IF-BootFrohe Botschaft für Folkeboot-Freunde

Michael Good

 · 01.07.2014

IF-Boot: Frohe Botschaft für Folkeboot-FreundeFoto: Scamper

Das bekannte und bewährte IF-Boot soll man bald wieder neu kaufen können. Eine Firma in Berlin hat sich die Produktionsrechte gesichert

Welcher Segler kennt es nicht, das knuffige IF-Boot, das eigentlich ein Internationales Folkeboot ist, aber nie so genannt werden durfte, weil es nur in Schweden und Dänemark als internationale Klasse anerkannt war. Jetzt hat sich Peter Grönlund von der Firma Seacamper in Berlin die Marken- und Produktionsrechte gekauft und will das IF-Boot in einer aktualisierten Ausführung neu auflegen.

Derzeit sucht Grönlund nach Verbesserungsvorschlägen und möglichen Änderungen, um das neue IF-Boot möglicherweise geänderten Ansprüchen anzupassen. Auf seiner Webseite hat er dazu ein Forum eingerichtet, wo sich IF-Eigner und solche, die es gern werden möchten, zum geplanten Projekt äußern können. Und: Um die Klassenkonformität zu sichern, steht Peter Grönlund in Kontakt mit den nationalen Klassenvereinigungen in Deutschland und Skandinavien und verhandelt zudem mit dem schwedischen Seglerverband, der für die IF-Klassenregeln zuständig ist. "Es ist meine Hoffnung, das wir bis in zwei Monaten so viele Inputs haben, damit wir endgültig die Spezifikationen und die Details zum Bau für das neue IF-Boot festlegen können", sagt Grönlund gegenüber YACHT online.

Geplant ist, das IF-Boot nach aktuellen Gesichtspunkten und unter Verwendung moderner Fertigungs-Technologien neu zu bauen. Details dazu will Grönlund aber erst in einer späteren Phase bekanntgeben. Dafür nennt er schon mal einen Preis: 59.900 Euro soll die klassenkonforme Neuauflage des IF-Bootes kosten, segelfertig, inklusive der Segel (Groß, Fock, Genua) und 19 Prozent Mehrwertsteuer.

Das IF-Boot wurde 1967 erstmals präsentiert. Die Konstruktion des Schweden Tord Sundén basiert im Wesentlichen auf dem Riss des geklinkert gebauten, nordischen Folkeboots aus dem Jahr 1942. Das IF-Boot bekam jedoch einen höheren Freibord, dazu wurden Steven und der Heckspiegel leicht geändert. Und um die Seesicherheit zu gewährleisten, wurde das Boot überdies mit einem selbstlenzenden Cockpit versehen. Das IF-Boot wurde bis 1987 bei der Marieholm-Werft in Schweden in einer Auflage von rund 3.600 Einheiten gebaut. Noch heute wird mit dem IF-Boot aktiv und in starken Feldern regattiert, vor allem in Skandinavien, aber auch in Deutschland.

  IF-Boot    Foto: Seacamper
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