TestDie Alternative: Opium 39

Fridtjof Gunkel

 · 01.02.2010

Test: Die Alternative: Opium 39Foto: YACHT/J.-M. Liot
Breit, stark, schnell: die französische Interpretation des Performance-Cruisers
Wauquiez, bekannt für komfortable Pilot-Saloon-Yachten, startet eine neue Performance-Reihe. Die hebt sich deutlich von bereits bekannter Ware ab und könnte den idealen Kompromiss zwischen Speed und Platz definieren

Das neue Schiff ist, anders als gewohnte Schnellsegler, extrem voluminös: 4,18 Meter Breite bei 11,47 Meter Länge. Dazu liegt die größte Breite weiter achtern, und das Schiff verjüngt sich nach achtern nicht.

Eine Maßnahme, die für gute Eigenschaften auf raumen Kursen steht. Mit viel Segelfläche in Relation zum Gewicht (Segeltragezahl 5,2) und dem flachen Heck ist das Schiff gleitfähig. Damit die Flunder auf stabilitätsrelevanten Kurven nicht aushebelt, wird sie mit zwei Blättern gebändigt. Mit diesen grundsätzlichen Designmerkmalen ist sie ein Derivat französischer Open-class-Boote.

Im Test ließ sich die Opium 39 auf allen Kursen feinfühlig-direkt steuern und begeisterte durch ihre hohen Geschwindigkeiten, auch auf der Kreuz.

Das große Volumen kommt natürlich auch der Fahrtentauglichkeit zugute. In starkem Kontrast zu ihren heißen Linien ist der Innenraum konventionell ausgebaut und bietet fast vollen Cruiser-Komfort mit nur wenigen Abstrichen.

Das Schiff ist auch als Schwenkkieler erhältlich.

Insgesamt ein Konzept, das anzusehen sich lohnt.

Fridtjof Gunkel

Fridtjof Gunkel

Stellvertretender Chefredakteur YACHT

Fridtjof Gunkel, geboren auf Helgoland, startete dort seine Segelkarriere im Opti und stieg schnell auf Kielboote um. Admiral’s Cup, Weltmeisterschaften und weitere internationale Regatten sowie eine Teilnahme im Whitbread Round the World Race Race waren seine prägenden seglerischen Stationen, ebenso wie ausgedehnte Fahrtentörns in Europa und Übersee. Bei der YACHT ist er bereits seit 1985. Er segelt privat einen Performance/Cruiser mit Liegeplatz an der Ostseeküste, seine Lieblingsreviere sind die schwedischen Schären und die Bretagne.

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