Die Pogo 33 übernimmt den schnellen Semi-Scow-Rumpf der Pogo RC, soll aber deutlich mehr Fahrtenkomfort bieten. Der französische Hersteller Pogo Structures plant den 10,26 Meter langen Racer-Cruiser mit Fest-oder Hubkiel. Der Stapellauf des ersten Bootes ist für den Frühsommer 2027 angekündigt.
Mit der Pogo 33 erweitert Pogo Structures seine Modellpalette um einen Racer-Cruiser, der bewusst zwischen reinem IRC-Renner und Fahrtenyacht positioniert ist. Der 33-Fußer bekommt ein neues Cockpit und eine überarbeitete Inneneinrichtung.
Der Rumpf der Pogo 33 basiert auf der Pogo RC, gezeichnet von Bernard Nivelt und Sam Manuard. Das Konzept folgt dem modernen Semi-Scow-Ansatz, der in den Open-Klassen Mini, Class40 und IMOCA verbreitet ist. Dieser definiert sich durch viel Volumen im Vorschiff, breite Linien und ein auf frühes Angleiten ausgelegtes Unterwasserschiff. Pogo Structures verspricht mit der neuen 33-Fuß-Variante ein Boot, das auf allen Kursen leicht beschleunigt und besonders vor dem Wind früh ins Surfen kommt.
Dass die Pogo 33 für IRC-Segeln entwickelt wurde, ist kein bloßes Marketingversprechen. Die Pogo RC entstand ebenfalls gezielt für diese Vermessungsformel und ist in der Standard-Bootsdatenbank des Royal Ocean Racing Club geführt. In einem YACHT-Test der Pogo RC stand vor allem die Verbindung aus Speedpotenzial und Eignung für längere Hochseeregatten im Mittelpunkt. Für die Pogo 33 bleibt abzuwarten, wie viel von dieser Ausrichtung trotz des höheren Ausbaustands und des neuen Decks erhalten bleibt.
Der wichtigste Unterschied zur Pogo RC soll oberhalb der Rumpfschale liegen. Die französischen Bootsbauer entwickeln für die Pogo 33 ein neues Deck, das mehr Innenvolumen schafft und das Cockpit besser schützt. Vorgesehen sind eine Doppelkoje im Vorschiff und eine weitere Doppelkabine achtern. Hinzu kommen eine Nasszelle im Heckbereich, Pantry mit Spüle und Backofen, Kartentisch, Kleiderschrank sowie weitere Staufächer und eine Backskiste.
Die Werft beschreibt den Ausbau als hell, funktional und bewusst schlicht. Das passt zur Pogo-Tradition. Kein aufwendiger Wohnraum, sondern möglichst viel nutzbarer Platz für Crew, Proviant und Technik. Die Race-DNA bleibt trotz des gesteigerten Fahrtenkomforts jederzeit präsent. Für Doppelhand-Crews auf längeren Strecken dürften insbesondere das geschütztere Cockpit, die getrennte Nasszelle und der Stauraum ein entscheidender Unterschied zur Pogo RC sein.
Die Pogo 33 soll in zwei Kielversionen gebaut werden. Rumpf und Innenaufteilung bleiben nach Werftangaben identisch.
| Tiefgang | 1,95 m | 1,15 bis 2,80 m |
| Schwerpunkt | Leistung, einfache Bedienung, IRC | Revierfreiheit und flache Ankerplätze |
| Einsatz | Regattaorientiertes Segeln | Fahrtensegeln in unterschiedlichen Revieren |
Der Festkiel ist nach Angaben der Werft auf Leistung und eine günstige IRC-Einstufung ausgelegt. Die Hubkielversion erweitert dagegen den Einsatzbereich als Fahrtenschiff.
Zur serienmäßigen Sicherheitsausstattung gehören integrierte Auftriebskörper. Sie sollen die Yacht unsinkbar machen. Die vollständige technische Liste hat Pogo Structures mit der Vorstellung der Pogo 33 vom 3. September 2026 veröffentlicht. Sämtliche Daten stehen unter dem Vorbehalt des laufenden Entwicklungsprozesses.
Beim Rigg gehört ein Aluminiummast zum Standard, ein Carbonmast wird als Option angeboten. Welchen Einfluss das auf Vermessung, Gewicht und Preis haben wird, hat die Werft noch nicht veröffentlicht.
| Rumpflänge | 10,26 m |
| Breite | 3,54 m |
| Segelfläche am Wind | 68 m² |
| Tiefgang Festkiel | 1,95 m |
| Tiefgang Hubkiel | 1,15 bis 2,80 m |
| Kabinen | Zwei Doppelkabinen |
| Rigg | Aluminiummast, Carbonmast optional |
| CE-Kategorie | A – Ocean |
| Konstrukteure | Bernard Nivelt und Sam Manuard |
| Werft | Pogo Structures |
Viele Segler möchten eine schnelle, leichte Yacht nicht allein für wenige Regattawochenenden kaufen. Sie erwarten Stauraum, Kojen, eine brauchbare Pantry und ein Boot, das auch auf der Langstrecke mit kleiner Crew funktioniert. Genau hier setzt die Pogo 33 an. Die Werft richtet sich an Segler, die ein Boot für schnelle Urlaubsfahrten und Hochseetörns suchen, aber ebenso bei IRC-Regatten starten wollen.
Ob der Spagat zwischen sportlicher IRC-Ambition und Fahrtenausbau tatsächlich gelingt, wird erst ein Vergleich auf dem Wasser zeigen. Die erste Pogo RC wurde im Februar 2025 zu Wasser gelassen. Für die Pogo 33 nennt die Werft derzeit den Frühsommer 2027 als Termin für den ersten Stapellauf. Bis dahin bleibt sie ein interessantes Konzept mit klarer Ausrichtung, aber ohne belastbare Testdaten.
Regattasegeln erklärt die Wettfahrt von der Vorbereitung über Start und Strategie bis zur anschließenden Analyse. Die klar aufgebauten taktischen Grundlagen und Abbildungen helfen Eignern und Crews, Leistungsreserven auf der Bahn mit einem Boot wie der Pogo 33 vollumfänglich auszuschöpfen.
Die Seemannschaft liefert die Grundlagen, um die technische und seglerische Bandbreite eines modernen Racer-Cruisers zu verstehen.

Redakteurin News & Panorama
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