An dieser Stelle bringen wir ausgewählte Beiträge aus 100 Jahre alten Ausgaben der YACHT. In Ausgabe 24/1926 stellte die Redaktion den Riss eines Nationalen 30-qm-Jollenkreuz vor, der von dem Hamburger Konstrukteur Karl Kröger entworfen wurde.
Beistehende Risse zeigen einen nationalen 30-qm-Jollenkreuzer, der sich bei jedem Wetter als Regatta- und Tourenboot gut bewährte. Die Anordnung der Einrichtung ergab sich zum Teil durch die Lage des Schwertkastens, der, um eine zu große Luvgierigkeit des Bootes zu verhindern, verhältnismäßig weit nach hinten gelegt wurde.
Die Einzelheiten des Kajütausbaus sind aus den Zeichnungen ersichtlich. Die Rumpfhölzer entsprechen den sehr reichlichen Materialabmessungen der Verbandsvorschriften. Die unnötig schwer gebauten Boote würden erheblich billiger, wenn die Verbände in ihren Stärken um 15 bis 20 % verringert würden und die festen Spanten ganz ausfielen. Dafür könnte man die eingebogenen Spanten etwas enger setzen und ein Kielschwein vorschreiben.
Bei einer Abänderung der Vorschriften wäre es auch zu begrüßen, wenn die Länge der Boote um etwa 50 bis 75 cm vergrößert würde. Man kommt dann bei gleichbleibenden Breiten- und Höhenmaßen zu besseren Segeleigenschaften und einem besseren Aussehen der Boote selbst sowie zu einem erheblichen Plus an Kajütraum. Außerdem ist es dann ein Leichtes, auf diese längeren Boote eine Hochtakelung zu setzen, bei der das Anbringen des Heckstages keine Schwierigkeiten mehr machen wird.
Bei diesem Entwurf wurde die Gaffelbesegelung einer Hochtakelung vorgezogen, weil auch Fahrten in Reviere unternommen werden sollten, wo ein schnelles und bequemes Legen des Mastes erwünscht ist.
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