Der Bali 7.0 markiert den Einstieg der französischen Werft in das Segment großer Fahrtenkatamarane. Mit 22,53 Meter Gesamtlänge übertrifft er alle bisherigen Modelle der Marke deutlich. Die Werft positioniert das Schiff als Eigneryacht mit Crew-Quartieren. Das Konzept zielt auf Nutzer, die Komfort und Reichweite für ausgedehnte Törns suchen.
Auch beim Bali 7.0 setzt die Werft ihr Markenzeichen - das der offenen Räume - konsequent um. Die Schiebetür zwischen Salon und Achtercockpit gehört längst zur DNA der Werft. Neu ist die durchgehende Öffnung nach vorn. Eine Panoramaverglasung verbindet den Salon mit der Bug-Lounge. Diese wird zum erweiterten Wohnbereich. Cockpit, Salon und Vordeck bilden eine zusammenhängende Fläche.
Ein kompletter Rumpf lässt sich als Eignersuite nutzen. Diese umfasst einen Schlafbereich, eine separate Lounge, einen begehbaren Schrank und ein Bad. Schiebetüren ermöglichen Privatsphäre nach Bedarf. Die Aufteilung orientiert sich an Hotelsuiten. Große Fenster sorgen für Tageslicht. Die Gästekabinen haben ebenfalls großzügige Grundrisse.
Die Pantry ist im Backbord-Rumpf untergebracht. Diese Anordnung schafft Platz für eine Bar im Salon. Die Küche bietet Arbeitsfläche für aufwendige Zubereitungen. Ein Speiseaufzug verbindet Pantry, Salon und Flybridge. Das System ermöglicht “diskreten Service” zwischen den Ebenen, heißt es seitens der Werft.
Die Crew erhält eigene Kabinen und einen separaten Aufenthaltsraum. Der Bali 7.0 hat Platz für sechs bis acht Gäste. Das Layout sieht dabei Platz für zwei bis drei Crew-Mitglieder vor. Die Trennung der Bereiche folgt dem Konzept größerer Yachten.
Die Segelfläche beträgt 280 Quadratmeter für Groß und Genua. Ein Vorsegel mit 62 Quadratmetern ergänzt die Besegelung. Die Werft gibt an, das Schiff sei für Hochseefahrten ausgelegt. Xavier Faÿ entwickelte die Rumpfform zusammen mit Briand Yacht Design. Die Konstruktion soll Fahrtauglichkeit mit einfacher Handhabung verbinden.
Zwei Motoren mit 195 oder 230 PS treiben den großen Katamaran an. Die Leerverdrängung liegt bei 40 Tonnen. Voll beladen erreicht das Schiff 50 Tonnen. Der Tiefgang beträgt 1,85 Meter. Die Masthöhe misst 32,40 Meter. Die Steuerung der Manöver ist automatisiert. Die Werft verspricht intuitive Bedienung für kleine Crews.
Der Treibstofftank fasst bis zu 2.000 Liter. Die Frischwasserkapazität erreicht 1.520 Liter. Lithium-Batterien und Solarpaneele bilden die Energieversorgung. Klimaanlagen arbeiten in bestimmten Konfigurationen ohne Generator. Die Werft legt Wert auf leisen Betrieb vor Anker.
Diese Ausstattung richtet sich an Langfahrtsegler. Die Reichweite ermöglicht mehrtägige Passagen. Die Energieversorgung soll längere Liegezeiten ohne Landstrom erlauben. Konkrete Angaben zur Reichweite unter Motor fehlen. Die tatsächliche Autonomie hängt von Verbrauch und Nutzung ab.
Der Bali 7.0 zeigt eine veränderte Formensprache. Das nach vorn versetzte Deckshaus streckt die Linien. Getönte Aufbauten prägen die Optik. Große Öffnungen verbinden Innen- und Außenbereiche. Berco Design und Piaton zeichnen für die Gestaltung verantwortlich. Die Ausstattung orientiert sich am gehobenen Segment.
Bali Catamarans gehört zur Catana Group. Das Familienunternehmen betreibt fünf Produktionsstätten in Frankreich, Tunesien und Portugal. Die Gruppe beschäftigt über 1.300 Mitarbeiter. Der Hauptsitz liegt in Canet-en-Roussillon in Südfrankreich.
Der Bali 7.0 erweitert das Portfolio nach oben. Bisher endete die Modellpalette bei kleineren Größen. Mit dem neuen Flaggschiff tritt die Werft in Konkurrenz zu etablierten Anbietern großer Fahrtenkatamarane. Boris Compagnon, Vertreter der Gruppe, betont die Verbindung von Catana-Hochseequalitäten mit Bali-Design.
Die Werft nennt keinen Preis für den Bali 7.0. Vergleichbare Katamarane dieser Größe kosten zwischen 2,5 und 4 Millionen Euro. Die genaue Preisgestaltung hängt von Ausstattung und Optionen ab.
Der Bali 7.0 zeigt den Anspruch der Werft, im Luxussegment Fuß zu fassen. Das offene Raumkonzept unterscheidet sich von klassischen Fahrtenkatamaranen. Die Auslegung für Crew-Betrieb entspricht den Anforderungen größerer Yachten. Die Reichweite genügt für Atlantiküberquerungen. Die Energieversorgung ermöglicht autarkes Liegen.
Die Segeleigenschaften lassen sich ohne Praxistest nicht beurteilen. Die angegebene Segelfläche erscheint für die Verdrängung angemessen. Die Automatisierung erleichtert die Handhabung. Offen bleibt die Frage nach Stabilität und Seeverhalten in schwerem Wetter.

Textchef YACHT