Das "Hafenkino", sprich die freie Rundumsicht aus dem Salon heraus, ist Käufern dieses Bootstyps mindestens genauso wichtig wie das Handling und die Segeleigenschaften des Boots. Aber die Ressentiments hinsichtlich der Optik sind weit verbreitet.
In Anbetracht dieser Tatsache kann der Auftritt der Slotta nur als umso mutiger bezeichnet werden. Das Hamburger Konstruktionsbüro Newcruise Yacht Design versucht gar nicht erst, das hohe Deckshaus durch Rundungen oder organische Formen zu kaschieren, wie es vielfach üblich ist. Im Gegenteil. Die fast geraden Seitenwände unterstreichen den Charakter des Bootes, zumindest, was den Komfort unter Deck angeht.
Ansonsten unterscheidet sich die Slotta in der Linienführung wenig von gängigen Fahrtenyachten dieser Größe. Mit einem Längen-Breiten-Verhältnis von 3,07 zu 1, einer Wasserlinienlänge von rund 88 Prozent der Rumpflänge sowie einem Tiefgang von 1,90 Metern (optional sind Flügelkiel und Hubkiel erhältlich) ist sie sogar eher am sportlichen Ende anzusiedeln. Außerdem verfügt der Bleikiel über eine Bombe, die für einen tiefen Schwerpunkt und ein hohes aufrichtendes Moment sorgt.
Unter Deck zeigt die Slotta die klassische Aufteilung einer Deckssalonyacht dieser Größe. Die Verarbeitung ließ kaum Wünsche offen, machte einen sehr soliden und robusten Eindruck.
Die Slotta wird nicht in Großserie und nicht nach dem Modulprinzip gebaut. Etwa zwölf Schiffe pro Jahr, das ist die Kapazität der Werft. Alles entsteht in Handarbeit, Eignerwünsche lassen sich daher fast unbegrenzt umsetzen.
Mit rund 148000 Euro für das komplett ausgestattete Schiff bewegt sich die Slotta 34 innerhalb der Deckssalon-Konkurrenz im unteren Mittelfeld.

Chefredakteur Digital