TestGünstige Größe

Hauke Schmidt

 · 10.10.2010

Test: Günstige GrößeFoto: YACHT/K. Andrews

Mit der Varianta 44 bringt Dehler eine 13-Meter-Yacht zum Kampfpreis auf den Markt. Im Test muss das Minimal-Konzept zeigen, ob die Rechnung aufgeht

Nach klein kommt nicht etwa größer, sondern gleich ausgewachsen, zumindest in Dehlers Varianta-Familie. Welcher der etwa 4500 Alt-Varianta-Eigner hätte wohl jemals damit gerechnet, den Schriftzug auf einer derart großen Yacht zu sehen? Und dann auch noch rekordverdächtig günstig? Der Test zeigt, ob sich die Grundidee des unkomplizierten Segelvergnügens überhaupt mit einer derartigen Bootsgröße unter einen Hut bringen lässt.

Varianta, der Name war einst Programm, das 6,40 Meter lange Ursprungsmodell ließ sich anno 1966 als offenes Kielboot oder mit Aufsatzhaube als Kajütkreuzer segeln, eben in mehreren Varianten. Das war nicht nur neu, sondern traf auch den Geist der Zeit: Ein günstiges Schiffchen fürs unkomplizierte Segelvergnügen am Wochenende. Sollten die Törns länger werden, konnte man den Aufbau nachkaufen und nannte dann einen Kajütkreuzer mit zwei Schlafstätten und Platz für einen Kocher sein eigen.

An diese Ideen soll die Varianta 44 anknüpfen, und das für gerade einmal 100.000 Euro — ein Knaller.

Auch in Zeiten der Großserienfertigung ist diese Zahl spektakulär niedrig. Schließlich kostet eine deutlich kleinere Bavaria Crui­ser 40 bereits 30.000 Euro mehr, und für die gleichlange Konzernschwester Hanse 430 sind ganze 78.000 Euro zusätzlich fällig. Die Marschrichtung zur geringen Anfangsinvestition gab bereits die Ende letzten Jahres vorgestellte Varianta 18 vor: Reduktion aufs Nötigste. Man könnte auch sagen: weglassen, was Geld kostet oder Stunden frisst.

Ob trotz dieses massiven Sparwillens eine vollwertige Yacht entstanden ist und welche Ideen noch hinter dem Konzept stehen, lesen Sie in der aktuellen YACHT, ab 13.10. am Kiosk.

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