boot DüsseldorfNeuheiten IX: Sailart 18

Michael Rinck

 · 26.01.2020

boot Düsseldorf: Neuheiten IX: Sailart 18Foto: YACHT/ Nils Günter
Sailart 18
Sailart hat seine neue 18er konsequent auf sportliches Segeln ausgelegt. Damit ähnelt sie der Seascape 18. Einen wesentlichen Unterschied gibt es aber

Die Werft aus Erftstadt bietet mit Segelbooten von 17 bis 24 Fuß, in Ein-Fuß-Abstufung ein breites Portfolio an Binnen- und Küstenkreuzern. Die neue Sailart 18 löst einen gleichgroßen Entwurf von 1993 ab und soll im Unterschied zur Vorgängerin besonders auf Regatten performen.

Die neue Sailart 18 auf der boot 2020
Foto: YACHT/ Nils Günter

Optisch löst sie dieses Versprechen schon ein: Der stark negativ geneigte Wavepiercer-Bug mit fest montierter Gennakernase und extreme Chines sind bei schnellen zeitgenössischen Designs entlehnt und verleihen dem kleinen Kreuzer ein sehr sportliches Äußeres. Ob die Sailart 18 wirklich so schnell segelt, wie sie aussieht, kann bisher aber nur vermutet werden, da sie erst drei Tage vor Messebeginn fertig wurde. Einmal lag sie zumindest zur Überprüfung der Schwimmlage schon im Wasser, gesegelt ist sie bisher aber noch nicht.

Durch die charakteristischen Chines reduziert sich die relativ große Bootsbreite zur Wasserlinie stark. Das soll bei wenig Wind für agiles und schnelles Segeln, bei stärkerer Brise (wenn der Knick bei Lage eintaucht) aber auch für eine hohe Formstabilität sorgen. Das Kalkül von Werftchef Frank Störck ist dabei, dass die Sailart 18 ein höheres Geschwindigkeitspotenzial bei wenig Wind hat als die Seascape 18. Bei stärkerem Wind soll trotzdem nicht viel Gewicht auf der Kante nötig sein, um das Boot auf der Kreuz unter Kontrolle zu behalten. Die ideale Besatzung sind zwei Personen.

Das segelfertige Boot kostet 20.900 Euro. Gennaker, Laminatsegel, Kohlefasergroßbaum und Antrieb sind allesamt extra zu bezahlen.

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Michael Rinck

Michael Rinck

Redakteur Test & Technik

Michael Rinck war das Kind, das nach der Schule direkt aufs Wasser wollte – Segeltraining, Regatten, Hauptsache nass. Diese Vorliebe machte er zum Beruf: Erst als Segellehrer auf der Alster (während des Studiums), dann ab 2014 in der YACHT-Redaktion. Dort hat er im Bereich Test & Technik seine Berufung gefunden: Segelboote und Sicherheitsequipment testen. Was besonders bei Rettungswesten und MOB-Systemen bedeutet, dass er mehr Arbeitsstunden im Wasser treibend verbringt als die meisten Menschen im Büro sitzend. Höhepunkt: eine ganze Nacht in der Rettungsinsel auf der Ostsee. Seine Familie hat inzwischen durchgesetzt, dass Urlaubstörns auf der eigenen Fahrtenyacht deutlich trockener ablaufen.

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