Katamarane

Neue Boote: Große Plattform für Genießer: Fountaine Pajot New 51

Michael Good

 · 10.02.2021

Neue Boote: Große Plattform für Genießer: Fountaine Pajot New 51Foto: Fountaine Pajot

Interessante Ausbauvarianten, alles in allem mehr als 123 Quadratmeter Wohnfläche und dazu bequeme Lounge-Bereiche oben und vorn. Ein Name allerdings fehlt noch

Über 200 Einheiten hat Fountaine Pajot vom Modell Saba 50 (Test in YACHT 24/2014) gebaut und verkauft, in etwas mehr als sechs Jahren Marktpräsenz. Für die Katamaranbauer in Aigrefeuille nahe La Rochelle war das ein echter Verkaufsschlager. Jetzt hat sich die Werft das erfolgreiche und beliebte Format um 15 Meter Rumpflänge nochmals vorgenommen und zusammen mit den Konstrukteuren von Berret/Racoupeau komplett neu aufgebaut. Und einmal mehr wird das nun ganz neue Schiff zunächst nur mit einem Arbeitstitel vorgestellt: Fountaine Pajot New 51. Das große Geheimnis der finalen Modellbezeichnung wird dann wohl erneut erst zur Weltpremiere bekannt gegeben werden.

Das neue Schiff übernimmt die Formensprache der jüngsten Modellgeneration von Fountaine Pajot und schließt damit die letzte noch verbleibende Lücke zur Komplettierung des aktuellen Programms. So gesehen sind vom neuen Modell optisch auch keine richtungsweisenden Überraschungen zu erwarten. Dafür aber zeigt das Konzept einige bemerkenswerte Neuerungen. Zum Beispiel sind jetzt die Kabinen im Achterschiff auch direkt durch separate Niedergänge aus dem Cockpit zu erreichen, was die Abläufe erleichtert und mehr Privatsphäre für die Eigner ermöglicht.

Insgesamt stehen für den Innenausbau des New 51 vier verschiedene Layout-Varianten zur Auswahl mit vier, fünf oder sechs Kabinen und jeweils eigner Nasszelle mit Duschmöglichkeit. Als Novum auf dem Markt der 50-Fußer preist Fountaine Pajot zusätzlich eine spannende Ausbauversion an, mit zwei großzügigen Eignerkabinen achtern und dazu zwei kleineren Gästekabinen, welche vorn quer eingebaut sind. Alle möglichen Einrichtungsvarianten für Eigner oder für den Chartermarkt sind in der nachfolgend angefügten Bildergalerie ersichtlich.

