Refit-Blog, Woche 135Erste Testfahrten mit der Dehlya 25 "Willy". Sie segelt!

Lars Bolle

 · 20.06.2019

Refit-Blog, Woche 135: Erste Testfahrten mit der Dehlya 25 "Willy". Sie segelt!Foto: YACHT/L. Bolle

Der spannendste Moment das ganzen Refit-Projektes: Wie segelt die neue Dehlya 25? Test bei bis zu 18 Knoten Wind mit einigen Überraschungen

Nach rund drei Jahren Refit nun der Moment der Momente: Segel hoch und ran an den Wind. Was wird passieren? Bleibt das Rigg oben? Bricht das neue Teleskopruder? Was macht der Kiel? Ist das Boot dicht?

Obwohl am ersten Tag nur so acht bis zehn Knoten Wind wehen, haben Kollege Hauke Schmidt und ich erstmal die Rettungswesten angelegt – man weiß ja nie.

Doch alle Befürchtungen erwiesen sich als unbegründet. Mit Genua und Großsegel lag die "Willy" erstaunlich ausgewogen auf dem Ruder. Ja, wir konnten den unteren Teil sogar einziehen, ohne merklich an Steuergefühl zu verlieren. Unter Gennaker zeigte die Logge beständig rund fünf Knoten. Okay, kein Racer, obwohl die Garderobe so aussieht, aber auch nicht schlecht.

Die wahre Bewährungsprobe waren dann bis zu 18 Knoten Wind am nächsten Tag, diesmal mit Fock. Auch bei viel Lage blieb das Boot sehr gut steuerbar und zeigte eine Stabilität, die uns wirklich überraschte. Das ist eine richtige kleine Yacht! Wegen des größeren Großsegels hatten wir da einige Befürchtungen. Unter Gennaker waren dann auch mal bis zu 6,5 Knoten drin, inklusive Sonnenschuss. Aber nichts passiert.

So viel für den Moment dazu, als ersten kleinen Eindruck. Ein paar Kinderkrankheiten haben wir noch ausgemacht, auch an der finalen Platzierung von ein paar Beschlägen getüftelt. "Willy" steht erstmal wieder an Land und muss wieder kurz in die Werft, der richtige Test mit ausführlichem Bericht folgt in einigen Wochen.

  Die Dehlya 25 "Willy" unter GennakerFoto: YACHT/L. Bolle
Die Dehlya 25 "Willy" unter Gennaker

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