Fabian Boerger
· 10.01.2026
Rund zwei Stunden dauerte es, dann lag das Segelschulschiff “Greif” an ihrem neuen Platz auf dem Außengelände der Volkswerft Stralsund. Mit einer Geschwindigkeit von rund zwei Metern pro Minute bewegten hydraulisch angetriebene Wagen die 1951 gebaute Schonerbrigg aus der Werfthalle auf die Helling der Werft. Dort verbringt das Schiff laut des Fördervereins Rahsegler “Greif” die nächsten Wochen, bevor es nach finaler Montage der Propellerwellenanlage wieder wasserdicht ist.
Im Dezember schlossen die Handwerker die letzten Arbeiten am neuen Holzdeck ab. Sie verlegten es in einem speziellen Komposit-Verfahren aus Kork und Holz. Zunächst glichen computergefräste Korkplatten die Unebenheiten des darunterliegenden Stahldecks aus, dann folgten die Decksplanken.
Im Januar steht schließlich die finale Montage der Propellerwellenanlage sowie des Ruderblattes an. Dieser Schritt macht den Schiffsrumpf vollständig wasserdicht. Nach rund drei Jahren auf der Volkswerft Stralsund soll die “Greif” laut einer Pressemitteilung der Hansestadt Greifswald Ende Januar wieder zu Wasser gehen. Dort erfolgen dann die restlichen Arbeiten.
Im Laufe der Sanierung erhielt der Stahlrumpf eine Grundsanierung und wurde neu konserviert. Die Werft montierte neue Decksaufbauten, während parallel die Masten restauriert wurden. Im Anschluss folgte das neue Holzdeck.
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Die Stadt Greifswald als Eigentümerin trägt einen Teil der Sanierungskosten, Fördermittel und Spenden decken den Rest. Zuletzt stiegen die Kosten auf 7,7 Millionen Euro – gut drei Millionen mehr als ursprünglich kalkuliert. Stark gestiegene Material- und Lohnkosten trieben den Preis nach oben.
Zeitweise war unklar, wer die Mehrkosten tragen sollte. Die Sanierung drohte zu stocken. Doch Anfang Dezember fasste die Greifswalder Bürgerschaft einen Beschluss: Sie stellte weitere 2,9 Millionen Euro für das Segelschulschiff bereit, sodass die Arbeiten fortgeführt werden können.
Mehr dazu finden Sie hier auf der Webseite des “Greif”-Fördervereins.