In den nebenstehenden Rissen von Gustaf Estlander, Stockholm, können wir unseren Lesern das Verlosungsboot der Königlichen Schwedischen Segelgesellschaft vor Augen führen. Es ist ein 40-qm-Schärenkreuzer nach den neuen Bauvorschriften, dessen harmonische Formen das Auge jedes Seglers entzücken müssen. Die Abmessungen gehen deutlich aus den Zeichnungen hervor.
Schweden leidet ebenso wie die meisten Länder Europas an einer wirtschaftlichen Depression. Private Neubauten von Segelyachten kommen infolgedessen nur in ganz geringem Umfange zustande. Um hier die sportliche Entwicklung zu fördern, greifen in Schweden die größeren Vereine ein und veranstalten Verlosungen hochwertiger Klassenyachten unter ihren Mitgliedern. Dieses Verfahren hat sich in Schweden außerordentlich bewährt. Durch die vorhandenen Verlosungsyachten verfügen die schwedischen Yacht-Clubs alljährlich über erfolgreiche Neubauten, mit denen sie die größeren nationalen und internationalen Pokalrennen bestreiten können.
Auch in Deutschland hat man sich entschlossen, diesen Weg zu beschreiten. Der Norddeutsche Regatta-Verein und der Hamburger Yacht-Club haben in diesem Jahr je einen neuen 30-qm-Schärenkreuzer als Verlosungsboot herausgebracht. Es wäre sehr zu begrüßen, wenn auch die anderen größeren deutschen Vereine wirklich wertvolle Klassenfahrzeuge alljährlich unter ihren Mitgliedern zur Verlosung brächten und sich nicht, wie die Kreuzerabteilung, mit der Verlosung eines kleineren Fahrzeugs begnügten.
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