Das neue Schiff ist, anders als gewohnte Schnellsegler, extrem voluminös: 4,18 Meter Breite bei 11,47 Meter Länge. Dazu liegt die größte Breite weiter achtern, und das Schiff verjüngt sich nach achtern nicht.
Eine Maßnahme, die für gute Eigenschaften auf raumen Kursen steht. Mit viel Segelfläche in Relation zum Gewicht (Segeltragezahl 5,2) und dem flachen Heck ist das Schiff gleitfähig. Damit die Flunder auf stabilitätsrelevanten Kurven nicht aushebelt, wird sie mit zwei Blättern gebändigt. Mit diesen grundsätzlichen Designmerkmalen ist sie ein Derivat französischer Open-class-Boote.
Im Test ließ sich die Opium 39 auf allen Kursen feinfühlig-direkt steuern und begeisterte durch ihre hohen Geschwindigkeiten, auch auf der Kreuz.
Das große Volumen kommt natürlich auch der Fahrtentauglichkeit zugute. In starkem Kontrast zu ihren heißen Linien ist der Innenraum konventionell ausgebaut und bietet fast vollen Cruiser-Komfort mit nur wenigen Abstrichen.
Das Schiff ist auch als Schwenkkieler erhältlich.
Insgesamt ein Konzept, das anzusehen sich lohnt.

Stellvertretender Chefredakteur YACHT