Fountaine Pajot FP 55Komfort in neuen Dimensionen

Michael Good

 · 22.03.2026

Doppeldecker. Die Flybridge ist standardmäßig mit einem festen Bimini geschützt. Der Großbaum ist entsprechend weit oben angeschlagen.
Foto: Fountaine Pajot
​Mit der neuen FP 55 bringt Fountaine Pajot einen neuen 17-Meter-Katamaran für die große Fahrt und für hohe Komfortansprüche. Das Konzept überrascht vor allem mit einem ungewöhnlich großzügigen Angebot an Zonen zum Entspannen und Genießen. Das neue Modell wird im Herbst 2026 als Neuheit präsentiert werden.

​Fountaine Pajot baut seine Modellpalette weiter um und schickt mit der FP 55 einen neuen Fahrtenkatamaran in die obere Mittelklasse. Das neue Modell ersetzt die Ipanema 58 von 2016 und soll als neues Flaggschiff für die Reihe der Fahrtenkats positioniert werden. In der Funktion übernimmt der FP 55 auch die Schnittstelle im Übergang zum gehobenen Yacht-Programm von Fountaine Pajot mit den Modellen Samana 59 und den größeren Modellen, vom FP 70 bis zum FP 120.

Flybridge im XXL-Format

Beim neuen FP 55 liegt Fokus liegt klar auf Komfort, Raumgefühl und Reichweite. Schon auf den ersten Blick zeigt sich, wohin die Reise geht: Die FP 55 ist als Blauwasser-Kat für Eigner mit hohen Ansprüchen konzipiert, zugleich aber auch für größere Crews oder den gehobenen Charterbetrieb ausgelegt. Das optisch wohl auffälligste Merkmal der neuen FP 55 ist die riesige, weit nach vorn gezogene und zudem vollständig überdachte Flybridge-Lounge auf dem Oberdeck.

In luftiger Höhe stehen hier nicht weniger als 22 Quadratmeter Fläche zum Entspannen, Essen und Sonnenbaden zur Verfügung. Zudem ist ein Küchenmodul mit Kühlfach, Spüle und Grill vorgesehen. Auch der Steuerstand ist beim neuen 55-Fußer nun mittig an der Vorderseite der Flybridge integriert. Damit hat der Steuermann beste Übersicht nach allen Seiten und in die Segel und kann bei Hafenmanövern aus erhöhter Position auch beide Büge einsehen.


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​Auch dem Frontcockpit hat Fountaine Pajot bei der Entwicklung große Aufmerksamkeit geschenkt. Die tief und gut geschützt ins Vorschiff eingebaute Plicht bietet zusätzliche große Flächen zum Sitzen und Liegen sowie ebenfalls einen Kühlschrank für Getränke und eine Spüle. Zudem ist das Frontcockpit nun durch eine wasserdicht verschließbare Tür direkt aus dem Salon erreichbar.

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Versionen für Eigner und für den Luxus-Charter

​Beim Innenausbau setzt die Werft auf Variabilität. Vorgesehen sind eine Maestro-Version mit Eignersuite und vier Gästekabinen, eine Double-Maestro-Version mit zwei Suiten und zwei weiteren Kabinen sowie eine Charter-Version mit insgesamt sechs Doppelkabinen. Dabei verfügen alle Kabinen über eine eigene Nasszelle mit separatem Duschbereich. Unabhängig vom gewählten Layout sind zudem stets zwei separate Crewkabinen mit eigenen Nasszellen in den Vorschiffen eingeplant. Das ist ein klares Signal in Richtung gehobener Service- und Charteransprüche. Die möglichen Layoutvarianten sind oben in der Galerie abgebildet

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​In Sachen Technik spielt das Thema Energieautarkie eine zentrale Rolle. Die FP 55 trägt laut Werft 6300 Watt Solarleistung, aufgeteilt auf 3800 Watt auf dem Dach und 2500 Watt auf dem Hardtop. Optional gibt es den Katamaran auch mit hybrid-elektrischem Antrieb. Das Paket ODSea+ umfasst zwei Elektromotoren mit jeweils 50 kW, einen 38-kW-Generator, 38 kWh Batteriekapazität sowie Hydrogeneration. In der Standardversion kommen zwei 80-PS-Diesel zum Einsatz, optional sind 110 PS erhältlich.

​Die Baunummer eins der FP 55 wird diesen Sommer fertig und im Herbst 2026 auf dem Cannes Yachting Festival erstmals präsentiert. Fountaine Pajot hat auch bereits eine erste Preiseinordnung bekannt gegeben. Der Grundpreis für das Boot in der Basisausstattung soll netto bei 1.395.000 Euro liegen. Der Bruttopreis inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer liegt demnach bei rund 1.660.000 Euro.

Technische Daten Fountaine Pajot FP 55

  • Konstrukteur: Berret-Racoupeau Yacht Design
  • Interieur Design: Isabelle Racoupeau
  • Rumpflänge: 16,98 m
  • Breite: 8,80 m
  • Tiefgang: 1,85 m
  • Gewicht: 32,1 t
  • Großsegel: 110,0 m2
  • Genua: 66,0 m2
  • Motorisierung standard: 2 x 80 PS Einbaudiesel / Saildrive
  • Kapazität Treibstoff: 2 x 610 lt
  • Kapazität Frischwasser: 900 lt

Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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