Deckslayout Fountaine Pajot New 51 Foto: Fountaine Pajot
Deckslayout Fountaine Pajot New 51 
Gekoppelt. Salon und Außencockpit bilden eine funktionale Einheit. Die Schiebetür zwischen den Bereichen lässt sich fast komplett öffnenFoto: Fountaine Pajot
Gekoppelt. Salon und Außencockpit bilden eine funktionale Einheit. Die Schiebetür zwischen den Bereichen lässt sich fast komplett öffnen
Üppig. Keine Platznot in der Küche. Arbeitsflächen und Stauräume gibt es in Hülle und FülleFoto: Fountaine Pajot
Üppig. Keine Platznot in der Küche. Arbeitsflächen und Stauräume gibt es in Hülle und Fülle
Transparent. Die großen Aufbaufenster und das Panoramafenster im Dach sorgen für Licht und AusblickeFoto: Fountaine Pajot
Transparent. Die großen Aufbaufenster und das Panoramafenster im Dach sorgen für Licht und Ausblicke
Zugänglich. Die Eignerkabinen achtern verfügen über separate Niedergänge und sind direkt vom Cockpit aus erreichbarFoto: Fountaine Pajot
Zugänglich. Die Eignerkabinen achtern verfügen über separate Niedergänge und sind direkt vom Cockpit aus erreichbar
Geräumig. Schnittzeichnung durch einen von vielen möglichen Toilettenräumen mit abgetrenntem DuschbereichFoto: Fountaine Pajot
Geräumig. Schnittzeichnung durch einen von vielen möglichen Toilettenräumen mit abgetrenntem Duschbereich
Ökologisch. Paneele von Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern begehrten Bordstrom. Das Solar-System ist aber nur eine OptionFoto: Fountaine Pajot
Ökologisch. Paneele von Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern begehrten Bordstrom. Das Solar-System ist aber nur eine Option
Absenkbar. Die Badeplattform zwischen den Rümpfen am Heck kann hydraulisch abgesenkt werden und dient auch als Träger für das Dingi. Clever gelöst aber leider auch nur als Extra erhältlichFoto: Fountaine Pajot
Absenkbar. Die Badeplattform zwischen den Rümpfen am Heck kann hydraulisch abgesenkt werden und dient auch als Träger für das Dingi. Clever gelöst aber leider auch nur als Extra erhältlich
Überdacht. Das weit nach außen gezogene Bimini sorgt für guten Schutz auch bei Schlechtwetter. Gegessen wird in der Regel am großen Tisch im Außencockpit Foto: Fountaine Pajot
Überdacht. Das weit nach außen gezogene Bimini sorgt für guten Schutz auch bei Schlechtwetter. Gegessen wird in der Regel am großen Tisch im Außencockpit 
Übersichtlich. Der Steuerstand ist seitlich auf halber Höhe angebaut. Steuerstand und Winschen sind aber räumlich getrennt, was Vor- und Nachteile hatFoto: Fountaine Pajot
Übersichtlich. Der Steuerstand ist seitlich auf halber Höhe angebaut. Steuerstand und Winschen sind aber räumlich getrennt, was Vor- und Nachteile hat
Noch ein Novum: Version Double Maestro mit zwei großen Eignerkabinen achtern und zwei kleineren Gästekabinen im VorschiffFoto: Fountaine Pajot
Noch ein Novum: Version Double Maestro mit zwei großen Eignerkabinen achtern und zwei kleineren Gästekabinen im Vorschiff
Version für den Chartermarkt: 6 Doppelkabinen mit sechs Toilettenräumen mit DuscheFoto: Fountaine Pajot
Version für den Chartermarkt: 6 Doppelkabinen mit sechs Toilettenräumen mit Dusche
Version Full Maestro für Eigner. Backbordrumpf als riesige, durchgehende Eignerkabine, drei Kabinen im Steuerbord-Rumpf Foto: Fountaine Pajot
Version Full Maestro für Eigner. Backbordrumpf als riesige, durchgehende Eignerkabine, drei Kabinen im Steuerbord-Rumpf 
Verison Maestro. Fünf Kabinen mit fünf Bädern Foto: Fountaine Pajot
Verison Maestro. Fünf Kabinen mit fünf Bädern 
Deckslayout Fountaine Pajot New 51 Foto: Fountaine Pajot
Deckslayout Fountaine Pajot New 51 
Gekoppelt. Salon und Außencockpit bilden eine funktionale Einheit. Die Schiebetür zwischen den Bereichen lässt sich fast komplett öffnenFoto: Fountaine Pajot
Gekoppelt. Salon und Außencockpit bilden eine funktionale Einheit. Die Schiebetür zwischen den Bereichen lässt sich fast komplett öffnen
Gekoppelt. Salon und Außencockpit bilden eine funktionale Einheit. Die Schiebetür zwischen den Bereichen lässt sich fast komplett öffnen
Üppig. Keine Platznot in der Küche. Arbeitsflächen und Stauräume gibt es in Hülle und Fülle
Transparent. Die großen Aufbaufenster und das Panoramafenster im Dach sorgen für Licht und Ausblicke
Zugänglich. Die Eignerkabinen achtern verfügen über separate Niedergänge und sind direkt vom Cockpit aus erreichbar
Geräumig. Schnittzeichnung durch einen von vielen möglichen Toilettenräumen mit abgetrenntem Duschbereich
Ökologisch. Paneele von Sonnenkollektoren auf dem Dach liefern begehrten Bordstrom. Das Solar-System ist aber nur eine Option
Absenkbar. Die Badeplattform zwischen den Rümpfen am Heck kann hydraulisch abgesenkt werden und dient auch als Träger für das Dingi. Clever gelöst aber leider auch nur als Extra erhältlich
Überdacht. Das weit nach außen gezogene Bimini sorgt für guten Schutz auch bei Schlechtwetter. Gegessen wird in der Regel am großen Tisch im Außencockpit 
Übersichtlich. Der Steuerstand ist seitlich auf halber Höhe angebaut. Steuerstand und Winschen sind aber räumlich getrennt, was Vor- und Nachteile hat
Noch ein Novum: Version Double Maestro mit zwei großen Eignerkabinen achtern und zwei kleineren Gästekabinen im Vorschiff
Version für den Chartermarkt: 6 Doppelkabinen mit sechs Toilettenräumen mit Dusche
Version Full Maestro für Eigner. Backbordrumpf als riesige, durchgehende Eignerkabine, drei Kabinen im Steuerbord-Rumpf 
Verison Maestro. Fünf Kabinen mit fünf Bädern 
Deckslayout Fountaine Pajot New 51 

