Lasse Johannsen
· 17.07.2026
Bereedert wird das historische Fahrzeug, mit dem früher Jagd auf Schmuggler gemacht wurde, vom Svendborg Museum. Das will die „Viking“ auf der anstehenden Fahrt Unter dem Motto „I SAMME BÅD“ (im selben Boot) als Plattform für maritime Kultur, Nachwuchsarbeit und Austausch in den verschiedenen Küstengemeinden einsetzen.
Schon die Geschichte des Schiffs selbst ist etwas Besonderes: Die „Viking“ wurde 1897 in Odense von N. F. Hansen als „Krydstoldjagt XVI“ gebaut. Damals sollte das schnelle Fahrzeug mutmaßliche Schmuggelschiffe verfolgen. Nach der Auflösung des dänischen Zollkreuzerwesens im Jahr 1904 wurde das Schiff verkauft und später in „Viking“ umbenannt. Seit 1979 gehört es zum Svendborg Museum und wird von einem freiwilligen Betreiberverein in Fahrt gehalten.
Die anstehende Fahrt nennt das Museum eine echte Expedition, bei der es um weit mehr gehe als um reine Traditionspflege. So zählen zur Besatzung nicht nur Kulturarvschef Nils Valdersdorf Jensen und Expeditionsleiter Kristian Hansen, sondern auch neue junge Mitsegler, mit denen unter anderem Fragen der Nachwuchsgewinnung und der Einsatz historischer Schiffe im Bildungswesen diskutiert werden soll. Außerdem werde sich bei den Begegnungen mit Besuchern über die Zusammenarbeit maritimer Kulturbetriebe mit Schulen, Unternehmen und Politik auseinandergesetzt.
Der Start ist laut dem dänischen Bådmagasinet für den 21. August um 13 Uhr im Hafen von Svendborg vorgesehen, eine Stunde später soll die „Viking“ auslaufen. Geplant ist demnach auch eine Begleitfahrt historischer Schiffe durch den Svendborgsund. In den angelaufenen Häfen sollen kostenlose Vorträge, Führungen und Gespräche am Kai stattfinden. Die Expedition soll anschließend in Buch, Film und Podcast dokumentiert werden.

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