Besonders auffällig ist die deutlich großzügiger verglaste Front des Kajütaufbaus. Der Steuerstand bleibt jedoch seitlich erhöht, und auch das Layout für die Führung der Schoten, Fallen und Trimmleinen ins Cockpit übernimmt das Konzept des Vorgängermodells. Die Flybridge-Lounge auf dem Oberdeck wird hingegen mit einer zusätzlichen Sitzbank größer ausfallen und mehr Personen in luftiger Höhe Platz bieten. Auch das bei Leopard Catamarans übliche Front-Cockpit ist beim neuen Modell tiefer in die Struktur eingebaut und bietet dadurch mehr Schutz, auch beim Aufenthalt unter Segeln. Die Plicht im Vorschiff ist weiterhin durch eine wasserdicht verschließbare Tür direkt aus dem Salon erreichbar.
Das Rigg steht relativ weit hinten, etwa in der Schiffsmitte. Trotzdem bleibt der Segelplan mit einer überlappenden Genua Standard. Eine Selbstwendefock ist nicht vorgesehen. Der Mast ist jedoch fast einen Meter höher als beim Vorgängermodell, und die Segelfläche fällt um etwa 12 Prozent größer aus. Zusammen mit dem neuen Rumpfdesign aus dem Studio von Simonis/Voogd Design soll der neue Segelplan für deutlich mehr Leistung und Sportlichkeit sorgen.
Im Salon übernimmt der Leopard 43 im Wesentlichen das Layout seines Vorgängers. Besonders großzügig gestaltet ist die Pantry in L-Form am vorderen Kajütschott. Sie bietet nicht nur üppige Arbeitsflächen, sondern auch viel Stauraum. Die Navigation ist jetzt vorne quer eingebaut und eignet sich dank freier Sicht nach vorn in Fahrtrichtung und in die Segel auch als Innen-Steuerstand.
Für den Innenausbau in den Rümpfen hat der Käufer die Wahl. Die Version für Eigner ist eine Ausführung mit zwei Kabinen und zwei Nasszellen auf der Backbordseite sowie einer langen, separierten Masterkabine an Steuerbord mit Schreibtisch, mehr Stauraum und einem großen Bad inklusive Dusche im Vorschiff. Bei der Variante für den Chartereinsatz sind die Rümpfe identisch ausgebaut, also mit insgesamt vier Kabinen und vier Toilettenräumen. Diese Varianz entspricht innerhalb der Klasse der Fahrtenkats um 13 Meter Rumpflänge der Norm. Dank der neuen Rumpfformen mit mehr Volumen, vor allem auch im Vorschiff, steht nun beim neuen Leopard 43 in der Vorschiffkabine mehr Platz für eine größere Doppelkoje zur Verfügung. Im Test des Vorgängermodells Leopard 42 wurden die bescheidenen Kojenmaße im Vorschiff noch bemängelt.
Der Leopard 43 wird in der Ausführung mit vier Doppelkabinen und vier Nasszellen auch in die Charterprogramme von Moorings (unter der Bezeichnung Moorings 4300) und Sunsail (als Sunsail 434) aufgenommen werden. Die Weltpremiere des Leopard 43 wird im September 2026 auf der Messe Cannes Yachting Festival stattfinden. Auch hat die Werft bereits eine erste Preiseinordnung bekannt gegeben: 599.000 Euro netto soll das Boot in der Basisversion kosten. Das entspricht einem Bruttopreis (inkl. 19 % Mehrwertsteuer) von 712.800 Euro. In diesem Preis ist ein einfacher Satz Dacron-Segel enthalten.

Redakteur Test & Technik