Lasse Johannsen
· 30.06.2026
An den Start vor der Kulisse des Alpenpanoramas gingen rund Segler auf 19 Yachten aus sieben Nationen. „Diese Yachten sind schwimmende Design-Ikonen – elegant, schnell und einzigartig. Für den Yacht Club Bregenz ist es eine große Ehre und Verantwortung, Gastgeber der 8mR-WM zu sein", sagte YCB-Präsident Oliver Böhler.
Die 8mR-Yachten verbinden sportlichen Wettbewerb mit einzigartiger Tradition und Eleganz. Dass die Weltmeisterschaft 2026 in Bregenz stattfindet, ist für die gesamte Klasse etwas Besonderes. Mit der Pandora eine Weltmeisterschaft im eigenen Heimathafen zu segeln, ist für mich ein persönlicher Höhepunkt." — Werner Deuring, IEMA-Präsident
Die Windverhältnisse sorgten für gehörige Geduldsproben: Am ersten Wettfahrttag mussten alle 19 Yachten nach stundenlangem Warten auf dem Wasser ohne gesetzte Wertung in den Hafen zurückkehren. Ein erster Rennversuch war bereits auf dem Vorwindkurs abgebrochen worden – der Wind schlief schlicht ein. Am Dienstag folgte die nächste Flaute.
Der Donnerstag brachte dann die ersehnten idealen Segelbedingungen mit stabiler Brise – und hochklassigen Rennsport. Am Freitag übernahm erneut die Flaute das Kommando. Insgesamt kamen sechs Wettfahrten zur Wertung – auch am letzten Wettkampftag, Samstag, 27. Juni, musste ein weiterer Versuch abgebrochen werden, da der Wind einschlief.
Die „Fleur de Lys" vom Lindauer Segler-Club dominierte den Wettbewerb von Beginn an: Mit fünf Wettfahrtsiegen und einem zweiten Platz aus sechs Rennen holte Skipper Veit Hemmeter den Weltmeistertitel souverän. In der Sira-Division setzte sich die „Starling Burgess" vom Yacht-Club Radolfzell durch, die Neptune-Division gewann die italienische „Bona". Der Präsident der International Eight Metre Associationd (IEMA), Werner Deuring, belegte mit seiner „Pandora" in der Gesamtwertung den fünften Rang.
Organisationsleiter Wolfgang Mähr zog am Ende ein durchwegs positives Fazit: „Wir sind sehr froh, dass wir eine Weltmeisterschaft durchführen konnten. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren auf dem Wasser und an Land durchwegs positiv. Das macht uns als Yacht Club Bregenz und als Organisationsteam sehr stolz."
IEMA-Präsident Deuring freute sich zwar über die zwei starken Segeltage, blieb aber selbstkritisch: „Es war gut, dass wir diese zwei schönen Segeltage hatten. Mit unserer eigenen Leistung bin ich aber überhaupt nicht zufrieden. Das werden wir in Ruhe analysieren." Den offiziellen Abschluss bildete am Samstagabend ein Gala-Dinner mit Siegerehrung.
Die 8-Meter-Rennyachten gelten als die schönste und traditionsreichste Klasse auf dem Bodensee. Ihre Geschichte reicht bis ins Jahr 1907 zurück, als die International Yacht Racing Union in London die Meterformel ins Leben rief. Die Boote sind rund 14 Meter lang, wiegen bis zu neun Tonnen und wurden überwiegend zwischen 1907 und 1940 gebaut. Der Bodensee beheimatet eine der weltweit größten Flotten dieser klassischen Regattayachten. Einmal jährlich richtet die IEMA einen World Cup aus – vier von fünf Jahren in Europa, jedes fünfte Jahr in Amerika.
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Stellvertretender Chefredakteur YACHT
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