Fahrtenyachten

Performance-Cruiser: Exklusiv: erste Fotos der Pogo 36

Jochen Rieker

 · 15.09.2016

Performance-Cruiser: Exklusiv: erste Fotos der Pogo 36Foto: Pogo Structures

Mit ihrer neuesten Konstruktion will Pogo Structures aus Frankreich das Segment der schnellen Fahrtenboote aufmischen. Bau-Nummer 1 schwimmt

  Leicht, breit, stark: die neue Pogo 36Foto: Pogo Structures
Leicht, breit, stark: die neue Pogo 36

Drei Jahre ist es her, dass die kleine, feine Werft in der Bretagne mit der Pogo 30 ihren letzten Performance-Cruiser präsentierte. Jetzt folgt mit der Pogo 36 die größere Schwester. Und viele Segler werden das Debüt mit Spannung erwarten. Denn Christian Bouroullec und seine Crew haben die Marktnische der leichten, breiten und schnellen Fahrtenboote – optisch und konzeptionell an die Class 40 angelehnt – nicht nur geprägt. Sie haben sie erfunden.

Mit dem neuesten Modell geht Pogo Structures, ursprünglich gegründet als Betrieb für Hochsee-Rennyachten, den begonnenen Weg konsequent weiter. Dabei haben sie das Leistungspotenzial ebenso gesteigert wie den Komfort an und unter Deck.

Obwohl die Pogo 36 länger, breiter und insgesamt noch einmal deutlich voluminöser geriet als ihre Vorgängerin, die 10.50, blieb die Verdrängung unverändert bei 3,6 Tonnen. Das ist im Serienbootsbau ein Ausnahmewert. Zum Vergleich: Die ebenfalls neue, ebenfalls sportive und etwa gleich lange J 112 E verdrängt knapp 5,2 Tonnen – fast 45 Prozent mehr!

Wahlfreiheit. Die Pogo 36 gibt es in mehreren Variationen, hier die wohl sinnigste und meistgefragte mit Doppelkabinen achtern und Nasszelle vorm SalonFoto: Pogo Structures
Wahlfreiheit. Die Pogo 36 gibt es in mehreren Variationen, hier die wohl sinnigste und meistgefragte mit Doppelkabinen achtern und Nasszelle vorm Salon
Krantermin. Pogo 36, hier mit dem Schwenkkiel, den es nur gegen Aufpreis gibtFoto: Pogo Structures
Krantermin. Pogo 36, hier mit dem Schwenkkiel, den es nur gegen Aufpreis gibt
Runde Sache. Die Bugsektion der Pogo 36 ist weich geformt und voluminös – ein Kontrast zum Aufbau und den Kimmkanten im RumpfFoto: Pogo Structures
Runde Sache. Die Bugsektion der Pogo 36 ist weich geformt und voluminös – ein Kontrast zum Aufbau und den Kimmkanten im Rumpf
Doppeltes Flottchen. Die Pogo 36 verfügt wegen der enormen Breite von vier Metern über Doppelruder und zwei Pinnen in der PlichtFoto: Pogo Structures
Doppeltes Flottchen. Die Pogo 36 verfügt wegen der enormen Breite von vier Metern über Doppelruder und zwei Pinnen in der Plicht
Gute Aussicht. Im Bereich von Navi und Pantry gestaltet sich der Aufbau sehr breit. Eigenwillig sind die eingezogenen FensterFoto: Pogo Structures
Gute Aussicht. Im Bereich von Navi und Pantry gestaltet sich der Aufbau sehr breit. Eigenwillig sind die eingezogenen Fenster
Zum Anlehnen. Cockpitbänke mit Sülls und ein Tisch – das gab es bei Pogo bisher nur bei den größeren ModellenFoto: Pogo Structures
Zum Anlehnen. Cockpitbänke mit Sülls und ein Tisch – das gab es bei Pogo bisher nur bei den größeren Modellen
Wie gehabt. Carbon-Bugspriet zum Ausfahren – neu dagegen ist das Ein-Saling-Rigg ohne BackstagenFoto: Pogo Structures
Wie gehabt. Carbon-Bugspriet zum Ausfahren – neu dagegen ist das Ein-Saling-Rigg ohne Backstagen
Computeranimation. So soll die Pogo 36 in Fahrt aussehen. Für Speed sorgt eine supersportliche Segeltragezahl von 5,7Foto: Pogo Structures
Computeranimation. So soll die Pogo 36 in Fahrt aussehen. Für Speed sorgt eine supersportliche Segeltragezahl von 5,7
Reichlich Raum. Dank der Breite mangelt es unter Deck nicht an PlatzFoto: Pogo Structures
Reichlich Raum. Dank der Breite mangelt es unter Deck nicht an Platz
Wahlfreiheit. Die Pogo 36 gibt es in mehreren Variationen, hier die wohl sinnigste und meistgefragte mit Doppelkabinen achtern und Nasszelle vorm SalonFoto: Pogo Structures
Wahlfreiheit. Die Pogo 36 gibt es in mehreren Variationen, hier die wohl sinnigste und meistgefragte mit Doppelkabinen achtern und Nasszelle vorm Salon
Krantermin. Pogo 36, hier mit dem Schwenkkiel, den es nur gegen Aufpreis gibtFoto: Pogo Structures
Krantermin. Pogo 36, hier mit dem Schwenkkiel, den es nur gegen Aufpreis gibt
Krantermin. Pogo 36, hier mit dem Schwenkkiel, den es nur gegen Aufpreis gibt
Runde Sache. Die Bugsektion der Pogo 36 ist weich geformt und voluminös – ein Kontrast zum Aufbau und den Kimmkanten im Rumpf
Doppeltes Flottchen. Die Pogo 36 verfügt wegen der enormen Breite von vier Metern über Doppelruder und zwei Pinnen in der Plicht
Gute Aussicht. Im Bereich von Navi und Pantry gestaltet sich der Aufbau sehr breit. Eigenwillig sind die eingezogenen Fenster
Zum Anlehnen. Cockpitbänke mit Sülls und ein Tisch – das gab es bei Pogo bisher nur bei den größeren Modellen
Wie gehabt. Carbon-Bugspriet zum Ausfahren – neu dagegen ist das Ein-Saling-Rigg ohne Backstagen
Computeranimation. So soll die Pogo 36 in Fahrt aussehen. Für Speed sorgt eine supersportliche Segeltragezahl von 5,7
Reichlich Raum. Dank der Breite mangelt es unter Deck nicht an Platz
Wahlfreiheit. Die Pogo 36 gibt es in mehreren Variationen, hier die wohl sinnigste und meistgefragte mit Doppelkabinen achtern und Nasszelle vorm Salon

