Kleine Rückblende: Vor einem Jahr, im Januar 2024, hat Saffier Yachts sein großes 14-Meter-Flaggschiff in Düsseldorf präsentiert. Die SL 46 entpuppte sich dort als wahrer Publikumsmagnet – alle wollten den attraktiven XXL-Daysailer mit seiner auffälligen Lackierung sehen. Mit diesem Projekt haben sich die Daysailer-Experten allerdings weit aus dem Fenster gelehnt und ihr angestammtes Marktsegment verlassen. Vier Yachten dieses Typs hat die Werft mittlerweile verkauft (Test YACHT 9/2025).
Mit dem neuen Modell SL 38 greifen die Holländer das Konzept, die Linien und die Konstruktion des Flaggschiffs erneut auf, schrumpfen das Ganze jedoch auf eine Rumpflänge von nur zwölf Metern. Gleichzeitig wird die SE 37 Lounge (Test YACHT 10/2018) nach acht Jahren Marktpräsenz nun definitiv in den Ruhestand geschickt.
Wie schon die 46er wird nun auch die kleinere SL 38 grundsätzlich in zwei Versionen angeboten: entweder mit nach hinten komplett offenem Heck oder mit einem geschlossenen Brückendeck achtern als Sonnenliege oder Loungebereich – wie bei den kleineren Modellen aus der SE-Linie (Elegance) auch. In dieser Closed-Version steht zudem eine kleine, klappbare Badeplattform zur Verfügung.
Von den Steuersäulen nach vorne bleibt das Cockpitlayout unverändert. Entsprechend dem Saffier-Konzept werden auch beim neuen Boot alle Schoten, Fallen und Trimmleinen konsequent unter Deck bis zu den Winschen vor den Steuersäulen geführt, wo sie sowohl vom Steuermann im Alleingang als auch von der Crew gut bedient werden können.
Standard ist ein Aluminium-Rigg mit zwei Salingen vom Hersteller Seldén. Ein einfacher Satz Segel aus Dacron (Großsegel und Selbstwendefock) ist im Lieferumfang enthalten. Natürlich haben die Kunden die Möglichkeit, Qualität und Umfang der Segelgarderobe individuell zu wählen. Auch eine Genua mit 110 Prozent Überlappung und Holepunkten an Deck ist optional erhältlich. Ebenso steht ein Kohlefaserrigg mit Karbon-Großbaum und Rod-Wanten auf der Liste der Extras – allerdings bislang noch ohne Preisangabe..
Das Layout unter Deck sieht einen Ausbau mit sehr großzügigen Doppelkabinen im Vorschiff sowie achtern auf der Backbordseite vor. Auch die Sofas im Salon sollen groß genug sein, um als zusätzliche Kojen genutzt zu werden. Hinzu kommen eine Pantry in L-Form am Niedergang sowie eine abgetrennte Nasszelle auf der Steuerbordseite achtern mit Duschoption und einem großen Nassschrank für das Ölzeug. Im Standardausbau ab Werft ist kein Schott zwischen Salon und Vorschiff vorgesehen, was unter Deck für eine offene, geräumige Wohnatmosphäre mit Loft-Charakter sorgt. Auf Wunsch kann das Vorschiff für mehr Privatsphäre jedoch auch komplett abgetrennt werden.
Die Yachtbauer von Saffier Yachts in Holland haben die erste Baunummer der neuen Saffier SL 38 inzwischen auf Kiel gelegt. Sie soll im Januar 2027 als Weltpremiere auf der Messe in Düsseldorf präsentiert werden. Auch die Preise sind bereits bekannt: 392.700 Euro soll die Saffier SL 38 kosten – unabhängig davon, ob sie mit offenem oder geschlossenem Heck bestellt wird. Der Grundpreis versteht sich inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer sowie inklusive des einfachen Standard-Segelsatzes (Groß und Fock) aus Dacron.