Kleinkreuzer

Aus Holland: Daysailer DayM8: bester Segelkumpel

Alexander Worms

 · 18.03.2018

Aus Holland: Daysailer DayM8: bester SegelkumpelFoto: Werft

„M-Eight" wird gesprochen „Mate", das heißt so viel wie bester Freund. Und mit einem solchen hat man Spaß und schlägt sich auch mal die Nächte um die Ohren

Alles kein Problem für den DayM8. Die Kajüte bringt das Nötigste mit, wenn es mal wieder länger dauert: Schlafen für vier, auf Wunsch ein WC, ein Kühlschapp und ein Kocher. Dabei ist unter Deck alles fein verarbeitet: Die Stoffe gefallen, sind aber überdies wählbar. Mehr zum Thema drinnen? Nein, denn der Rest ist umso spannender.

Als der Autor das Schiff erstmals sieht, schießt ein Name direkt durch den Kopf: André Hoek. Lotrechter Steven, auslaufendes Heck, Süll um die Liegefläche achtern. Fehlen nur der eckige Aufbau und die berühmten Dreiecke in ebendiesem Süll über dem Spiegel, und es wäre klar, dass der Magier wieder gezaubert hat. Aber: „Ich habe das Schiff selbst gezeichnet", erklärt Klaas Bood. Der Werftbesitzer – im niederländischen Wassersport beileibe kein Unbekannter – ergänzt jedoch: „Ich habe schon häufiger für André gearbeitet, mir gefallen seine Linien. Das hier ist aber ein eigenständiges Design, es ist insgesamt runder". Und das stimmt.

Nach achtern verschwinden die Füße in den Hundekojen. Nicht unbedingt unpraktisch, wenn man mit dem besten Kumpel unterwegs istFoto: Werft
Nach achtern verschwinden die Füße in den Hundekojen. Nicht unbedingt unpraktisch, wenn man mit dem besten Kumpel unterwegs ist
Aus dem Cockpit nach achtern: viel Raum zum Entspannen auf Bänken und LiegeflächeFoto: Werft
Aus dem Cockpit nach achtern: viel Raum zum Entspannen auf Bänken und Liegefläche
Ja, ein Picknickkorb darf auch mit, aber bitte nicht neben der Pinne...Foto: Werft
Ja, ein Picknickkorb darf auch mit, aber bitte nicht neben der Pinne...
Achtung: Bugspriet! Auch gut für Code Zero und Co.Foto: Werft
Achtung: Bugspriet! Auch gut für Code Zero und Co.
Mit großem Vorsegel kommen dann auch die Winschen am Cockpitsüll zum Einsatz. Die Selbstwendefok wird auf dem Kajütdach gefahrenFoto: Werft
Mit großem Vorsegel kommen dann auch die Winschen am Cockpitsüll zum Einsatz. Die Selbstwendefok wird auf dem Kajütdach gefahren
Schlichter Aufbau. Runde Fenster sind selten gewordenFoto: Werft
Schlichter Aufbau. Runde Fenster sind selten geworden
Geschmacksache, die Folierung. Der Autor findet, der DayM8 kann's tragenFoto: Werft
Geschmacksache, die Folierung. Der Autor findet, der DayM8 kann's tragen
Kuschelig, oder? Gute Verarbeitung, obwohl es der Prototyp ist, und feine StöffchenFoto: Werft
Kuschelig, oder? Gute Verarbeitung, obwohl es der Prototyp ist, und feine Stöffchen
Sitzen geht auch, muss aber nicht seinFoto: Werft
Sitzen geht auch, muss aber nicht sein
Nach achtern verschwinden die Füße in den Hundekojen. Nicht unbedingt unpraktisch, wenn man mit dem besten Kumpel unterwegs istFoto: Werft
Nach achtern verschwinden die Füße in den Hundekojen. Nicht unbedingt unpraktisch, wenn man mit dem besten Kumpel unterwegs ist
Aus dem Cockpit nach achtern: viel Raum zum Entspannen auf Bänken und LiegeflächeFoto: Werft
Aus dem Cockpit nach achtern: viel Raum zum Entspannen auf Bänken und Liegefläche
Aus dem Cockpit nach achtern: viel Raum zum Entspannen auf Bänken und Liegefläche
Ja, ein Picknickkorb darf auch mit, aber bitte nicht neben der Pinne...
Achtung: Bugspriet! Auch gut für Code Zero und Co.
Mit großem Vorsegel kommen dann auch die Winschen am Cockpitsüll zum Einsatz. Die Selbstwendefok wird auf dem Kajütdach gefahren
Schlichter Aufbau. Runde Fenster sind selten geworden
Geschmacksache, die Folierung. Der Autor findet, der DayM8 kann's tragen
Kuschelig, oder? Gute Verarbeitung, obwohl es der Prototyp ist, und feine Stöffchen
Sitzen geht auch, muss aber nicht sein
Nach achtern verschwinden die Füße in den Hundekojen. Nicht unbedingt unpraktisch, wenn man mit dem besten Kumpel unterwegs ist

Wie immer beim Daysailer zählen zwei Dinge: Cockpit und Segelleistung. Auf der Messe in Amsterdam lässt sich Letzteres schwerlich überprüfen, das Cockpit aber passt. Die Fallen und Trimmleinen enden auf dem Kajütdach neben dem Niedergang. Die Großschot kommt ohne Traveller aus und ist im hinteren Teil des Cockpits angeschlagen. Schotwinschen stehen neben dem Cockpitsüll. Die bleiben am Wind arbeitslos, denn auf hohen Kursen wird selbstgewendet. Achtern der Pinne gibt es eine süllumrandete Liegefläche.

Einzig der Niedergang ist ein wenig zu klein geraten. Das Schiff hat kein Schiebeluk, sondern Einlege- und Steckteile, das spart die Schiebelukgarage, die die Optik an Deck stören würde und weitere Organizer auf dem Dach erforderlich macht. Über Optimierungsmöglichkeiten diesbezüglich denkt die Werft derzeit noch nach.

Thema Antrieb: Es gibt im Grundpreis keinen, da die Wahlmöglichkeiten vielfältig sind. Möglich sind Außenborder im Schacht, Elektromotor mit Lithium-Akkus oder ein kleiner Yanmar-Diesel. Gebaut wird das Schiff von Hoora in Heeg im Vakuuminfusionsverfahren. Die Außenlagen werden in Vinylester ausgeführt, das Deck hat einen Schaumkern, und an Montagepunkten für Beschläge sind Aluminiumplatten verbaut.

Segelklar ohne Motor kostet der DayM8 59.450 Euro inkl. 21 Prozent Mehrwertsteuer. Selbst wenn für Antrieb und Zubehör noch 20.000 Euro hinzukämen, wäre das ein gutes Angebot: hübsche Linien, gut gebaut und aller Voraussicht nach auch auf dem Wasser kein Spielverderber.

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