Wie die ersten Fotos belegen, die YACHT online exklusiv zeigt, verfügt die Finot-Conq-Konstruktion im Bug über sehr viel Volumen, ungleich mehr als bei der 10.50 und auch mehr als bei der Pogo 30. Damit hat sie raumschots bei viel Druck mehr Auftriebsreserven und vertrimmt gleichzeitig bei Lage nicht so stark.

Viel Arbeit floss beim Design in die Gestaltung des Unterwasserschiffs, um die benetzte Fläche und den Widerstand zu minimieren. Inwieweit dies gelungen ist, werden in Kürze die ersten Testfahrten im Rahmen der Wahl zu Europas Yacht des Jahres zeigen, für den die Pogo 36 nominiert ist. Im Standard verfügt das Boot über einen Festkiel. Gegen Aufpreis gibt es aber auch einen Schwenkkiel mit elektrohydraulischem Antrieb.

An Deck fällt zunächst die ungewöhnliche Gestaltung der Aufbaufenster ins Auge, die nach vorn schräg abgewinkelt sind und dadurch vom Salon aus Voraussicht ermöglichen. Die Cockpitbänke werden von einem festen Süll begrenzt; bei den kleinen Modellen von Pogo gab es hier bis jetzt nur Rückenlehnen aus Netzmaterial – und diese auch nur als Extra.

Das Rigg steht sehr weit achtern, ermöglicht dadurch eine relativ große, kaum überlappende Genua und ein im Topp weit ausgestelltes Großsegel. Der Mast verfügt nur über ein Salingspaar, eine in dieser Größe und diesem Segment bisher so noch nicht realisierte Konfiguration, die Gewicht und Widerstand verringern helfen soll. Auch das ein Schritt, der zeigt, wie mutig und konsequent die Werft Innovationen umsetzt.

Unter Deck gibt es jetzt erstmals eine eigens abgetrennte Nasszelle zwischen Salon und Vorschiff. Bisher sah Pogo dafür bei den kleineren Modellen allenfalls einen per Vorhang und Schott abgetrennten Bereich vor – eine Lösung, die eher provisorisch wirkte und bei Seegang auch nicht gerade sicher zu nutzen war.

Kommende Woche finden vor Concarneau die ersten Probeschläge der Werftcrew statt, bevor die Pogo 36 nach La Rochelle überführt wird. Dort muss sie sich fünf Tage lang der Jury des European Yacht of the Year Awards stellen. Eine spannende Premiere, über die wir auf YACHT online berichten werden.

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