Ein starker Auftritt also für die Katamaranbauer in Südfrankreich für die Zukunft– und zugleich ein ebenso großes Engagement für die Entwicklungsarbeit. Immerhin handelt es sich bei den neuen Modellen um zwei große und exklusive Katamarane mit über 17 beziehungsweise über 20 Metern Rumpflänge. Beide neuen Modelle wurden in Zusammenarbeit mit den Konstrukteuren von VPLP entwickelt. Für die Gestaltung zeichnen Patrick Le Quément (Außen) und Darnet Design (Innenausbau) verantwortlich.
Der Outremer 57 ist eine konsequente Weiterentwicklung des erfolgreichen Outremer 55 und basiert auf den Erfahrungen aus mehreren tausend Seemeilen im praktischen Hochsee-Einsatz. Ziel des Projekts ist es, die Performance-DNA des Vorgängers zu erhalten und gleichzeitig Sicherheit, Bedienbarkeit und Langfahrttauglichkeit weiter zu verbessern. Dafür wurden die Rumpfgeometrie, die Konstruktion und der effiziente Segelplan weitgehend vom Vorgängermodell übernommen und zusätzlich optimiert.
Das hohe und leistungsstarke Aluminium-Rigg mit niedrigem Baum erleichtert die Bedienung der Segel. Auf Wunsch kann die Werft das Schiff außerdem mit einem drehbaren Profilflügelmast aus Kohlefaser ausstatten. Neu ist die doppelte Radsteuerung mit Steuerständen auf beiden Seiten. Diese sind nun bereits serienmäßig installiert und – wie bei den Modellen Outremer 55 und 52 – auch nach innen ins Cockpit klappbar. So kann der Rudergänger bei rauen Bedingungen und schlechtem Wetter aus dem geschützten Cockpit steuern und behält dabei dennoch eine gute Sicht nach vorne durch die großen Fensterflächen im Kajütaufbau.
FFür den Ausbau unter Deck sind Varianten mit drei oder vier Kabinen vorgesehen. Die vordere Backbordkabine lässt sich flexibel als Einzel-, Doppel- oder Dreifachkabine sowie als Büro, Werkstatt oder Kinderzimmer konfigurieren. Die Werft zeigt sich dabei sehr flexibel und kann auch Spezialwünsche realisieren. Große Fenster im Salon und im Cockpit bieten eine nahezu uneingeschränkte Rundumsicht. Eine großzügige, nach vorne in Fahrtrichtung ausgerichtete Navigationsecke ermöglicht komfortables Arbeiten mit den Seekarten und kann zudem mit der Fernbedienung des Autopiloten als Innensteuerstand genutzt werden..
Über dem 57er positioniert Outremer ein neues Spitzenmodell: den Outremer 64. Der 20,50 Meter lange Katamaran basiert auf einem vollständig neu entwickelten Rumpf- und Strukturkonzept. Das Ziel ist maximale Steifigkeit bei minimalem Gewicht.
Das Cockpit ist großzügig, offen und direkt mit dem Salon verbunden. Auch der 64er ist mit zwei Steuerständen ausgestattet, die – wie beim Outremer 57 – klappbar sind. Beim neuen Flaggschiff ermöglichen die doppelt geführten Leinenführungen zudem ein einfaches Handling, selbst mit kleiner Crew oder einhand. Serienmäßig wird der Outremer 64 mit einem Kohlefasermast ausgestattet.
Der Outremer 64 ist das erste Modell der Marke, das für die Unterbringung einer professionellen Crew konzipiert wurde, ohne die Privatsphäre des Eigners zu beeinträchtigen. Dafür ist achtern eine separate Skipperkabine mit eigener Nasszelle vorgesehen, die direkt vom Cockpit aus zugänglich ist. Auch beim neuen Flaggschiff sind Ausbauvarianten mit drei oder vier großzügigen Doppelkabinen, jeweils mit eigenem Bad, geplant. Zudem zeigt sich die Werft beim Innenausbau äußerst offen für individuelle Wünsche und Bedürfnisse.