Im geräumigen Salon dominiert die üppig große Wohnküche mit einem zentralen freistehenden Möbel als zusätzliche Arbeitsfläche und Stauraum. Ein Sofa in L-Form um einen kleinen Kaffeetisch sowie eine Art Chaiselongue zum Entspannen und Lesen komplettieren das Komfortangebot im Salon. Dagegen verzichtet Fountaine Pajot beim neuen Boot auf eine ausgewiesene Navigation als Arbeitsplatz.

Als Option gegen Aufpreis können sich Eigner das Dach vom Deckshaus mit großen Solarpaneelen belegen lassen. Die Kollektoren haben zusammen eine Fläche von rund zehn Quadratmetern und liefern bei optimalen Bedingungen eine Leistung von etwa 2000 Watt. Das ist genug Strom, um gleichzeitig sämtliche Kühlschränke an Bord, die Eisbox sowie die elektronischen Geräte wie TV, Radio oder Laptop zu betreiben und externe Geräte wie Handys oder Tablets wieder aufladen zu können.

Gut 18 Tonnen Gewicht wird der New 51 ab Werft auf die Waage bringen. Im Vergleich mit möglichen Konkurrenzbooten (Lagoon 50, Leopard 50, Excess 15) ist das Schiff von Fountaine Pajot damit relativ leicht gebaut. Rumpf und Deck entstehen als GFK-Sandwichkonstruktionen im Vakuum-Infusionsverfahren mit Balsaholz- und Schaumkern. Dazu ist das Boot mit einer Standard-Segelfläche von 154 Quadratmetern am Wind ziemlich gut betucht. Die Segeltragezahl liegt bei einem vergleichsweise hohen Wert von 4,7. Das verspricht einiges an Leistungspotenzial unter Segeln.

An Deck stehen viele und große Bereiche zum Relaxen, Genießen und Sonnenbaden zur Verfügung, etwa im geräumigen Front-Cockpit oder in zweiter Etage auf der Flybridge. Das Steuercockpit liegt seitlich erhöht und ist vom Laufdeck aus, aber auch direkt aus dem Cockpit erreichbar. Anders als bei vielen Schiffen der Konkurrenz steht bei Fountaine Pajot der Ruderstand getrennt von den Schoten, Fallen und Winschen auf dem Kajütaufbau davor. Damit büßt das Konzept zwar an Einhandtauglichkeit ein, bietet aber für aktive Segler mehr Platz zum Setzen und Trimmen der Segel.

Fountaine Pajot hat auch schon einen Preis genannt: 750.000 Euro soll das Boot ab Werft kosten, mit Segeln und einer umfangreichen Grundausstattung. Inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer liegt der Grundpreis bei 892.500 Euro. Im Februar 2022 soll das erste Boot vom Typ New 51 fertig sein und dann auch einen ordentlichen Namen bekommen. Die Premiere wird dann im Frühjahr 2022 auf der Multihull-Messe in La Grande Motte in Südfrankreich stattfinden.

neuer Katamaran in beliebter Größe

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