Neue BooteExklusives Kraftpaket aus Italien: Neo 430 Roma

Michael Good

 · 19.05.2020

Neue Boote: Exklusives Kraftpaket aus Italien: Neo 430 RomaFoto: Neo Yachts
Neo 430
Der neue Leichtbau aus Kohlefaser soll die Konkurrenz bei IRC und ORC das Fürchten lernen. Das Konzept hat aber noch mehr zu bieten

Die Marke Neo Yachts gibt es erst seit ein paar Jahren. Und trotzdem haben sich die Yachtbauer im süditalienischen Bari mit ihren Modellen Neo 400 (Test in YACHT 4/2018) und Neo 350 bereits einen bemerkenswerten Marktauftritt erarbeitet – unter Anderem mit beachtlichen Erfolgen auf der Regattabahn, etwa beim Rolex Middle Sea Race.

Jetzt reagiert die Werft auf verschiedene Anfragen nach einem größeren Serienboot. Konstrukteur Giovanni Ceccarelli hat dafür die Pläne ausgearbeitet. Das erste Schiff vom neuen Typ Neo 430 Roma ist bereits im Bau, im September soll es fertig sein. Und Werftchef Paolo Semeraro hat auch schon einen Preis festgelegt: 512.000 Euro soll die aufregende Italienerin kosten inklusive 19 Prozent Mehrwertsteuer, aber noch ohne Segel oder Elektronik.

Die Preisliste oder die Spezifikationen vom Basismodell sind aktuell noch nicht verfügbar. Doch so viel ist klar: Der Rumpf und das Deck der Neo 430 Roma werden komplett aus Kohlefaser mit Epoxid im Vakuum-Infusionsverfahren gebaut. Nach den Kalkulationen von Ceccarelli wird das segelfertige Boot bei einer Rumpflänge von 13,06 Metern nur gerade 5,7 Tonnen auf die Waage bringen. Dabei hängt etwa die Hälfte des Gesamtgewichts als Ballastbombe am T-Kiel mit 3,0 Meter Tiefgang. Betreffend der Rumpfanhänge kann der Kunde letztlich wählen, ob er das Boot mit einem oder zwei Ruderblättern, mit Festkiel oder mit einem elektrohydraulischen Hubkiel ordern will.

Krasse Formen, tiefe Rumpfanhänge, langer Rüssel: Das Konzept der Neo 430 Roma aus Italien ist kompromisslos auf Leistung gebürstet
Foto: Neo Yachts

Am knapp 19 Meter hohen Kohlefaserrigg wirken am Wind 106 Quadratmeter effektive Segelfläche dagegen – jede Menge Power also. Das Design-Konzept von Semeraro und Ceccarelli zielt auf eine optimierte Vermessung in den Ausgleichssystemen ORC und IRC ab. Die provisorischen Ratings dafür sind allerdings noch nicht abschließend kalkuliert worden.

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Trotz der starken Fokussierung auf viel Leistung unter Segel soll die Neo 430 gleichermaßen auch ein exklusives Fahrtenboot im Stil eines Gran Turismo sein. Für den Innenausbau stehen verschiedene Ausbauvarianten zur Auswahl, je nachdem, ob das Boot eher für Regattazwecke oder auch zum Touren eingesetzt werden soll.

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Michael Good

Michael Good

Redakteur Test & Technik

Michael Good ist Testredakteur bei der YACHT und kümmert sich in der Funktion in erster Linie um neue Boote, deren Vorstellung sowie um die Produktion von Testberichten. Michael Good lebt und arbeitet in der Schweiz am unteren Bodensee. Er segelt seit Kindertagen und ist neben seiner beruflichen Tätigkeit auch seit vielen Jahren als aktiver Regattasegler unterwegs, derzeit vor allem in den Klassen Finn Dinghi und Melges 24. Zudem ist er Miteigner von einem 45er Nationalen Kreuzer mit Baujahr 1917. Michael Good arbeitet seit Januar 2005 für die YACHT-Redaktion und hat in der Zeit gegen 500 Yachten, Katamarane und Jollen getestet.

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