Leopard 43Raubkatze mit frischem Biss

Michael Good

 · 13.03.2026

Komfortabel. Die fülligen Rümpfe, die großen Fenster sowie die Flybridge-Lounge stehen für gemütliches Fahrtensegeln.
Foto: Leopard Catamarans
Leopard Catamarans bringt einen neuen Fahrtenkatamaran für die beliebte 13-Meter-Klasse. Das bei Robertson & Caine in Kapstadt gebaute Modell ersetzt den Leopard 42 (Test YACHT 16/2021) und rückt optisch wie konzeptionell näher an die jüngeren Schwesterschiffe Leopard 46 (Test YACHT 24/2025) und Leopard 52 heran. Der neue Kat soll im Herbst auf dem Yachting Festival in Cannes als Neuheit präsentiert werden.

Besonders auffällig ist die deutlich großzügiger verglaste Front des Kajütaufbaus. Der Steuerstand bleibt jedoch seitlich erhöht, und auch das Layout für die Führung der Schoten, Fallen und Trimmleinen ins Cockpit übernimmt das Konzept des Vorgängermodells. Die Flybridge-Lounge auf dem Oberdeck wird hingegen mit einer zusätzlichen Sitzbank größer ausfallen und mehr Personen in luftiger Höhe Platz bieten. Auch das bei Leopard Catamarans übliche Front-Cockpit ist beim neuen Modell tiefer in die Struktur eingebaut und bietet dadurch mehr Schutz, auch beim Aufenthalt unter Segeln. Die Plicht im Vorschiff ist weiterhin durch eine wasserdicht verschließbare Tür direkt aus dem Salon erreichbar.

Sportlicher und leistungsstarker Segelplan

Das Rigg steht relativ weit hinten, etwa in der Schiffsmitte. Trotzdem bleibt der Segelplan mit einer überlappenden Genua Standard. Eine Selbstwendefock ist nicht vorgesehen. Der Mast ist jedoch fast einen Meter höher als beim Vorgängermodell, und die Segelfläche fällt um etwa 12 Prozent größer aus. Zusammen mit dem neuen Rumpfdesign aus dem Studio von Simonis/Voogd Design soll der neue Segelplan für deutlich mehr Leistung und Sportlichkeit sorgen.


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Im Salon übernimmt der Leopard 43 im Wesentlichen das Layout seines Vorgängers. Besonders großzügig gestaltet ist die Pantry in L-Form am vorderen Kajütschott. Sie bietet nicht nur üppige Arbeitsflächen, sondern auch viel Stauraum. Die Navigation ist jetzt vorne quer eingebaut und eignet sich dank freier Sicht nach vorn in Fahrtrichtung und in die Segel auch als Innen-Steuerstand.

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Varianten mit drei oder vier Kabinen sind möglich

Für den Innenausbau in den Rümpfen hat der Käufer die Wahl. Die Version für Eigner ist eine Ausführung mit zwei Kabinen und zwei Nasszellen auf der Backbordseite sowie einer langen, separierten Masterkabine an Steuerbord mit Schreibtisch, mehr Stauraum und einem großen Bad inklusive Dusche im Vorschiff. Bei der Variante für den Chartereinsatz sind die Rümpfe identisch ausgebaut, also mit insgesamt vier Kabinen und vier Toilettenräumen. Diese Varianz entspricht innerhalb der Klasse der Fahrtenkats um 13 Meter Rumpflänge der Norm. Dank der neuen Rumpfformen mit mehr Volumen, vor allem auch im Vorschiff, steht nun beim neuen Leopard 43 in der Vorschiffkabine mehr Platz für eine größere Doppelkoje zur Verfügung. Im Test des Vorgängermodells Leopard 42 wurden die bescheidenen Kojenmaße im Vorschiff noch bemängelt.

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Premiere im Herbst in Cannes

Der Leopard 43 wird in der Ausführung mit vier Doppelkabinen und vier Nasszellen auch in die Charterprogramme von Moorings (unter der Bezeichnung Moorings 4300) und Sunsail (als Sunsail 434) aufgenommen werden. Die Weltpremiere des Leopard 43 wird im September 2026 auf der Messe Cannes Yachting Festival stattfinden. Auch hat die Werft bereits eine erste Preiseinordnung bekannt gegeben: 599.000 Euro netto soll das Boot in der Basisversion kosten. Das entspricht einem Bruttopreis (inkl. 19 % Mehrwertsteuer) von 712.800 Euro. In diesem Preis ist ein einfacher Satz Dacron-Segel enthalten.

Technische Daten Leopard 43

  • Konstrukteur: Simonis/Voogd
  • Rumpflänge: 12,98 m
  • Länge Wasserlinie: 12,48 m
  • Breite: 4,80 m
  • Tiefgang: 1,50 m
  • Gewicht (leer): 14,72 t
  • Masthöhe über Wasserlinie: 21,61 m
  • Großsegel Standard: 72,8 m2
  • Großsegel Squarehead: 76,6 m2
  • Genua: 53,0 m2
  • Gennaker: 182,5 m2
  • Code Zero: 70,4 m2
  • Motorisierung: 2 x Yanmar 4JH45 (33 kW / 45PS)
  • Kapazität Treibstoff: 600 lt
  • Kapazität Frischwasser: 660 lt

Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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