Melges Performance Sailboats aus Wisconsin stellt mit der Spark eine neue Jolle für Kinder und Jugendliche vor. Das Boot richtet sich an Einsteiger und soll sowohl im Verein als auch vom Strand aus gesegelt werden. Die Werft bietet zwei Segelgrößen an, damit junge Segler und Seglerinnen im selben Rumpf weiterwachsen können. Mast und Baum bestehen aus Carbon und sollen das Handling erleichtern. Die Spark Red kostet umgerechnet etwa 3.800 Euro, die Blue-Version rund 3.900 Euro. Ob und zu welchen Konditionen Melges nach Deutschland liefert, bleibt offen.
Die Spark Red trägt 3,7 Quadratmeter Segelfläche. Sie sei für Segler zwischen 18 und 41 Kilogramm gedacht, gibt Melges an. Die Spark Blue kommt mit 4,52 Quadratmetern und decke Gewichte von 41 bis 64 Kilogramm ab. Wer aus dem kleineren Rigg herauswächst, tauscht nur das Segel und bleibt im vertrauten Rumpf. Der Hersteller nennt die eigene Melges 15 als nächste Stufe. Das Konzept zielt darauf ab, Wechsel zwischen verschiedenen Bootsklassen zu vermeiden.
Der Optimist misst 2,30 Meter Länge und 1,13 Meter Breite. Er wiegt etwa 35 Kilogramm und trägt rund 3,3 Quadratmeter Segelfläche. Kinder segeln ihn typischerweise bis etwa 14 Jahre. Die Spark Red liegt mit 3,7 Quadratmetern in einem ähnlichen Bereich. Die Blue geht mit 4,52 Quadratmetern deutlich darüber hinaus. Sie soll auch schwerere Jugendliche aufnehmen, die im Opti bereits an Grenzen stoßen.
Der Rumpf sei modern geschnitten und liege gutmütig, verspricht Melges. Gleichzeitig solle er eine menge Spaß machen und deutlich schneller als ein Opti sein. Der Aufbau ist ähnlich zum ILCA und geht dementsprechend schnell, damit weniger Zeit an Land vergeht. Das Carbon-Rigg reduziert das Gewicht gegenüber Aluminium. Für die kleinen bedeutet das leichteres Handling beim Aufriggen und Manövrieren.
Melges bietet einen Jollentrailer für umgerechnet 475 Euro an. Ein Deckcover kostet etwa 255 Euro. Foil-Tasche und Masttasche schlagen mit je rund 175 Euro zu Buche. Wer ein Boot komplett ausstattet, kommt schnell auf Gesamtkosten von über 4.500 Euro. Dazu kommen eventuelle Transport- und Zollkosten bei Lieferung nach Deutschland. Die Preise gelten für den US-Markt. Ob und wie Melges nach Europa liefert, bleibt unklar. Auch zu Garantie, Ersatzteilversorgung und Service in Deutschland macht der Hersteller keine Angaben.
Eine Reservierung kostet 500 Dollar, etwa 435 Euro. Der Betrag wird auf den Kaufpreis angerechnet. Nach der Anzahlung meldet sich das Melges-Team zu Details wie Ausstattung, Lieferung und Restzahlung. Die Boote kommen fertig aufgeriggt mit der gewählten Segelgröße. Wann die ersten Boote ausgeliefert werden, teilt Melges nicht mit.
Die Spark tritt gegen den etablierten Optimisten an. Der Opti hat eine jahrzehntelange Tradition und eine weltweite Community. Trainer kennen das Boot, Vereine haben Flotten, Regatten sind überall verfügbar. Die Spark muss sich diese Position erst erarbeiten. Ihr Vorteil liegt im Zwei-Rigg-Konzept, das längeres Segeln im selben Boot ermöglichen soll. Ob das ausreicht, um Vereine zum Umstieg zu bewegen, ist fraglich. Ohne eigene Klassenstruktur fehlt der Anreiz für ambitionierte Regattasegler. Als reines Trainingsboot konkurriert sie mit günstigen gebrauchten Optis. Der Preis von 3.800 Euro liegt deutlich über dem eines gebrauchten Optimisten. Neue Optis kosten allerdings deutlich mehr und schnell das doppelte.

Redakteur Test & Technik
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