Saare Paat auf der estnischen Insel Saaremaa fertigt seit rund zehn Jahren komplette Schiffe für Finngulf und will sich nun emanzipieren. Mit der Saare 41 bringen sie eine gediegene Mittelcockpityacht auf den Markt. Die feierte auf der hanseboot ihre internationale Premiere und fand dort viel Beachtung.
Die YACHT hatte Gelegenheit, den Prototypen vor der Messe in Tallinn zu testen und die Werft zu besuchen.
Auffällig ist der recht moderne Rumpf und der markante Aufbau der Konstruktion von Johan-Peter Stråhlmann, was dem Entwurf schon eine hohe optische Eigenständigkeit verleiht. Noch überraschender sind die recht agilen Segeleigenschaften. Tatsächlich trägt die Saare 41 für ihr Konzept des langfahrttauglichen Eignerschiffs ordentlich Tuch, um bereits bei 3 Beaufort Freude zu bereiten. Ein durchweg funktionierendes Deckslayout mit gut dimensionierten Beschlägen und Winschen sowie ein hoher Ausrüstungsstandard runden den seglerischen Genuss ab.
Unter Deck zeigt das Schiff die typische Aufteilung einer Mittelcockpityacht mit der Pantry im Durchgang nach achtern und dort die große Eignerkammer mit Inselbett. Das Interieur präsentiert sich verhalten modern und überrascht mit einem großzügigen Angebot an Stauraum. Künftige Eigner können in Maßen ihre individuellen Wünsche umsetzen lassen.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT