InterbootNeuer Daysailer vom Bodensee

Andreas Fritsch

 · 25.09.2015

Interboot: Neuer Daysailer vom BodenseeFoto: A. Fritsch/YACHT
Die neue L 620
Auf der Interboot präsentiert die Yachtwerft Jürgen Landolt die L 620. Das schlanke Boot ist etwas fürs Auge und puren Segelspaß

Das Boot besticht mit einem sehr schönen Klassiker-Look: Teakdeck, klassischer Holzauf- und -ausbau. Mit 1,91 Meter Breite bei 6,35 Meter Länge wirkt die L 620 ziemlich schlank. Und das passt zum Konzept, denn der Daysailer – oder die Kieljolle, wie man früher wohl schlicht sagte – entspricht dem überlieferten Designansatz: Spinnaker statt Gennaker, keine breite Gleitflunder mit Chines, sondern traditionelle, aber stimmige Linien, klassische Beschlagsanordnung. Das große, offene Cockpit ist zum Arbeiten für die Crew gedacht, unter Deck wird Ausrüstung gestaut, ein kleiner Schrank nimmt das Nötigste auf, Platz zum Übernachten ist nicht vorgesehen.

  Das lange, recht flache CockpitFoto: A. Fritsch/YACHT Das lange, recht flache Cockpit

Das auf der Messe gezeigte Boot ist die Baunummer 1 mit GFK-Rumpf und sehr schönem Holzaufbau, entworfen vom Junior der Werft, Felix Landolt. In der Serie ist das Standard-Modell ein GFK-Epoxid-Schaum-Sandwich. Dies wird ab 26.900 Euro kosten, ohne Segel. Segelfertig sind 29.900 Euro fällig, die auf der Messe zu sehende Version liegt bei 46.000 Euro.

  Viel Holz fürs Auge. Es gibt das Boot aber auch günstiger nur in GFK-FinishFoto: A. Fritsch/YACHT Viel Holz fürs Auge. Es gibt das Boot aber auch günstiger nur in GFK-Finish

Mit 520 Kilogramm Gewicht segelfertig ist die L 620 gut zu trailern. Lässt das Revier keinen Festkiel zu, steht auch eine Ballast-Schwertversion als Alternative zur Verfügung. Welches Rigg das Boot bekommt, wurde noch nicht endgültig festgelegt, die Baunummer 1 war mit einem modifizierten Kielzugvogel-Mast bei den Testfahrten unterwegs. Zurzeit sind ein Seldén- oder Hahnfeld-Rigg in der engeren Wahl.

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Andreas Fritsch

Andreas Fritsch

Freier Autor

Andreas Fritsch segelte seit Kindesbeinen an, erst mit der Jolle, später mit eigenen Kielschiffen auf der Elbe und der Ostsee. Ab 1997 arbeitete er für die YACHT, ab 2001 schwerpunktmäßig im Bereich Reise und Charter. Er war in fast allen Revieren weltweit unterwegs und gilt als Charter-Experte. Er hat zwei Revierführer für das Mittelmeer geschrieben. Seit einigen Jahren segelt er mit einem GFK-Klassiker vom Typ Grinde auf der Ostsee und arbeitet aktuell als Freier Autor für YACHT und BOOTE.

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