenen extremen Gefährten, die bis auf Länge und Breite kaum Vermessungsvorschriften unterworfen sind und dementsprechend mit Kohlefasermasten und Neigekielen ausgestattet werden dürfen.

Der SKA 650 von Archambault ist als Serien-Boot ein sogenannter "Production Class Mini". In dieser Klasse sind die Vorschriften enger gefasst. Die Boote müssen mit einem Festkiel ausgestattet sein, die Masthöhe ist eingeschränkt, zudem ist Kohlefaser als Baumaterial tabu. Und es gibt Vorschriften bezüglich des Volumens in der Kabine. Die technischen Daten der SKA 650 hat die Werft noch nicht vorgelegt. Nach Klassenvorschrift muss das Boot aber 6,50 Meter lang und maximal 3,00 Meter breit sein. Der Tiefgang liegt (ebenfalls definiert) bei 1,60 Meter. Das Gewicht beträgt etwa 950 Kilogramm segelfertig.

  Archambault SKA 650Foto: Archambault Yachts
Archambault SKA 650

Die Rennserie mit den Hochsee-Zwergen der Klasse Mini 6.50 erfreut sich nicht nur in Frankreich zunehmender Beliebtheit – auch in Deutschland sind die kleinen Renner immer häufiger zu sehen. Einen Schwerpunkt hat die hiesige Mini-Szene etwa in der Kieler Bucht. Archambault-Händler Dines Pontoppidan von Diamond Yachts in Laboe hofft, die deutsche Flotte mit dem neuen SKA 650 verstärken zu können. Zur Markteinführung nennt er einen Preis von 49.100 Euro (ohne Segel, inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer). Damit ist das Boot von Archambault etwas günstiger als die Pogo 3 von Pogo Structures, die ebenfalls als Neuheit für die Mini-Tour 2015 geplant ist. Entsprechend den Klassenvorschriften vergleichbar gebaut sowie ausgestattet, soll diese 53.335 Euro kosten.

Höhepunkt der immer stärker werdenden Mini-Serie ist das Mini-Transat, ein Einhandrennen von der Westküste Frankreichs mit Zwischenstopp auf Lanzarote nach Guadeloupe in der Karibik. Start ist im Herbst 2015. Mit dem SKA 650 und der Pogo 3 von Konstrukteur Guillaume Verdier kommt es damit zum spannenden Schlagabtausch zweier neuer Serienboote.

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