KlassikerEindrücke von der NRV-Holzbootregatta

YACHT

 · 08.06.2026

Impressionen von der NRV-Holzbootregatta 2026.
Foto: NRV/Peter Kähl
​Beim Julius-Gahde-Gedächtnis-Preis, der Alsterschale und dem Kobold-Preis ging es am Wochenende im Norddeutschen Regatta Verein (NRV) nicht nur um schöne Boote, sondern für die insgesamt 28 Holz-Drachen, 12-Fuß-Dinghis und H-Jollen vor allem um sauberes Regattasegeln bei anspruchsvollen Windverhältnissen.

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​Holzboote sind keine Schonobjekte. Auch mit Lack, Planken und jahrzehntealter Bootsbaukunst wird an der Tonne um jeden Meter gesegelt. Allein ein wenig Respekt schwingt in jedem Manöver mit, denn in den Rümpfen stecken Jahre, Arbeit und Geschichten. Bei der Holzbootregatta im NRV war genau das zu sehen. Klassische Drachen, 12-Fuß-Dinghies und H-Jollen kamen zum Start, insgesamt 28 Boote. Der Sonnabend brachte Wind, aber keinen bequemen. Zwischen 8 und 23 Knoten schwankte der Druck über die Bahn. Gerade diese Spreizung prägte die Wettfahrten und forderte Crews und Boote.

Neue Wettfahrtleitung

Für Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein war es eine besondere Ausgabe. Nach vielen Jahren lag die Wettfahrtleitung der Holzbootregatta erstmals bei ihm. Der NRV-Vize-Kommodore übernahm damit eine Regatta mit eigener Tradition und einem Feld, das sehr genau weiß, wie diese Veranstaltung funktionieren soll. Dass der Wechsel kaum auffiel, ist hier ein Kompliment. Als der Wind da ist, wird gesegelt. Als er am Sonntag nicht mehr kommt, wird nicht künstlich verlängert, sondern lieber im würdigen Rahmen die Siegerehrung abgehalten.

Die Wettfahrtleitung nutzte den windigen Sonnabend konsequent aus. Am Ende standen bei den Holzdrachen drei, bei den 12-Fuß-Dinghies und H-Jollen jeweils vier Wettfahrten in der Wertung.

Klare Ergebnisse

Bei den Holzdrachen ließ Niklas Ganssauge mit Sven Kruse und Marcus Baur wenig offen. Das Team gewann mit den Plätzen eins, eins und zwei den Julius-Gahde-Gedächtnis-Preis mit vier Punkten. Sönke Bruhns folgte zusammen mit Christiane Bruhns und Moritz Almes mit acht Punkten auf Rang zwei, Jan-Christoph Maiwaldt wurde zusammen mit Stefan Hitschfel und Nils Bauer bei zwölf Punkten Dritter.

In der Alsterschale der 12-Fuß-Dinghies setzte sich Torsten Keller durch. Nach vier Wettfahrten und einem Streicher stand er mit fünf Nettopunkten an der Spitze. Dahinter blieb es eng: Peer Stemmler und Dittmer Behrmann kamen beide auf sechs Nettopunkte. Stemmler wurde Zweiter, Behrmann Dritter.

Echte Juwelen

Bei den H-Jollen segelten Jan Korf und Oliver Wendt auf Platz eins. Max Augustin und David Heitzig, sonst im schnellen Melges-32-Segeln zuhause, stiegen mit einer über eBay gekauften und selbst hergerichteten H-Jolle ein. Die „Juwel“ trägt ihren Namen nicht nur hübsch, sondern segelt auch so: Platz zwei bei der Premiere. Die H-Jolle von Cecilia Ruppert und Lars Hückstädt folgten auf Rang drei.

Der Sonntag blieb der angekündigte Gegenentwurf zum Sonnabend. Die Crews kamen noch einmal in den NRV, die Wettfahrtleitung wartete, doch die Alster lieferte keinen stabilen Wind mehr. Bei der Siegerehrung sprach Alexander Prinz zu Schleswig-Holstein von einer wunderschönen Regatta mit einer ganz besonderen Stimmung und dieser besonderen Klammer der Holzbootliebhaber.

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