Das ist eine seltene, bisher allenfalls größeren Yachten vorbehaltene Aufteilung. Die neue Southerly 420 kann damit gleich mehrere Ansprüche von Fahrten- und Blauwasserseglern erfüllen: viel Sicherheit in einem hohen, rundum geschützten Cockpit sowie exquisiter Wohnkomfort dank eines maximalen Volumens unter Deck.
Dazu kommen die Vorteile des mittelcockpittypischen Layouts mit der üppigen Eignerkabine und eigener Nasszelle achtern. Die Pantry ist wie bei Mittelcockpityachten üblich längs im Durchgang von Salon zur Achterkabine angebaut. Im erhöhten Salonbereich mit den doppelseitig angeordneten Sofas können am aufklappbaren Tisch bis zu sechs Personen komfortabel sitzen und zusammen speisen. Auch die Navigation ist erhöht. Bei Schlechtwetter könnte man dank der großen Panoramascheiben am Aufbau auch von hier aus das Schiff steuern, wenn auch nur eingeschränkt. Das Vorschiff beherbergt nochmals eine große Doppelkabine mit eigenem Bad.
Die Southerly 420 wird werftseitig mit einer Selbstwendefock bestückt, eine Alternative zu diesem Riggplan mit Genua ist nicht vorgesehen. Aktive Segler können sich als Option einen Gennaker oder Spinnaker im Ausrüstungspaket dazuordern. Typisch für die Yachten aus dem Werftprogramm von Northshore Yachts im ost-englischen Ipswich, wird auch die Neue mit dem Integralkiel-System ausgestattet. Das Ballastschwert wird dabei komplett in den Rumpf eingefahren. Mit dem doppelten Ruder und dem mit einem festen Skeg geschützten Propeller kann somit auch diese Southerly überall problemlos trockenfallen.
Rund 460.000 Euro wird die 420 zur Markteinführung kosten. Das Schiff wurde auf der London Boat Show Anfang Januar als Weltpremiere gezeigt. Vertriebspartner für Southerly in Deutschland ist die Firma Ancora Marina in Neustadt.
Technische Daten Southerly 420:
Lüa (Rumpflänge): 12,86 m
LWL (Wasserlinienlänge): 11,11 m
Breite: 4,03 m
Gewicht: 11,5 t
Tiefgang Integralkiel: 0,77–2,67 m
Segelfläche am Wind: 73,5 qm

Redakteur Test & Technik